Geschichte - Herrscherbilder

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Bei Heinrich VIII. (-der mit den vielen Frauen-) war es z.B. so: "Hans Holbein hielt sich ab 1532 mit wenigen Unterbrechungen bis 1543 in England auf. Zunächst war er vor allem als Porträtmaler der dort niedergelassenen hanseatischen Kaufleute und von Mitgliedern des Adels tätig, ab 1533 entstanden Porträts von Höflingen, und 1536 wurde er offizieller Hofmaler mit festem Gehalt."

Und ein Biograph Heinrichs beschreibt es so: "The truth is that Henry VIII was never more than a pale reflection of Henry VII. But, thanks to the genius of Hans Holbein, he has managed to convince posterity otherwise."

Quelle: http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/5206727/Was-Hans-Holbeins-Henry-VIII-the-best-piece-of-propaganda-ever.html

Aber dann: "Heinrich – auf Brautschau – schickte Holbein 1539 aufs Festland zurück, um Christina von Dänemark und in Kleve die beiden Töchter des Herzogs Johann III. zu malen. Das Bild von Anna von Kleve gefiel ihm sehr und er entschloss sich, sie zu heiraten. Da ihm die reale Anna aber weit weniger schön erschien als die gemalte, fiel Holbein bei ihm in Ungnade. Er blieb zwar Hofmaler, durfte jedoch nie wieder ein Mitglied der königlichen Familie malen." (Wikipedia, Hans Holbein d. J.)

Hans Holbein ist ein super Beispiel. Mit der Hilfe von Attributen stellt Holbein die Personen in seinen Porträts dar. Heinrich den VIII stellt er als einen gute genährten, starken und kraftvollen Mann dar. Er füllt die ganze Bildfäche und ist in teuren goldenen Gewändern gekleidet.

Oder betrachte einmal das Gemälde "Las Meninas" von Diego Velázquez. In diesem Gemälde stellt er die Tocher von Philipp IV von Spanien dar. Zu diesem Zeitpunkt war sie die Nachfolgerin ihres Vaters. Später kam noch ein männlicher Thronfolger auf die Welt. Auch das waren Aufgaben von Hofmalern. - das gemälde gehört in der Kunstgeschichte zu den umstrittensten Gemälden und kann auf vielen Verschiedenen Deutungseben behandelt werde.

Doch standen die Künstler zum Teil auch in Konflikt mit ihrer eigenen politischen Orientierung. Wenn ich mich nicht irre, war es Goya, der auch für einen Herrscher arbeitet. Jedoch in Konflikt zu seiner politischen Meinung stand.

Die Darstellung von Königen war oft ein Weg Geld zu verdienen und für viele Künstler auch ein Teil auf ihren Reisen.

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