Geschichtsdaten 1848-71

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1849 wurde der Deutsche Bund wiedergegründet. Gemeinsam wandten sich die Staaten insbesondere mit koordinierten polizeilichen Maßnahmen während der Reaktionsära gegen die Opposition. Nach der Zulassung von politischen Zusammenschlüssen 1860 entstanden in Deutschland neue Parteien und Gewerkschaften. 1863 gründete Ferdinand Lassalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein, der schließlich in der bis heute bestehenden Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) aufging.

1859 begann der Preußische Verfassungskonflikt, der 1862 zur Ernennung Otto von Bismarcks zum preußischen Ministerpräsidenten und zu einer Stärkung des Königs gegenüber dem Parlament führte.

1864 kam es zum Krieg Preußens und Österreichs gegen Dänemark. Auslöser war die Annexion Schleswigs durch Dänemark. Mit Zustimmung der europäischen Großmächte eroberten beide deutsche Staaten die Herzogtümer Holstein, das bereits seit dem frühen Mittelalter zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und nach 1815 auch zum Deutschen Bund gehört hatte und lediglich vom dänischen König regiert wurde, und Schleswig. Aufstieg und Fall eines Gründers in der Gründerzeit: Bethel Henry Strousberg spannte in guten Jahren ein Eisenbahnnetz über Preußen und halb Europa

Den 1866 folgenden Deutschen Krieg gegen den vom Kaisertum Österreich angeführten Deutschen Bund konnte das Königreich Preußen durch seinen Sieg bei Königgrätz für sich entscheiden. Es annektierte das Königreich Hannover, das Herzogtum Nassau, Kurhessen, Hessen-Homburg, Schleswig-Holstein und Frankfurt. Der Deutsche Bund löste sich auf. Darüber hinaus wurde der Norddeutsche Bund unter Führung Preußens gegründet. Die Unabhängigkeit Bayerns, Württembergs und Badens wurde auf Drängen Frankreichs anerkannt.

Im Anschluss kam es zu Spannungen zwischen Frankreich und Preußen. Anlass für den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 war die Kandidatur Leopolds von Hohenzollern auf den spanischen Königsthron. Napoléon III. provozierte den Krieg, indem er Gebiete am Rhein forderte, und Bismarck reagierte mit der Emser Depesche. Nach der Kriegserklärung durch Frankreich konnte Preußen alle deutschen Staaten und die übrigen europäischen Großmächte auf seine Seite ziehen. Das Frankreich Napoléons III. wurde durch den Sieg bei Sedan zur Kapitulation gezwungen. In Paris bildete sich daraufhin eine republikanische Regierung, die die Forderungen Preußens ablehnte.

Dieses hatte eine Fortsetzung des Krieges zur Folge, der erst 1871 mit der Kapitulation Frankreichs endete. Im Frieden von Frankfurt am Main wurde Frankreich zur Abtretung Elsass-Lothringens (→ Reichsland Elsaß-Lothringen) und zur Zahlung einer Kriegsentschädigung verpflichtet.

Politisch am wichtigsten in Deutschland waren der Deutsch-Dänische (1864) und der Deutscher (Preußen gegen Österreich-Ugarn) Krieg (1866). Am sonsten in der Welt waren der Krim- oder Orientkrieg (1853 bis 1856), der Sardinischer Krieg oder Zweite Italienische Unabhängigkeitskrieg (1859) und der "Zug der Tausend" unter Giuseppe Garibaldi (1860) die zur Einigung Italiens führten und der Zweiter Opiumkrieg (1856 bis 1860) wichtig.

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