Geschichte Studieren-welche Fachhochschule?

6 Antworten

Geschichte oder Archäologie kann man eigentlich nur an der Uni studieren. Deswegen wäre die allgemeine Hochschulreife an einem Kolleg oder Gymnasium der sicherste Weg.

Man kann auch mit Fachabitur/Fachhochschulreife oder fachgebundener Hochschulreife an Unis studieren. Geht aber nicht an allen. Ich weis nur, dass es in Hessen fast überall geht und in vielen Unis in den neuen Bundesländern.

Welche Fachoberschule du dafür besuchst ist eigentlich egal, da es meines Wissens nach nix spezifisches für Geschichte gibt. Nach der Fachoberschule hast du im Normalfall die allgemeine Fachhochschulreife.

Du kannst mit "Mittlerer Reife" nicht an einer Fachhochschule studieren. Du müsstest zumindest noch den Abschluss einer Fachoberschule erwerben ( 2 Jahre, bei Berufsausbildung nur 1 Jahr). Mit dem Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule erwirbst Du gleichzeitig eine Qualifikation, die der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) entspricht. Du könntest dann grds. alles studieren, was deutsche Universitäten anbieten, müsstest Dich aber mit speziellen Zulassungsbedingungen (Zweitstudienregelungen) auseinander setzen. Und Dir natürlich auch darüber klar sein, dass "Geschichte" (sei es Lehramt oder wissenschaftliche Tätigkeit), ein von den Berufschancen her schwieriges Arbeitsfeld ist.

Da ist dein Bekannter schlecht informiert. Beides kannst du nur an einer Uni studieren und allein mit der mittleren Reife wird das nichts.

Ich würde dir aber generell dazu raten, erstmal ein paar Praktika zu machen und einen Realitätsabgleich durchzuführen. Gerade von diesen beiden Fächern haben die meisten Leute völlig falsche Vorstellungen, sowohl von den Studieninhalten als auch vom Arbeitsalltag hinterher. Bevor du jetzt enorme Energie investierst, um eines dieser Fächer oder beide studieren zu  können, solltest du dich dringend informieren, wie die Realität aussieht. Und dir sehr deutlich bewußt machen, wie deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt aussehen. Die sind nämlich auch nicht für jeden etwas, Können und Wissen allein reichen nicht, es braucht auch eine Menge Frustrationstoleranz, wenn man auch nur versuchen will, in diesen Fächern zu arbeiten.

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