Geschenktes Geld nach Beziehungsende zurückverlangen?

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13 Antworten

Hallo,

nach dem bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wurde dir das Geld freiwillig überlassen, somit ist ein sog. "Schenkungsvertrag" (kein Witz) zwischen euch entstanden. Dieser ist auch mündlich wirksam.

Nach dem BGB gibt es jedoch Ausnahmen, d.h. unter Umständen kann die Schenkung zurück verlangt werden:

-§ 528 BGB: Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers

-§ 530 BGB Widerruf der Schenkung wegen Undanks

Ich denke wenn überhaupt käme hier der § 530 zur Geltung:

 530 Widerruf der Schenkung
(1) Eine Schenkung kann widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers groben Undankes schuldig macht.
(2) Dem Erben des Schenkers steht das Recht des Widerrufs nur zu, wenn der Beschenkte vorsätzlich und widerrechtlich den Schenker getötet oder am Widerruf gehindert hat.

Was eine schwere Verfehlung im Detail bedeutet ist einzelfallabhängig und muss dann zivilgerichtlich entschieden werden. Allgemein kann man sagen, dass geschenkt nicht unbedingt geschenkt ist.

Fazit: Eine Klage "kann" in dieser Sache erfolgreich sein!

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Kommentar von konstanze85
05.05.2016, 21:43

Das muss erstmal bewiesen werden. Und deswegen darf sie noch kange nicht sein eigentum zurückhalten.

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Kommentar von monsterassault
05.05.2016, 21:44

Demzufolge währe das Beenden der Beziehung meinerseits ein Undank. Da sie ja Schluss gemacht hat ist dies auch nicht der fall. Verunglimpft habe ich sie auch nicht, vor niemanden. So gesehen hat sie keinerlei rechtsgrundlage so wie ich das sehe. 

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Kommentar von LifeProtector
05.05.2016, 22:15

Natürlich gibt es rechtliche Grundlagen! Bitte sich mal das BGB ansehen! Es gibt Einzelfälle, bei denen geschenktes Geld zurück verlangt werden darf. In diesem Fall mag das unwahrscheinlich sein, aber die Möglichkeit besteht!

Und wir reden hier über Zivilrecht, nicht über Strafrecht!! Eine Anzeige ist dementsprechend Unsinn. Es geht um eine Klage!! Und dafür benötige ich nicht zwingend einen Anwalt!!!

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Kann ich mir nicht vorstellen, dass sie damit vor Gericht recht bekommen wuerde. Sie hat dir das geld im beiderseitigen Einvernehmen gegeben. Sie haette ja auch selbst kommen koennen. Und was ist mit deiner Zeit fuer die Fahrten, die ist ja auch was wert.

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Also mal ganz abgesehen davon, dass ich jetzt nur deine Seite des Ganzen kenne und das es sich von dieser Seite her seeeehr asozial von ihr anhört...
Ich kann dich von juristischer Seite her beraten: falls sie dich wirklich anzeigt oder sonstwas hat sie damit keinen Erfolg weil das einfach Geschenke an dich waren. Sie müsste also deine Sachen rausrücken und du ihr nichts zurück zahlen.
Wäre ich jetzt an deiner Stelle (und wäre Geld nicht meeeeega eng, weiß ja nicht wie es momentan aussieht bei dir) würde ich ihr das Geld überweisen, meine Sachen holen und ihr dann einen Brief schicken und ihr fett unter die Nase reiben wie erbärmlich es ist so eine Abmachung hinterher zu brechen und dann die Sachen nicht her zu geben und schön unterstreichen, dass du es ja besser gemacht hast als sie.
Ja das mit dem Brief ist kindisch (und optional) aber man muss seinen Frust ja auch mal loswerden ;)

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Du brauchst das Geld natürlich nicht zurückzahlen. Selbst wenn du es dir nur von ihr geborgt hättest hätte sie es schriftlich festhalten müssen( Schuldschein) also mach dir keine Sorgen und hol dir deine Sachen ab denn die muß sie rausgeben.

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Kommentar von john4711
06.05.2016, 00:05

Selbst wenn du es dir nur von ihr geborgt hättest hätte sie es schriftlich festhalten müssen( Schuldschein)

Nein, Darlehensverträge sind grundsätzlich formfrei.

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Da steht doch Aussage gegen Aussage und wegen sowas vor Gericht ist kindisch und lächerlich.

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alles was sie einklagen möchte, muss sie belegen. Also Rechnungen, oder Belege vorzeigen die du unterschrieben hat. Kann sie das nicht, dann musst du "rechtlich" nichts zurück bezahlen.

Die Zugfahrten haben sie bezahlt im eigenen Interesse und gerne. Da würde ich aus moralischen Gründen die Hälfte zurück bezahlen.

Was ist nicht verstehe ist, dass man - ich weiß nicht wie alt du bist, aber ich denke noch sehr jung - in deinem Alter schon sagt, dass man das Geld für eine Zugfahrt nie zurück zahlen kann. Such dir einen Job oder etwas für ein paar Stunden in der Woche. Praktikum ist nett, aber da bleibt auch Zeit um zu arbeiten

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sie kann es nicht einklagen. das würde nur gehen, wenn ihr irgendwie eine vereinbarung getroffen hättet, wonach du verpflichtet bist, es zurück zu zahlen. wenn nichts dergleichen existiert, hat sie garkeine ansprüche

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Sie kann nicht beweisen dass sie dir das Geld geliehen hat auch wenn die Mutter das bezeugen würde. Um das Geld einzuklagen bräuchte sie einen Anwalt und dessen Kosten sind nicht ohne...plus Gerichtkosten würde es sich nicht lohnen. Ich denke sie droht dir nur damit.

Außerdem geschenkt ist geschenkt, ob Geld oder Gegenstände. Aus moralischer Sicht würde ich persönlich es nicht zurückzahlen. 

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Kommentar von john4711
05.05.2016, 23:54

Sie kann nicht beweisen dass sie dir das Geld geliehen hat auch wenn die Mutter das bezeugen würde.

Das ist doch ein Widerspruch in sich. Wenn die Mutter bezeugen könnte, dass es sich um ein Darlehen handelt, hätte die Freundin doch schon einen Beweis.

Um das Geld einzuklagen bräuchte sie einen Anwalt

Nein, für eine Klage benötigt man keinen Anwalt.

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Das ist Unsinn. Du hast ein Anrecht auf die Herausgabe deiner Sachen. Mit welcher Grundlage möchte sie etwas einklagen? Das ist nur heiße Dampfplauderei und sonst gar nichts.

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Kommentar von john4711
06.05.2016, 00:21

Mit welcher Grundlage möchte sie etwas einklagen?

vermutlich § 488 Abs. 1 S. 2 BGB

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Also ersteinmal ich bin kein Jurist. Da es sich aber um eine Schenkung handelt kann sie wohl nichts fordern. Juristisch hast du Recht. Jedoch, wenn sie die Geldtransaktionen nachweisen kann (wie hast du das Geld bekommen via Überweisung?) und behauptet es wäre geliehen, dann müsstest du beweisen dass dem nicht so ist. Und das kannst du widerum wahrscheinlich nicht. 

Das beste wäre wohl wenn du dir jetzt einfach ein paar Zeugen organisierst die bestätigen können, dass das Geld geschenkt war. 

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Kommentar von john4711
05.05.2016, 23:57

Jedoch, wenn sie die Geldtransaktionen nachweisen kann (wie hast du das Geld bekommen via Überweisung?) und behauptet es wäre geliehen, dann müsstest du beweisen dass dem nicht so ist.

Nein, wer einen Anspruch geltend macht, muss die Anspruchsvoraussetzungen beweisen. Die Freundin müsste also beweisen, dass es sich um ein Darlehen gehandelt hat, weil sie nur damit den Rückzahlungsanspruch begründen kann.

Das beste wäre wohl wenn du dir jetzt einfach ein paar Zeugen organisierst die bestätigen können, dass das Geld geschenkt war.

Aber hoffentlich nur Zeugen, die das auch wirklich mitbekommen haben…

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Geschenkt ist geschenkt, fertig! Sie hat kein recht DEIN eigentum deswegen zurückzuhalten. Hol dir dein eigentum zurück und dann streich die! Unmöglich so ein verhalten. Nach einem beziehungsaus kommt oft der echte mensch zum vorschein.

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Sie hat es dir ja nicht als Darlehen gegeben, es waren ja Geldgeschenke und nicht mit der Erwartung, dass du es zurückzahlen sollst.

Sie kann nichts beweisen, du solltest es einfach ignorieren, soll sie doch zum Anwalt gehen, weit kommt sie eh nicht. Ist eigentlich ne richtige Frechheit, sowas zurückzuverlangen, nur weil man nicht mehr zusammen ist.

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Schwiegerex und Mutter sollen nicht so kleinlich sein. Sie wollten dich unterstützen, was ja auch sinnvoll war.

Du kannst dich zurück lehnen und abwarten. Es gibt keine Verträge und keine Belege, was wollen sie jetzt von dir? Geschenkt ist geschenkt.

Laß es gut sein, ich würde keine Gegenrechnung aufmachen. Bringt nur Streß. Die gehen nicht zum Anwalt, sie drohen nur. Denn wie wollen sie ihre Ausgaben belegen? Schade, daß die erste große Liebe so materiell nachhallt. Das macht alles kaputt.

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