Geschenkt bleibt geschenkt. Oder doch nicht?

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13 Antworten

Natürlich hat die Küche einen relativ hohen Wert. Aber geht es hier nicht um eine grundsätzliche Sache? Unanbhängig vom Wert? Wenn er ihr einen Diamantring für 2000 Euro geschenkt hätte und diesen finanziert hätte, was würde er dann tun? Ihn ihr vom Finger reißen, mit der Aussage: "da zahle ich schließlich noch zwei Jahre dran"???

Also rechtlich gesehen gebe ich meinen Vorrednern Recht, wenn keine andersgültigen Papiere wie z.B. eine Schenkungsurkunde vorliegen, hat der Ex Anspruch auf die Küche.

Aber ich würde es mal von einer anderen Seite betrachten. Was will dieser Mann mit einer Küche? Rausreißen und bei sich in den Keller stellen, nur um seine Ex zu ärgern? Ich nehme stark an, dass dort ziemlich heftige Streitereien zugrunde liegen, die unbedingten Klärungsbedarf haben. Vielleicht ist einfach viel sinnvoller, sich gemeinsam hinzusetzen und nach einer Lösung zu suchen. Vielleicht kann sie z.B. ihrem Ex einen Teil der Kosten erstatten, die Küche auch in Monatsraten abbezahlen oder Ähnliches.

Es muss doch nicht immer zu einem Gerichtsstreit kommen, wir sind doch alles erwachsene Menschen (nehme ich zumindest an, da es sich schon um eine eigene Wohnung handelt). Kann man solche Dinge dann nicht vernünftig klären?

Hat die Freundin einen Nachweis darüber, daß die Küche ein Geschenk war? Vermutlich nicht.

Und selbst wenn sie einen solchen Nachweis hat, wird der Ex bei einem Geschenk von solchem Wert erklären, daß er ja auch von einer längeren gemeinsamen Nutzung ausgegangen ist, das Geschenk sozusagen mit einer "Bedingung" verknüpft war...

Natürlich kann er - da er ja wohl die entsprechenden Kaufbelege vorweist - die Küche aus der Wohnung der Freundin nehmen... Außerdem ist die Küche eh noch nicht abbezahlt. Da braucht er nur die Ratenzahlungen einzustellen - und schon kommt der eigentliche Eigentümer und nimmt die Küche mit...

Vielleicht kann die Freundin einfach die Ratenzahlungen übernehmen - und am Schluß die bereits gezahlten Raten an den Ex noch anhängen. Sie soll mal mit ihm über einen entsprechenden Vertrag reden...

Der "Freund" kann eine Schenkung innerhalb von 10 Jahren, z.B. wegen groben Undanks, rückgängig machen.

wenn er Nachweisen kann dass ER sie bezahlt hat/zahlt ist es sein Eigentum! Naja Eigentum ist das falsche Wort, er ist Besitzer, Eigentum ist es erst nach der vollständigen Bezahlung so lange ist der Verkäufer noch eigentümer aber das spielt für die Küche keine Rolle weil sie ihm ist ;)

anjanni 11.07.2011, 10:47

Er ist nicht mal Besitzer, da sie nicht in seiner Verfügungsgewalt steht ;-) Besitzer ist zur Zeit seine Ex-Freundin...

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anjanni 11.07.2011, 10:47

Er ist nicht mal Besitzer, da sie nicht in seiner Verfügungsgewalt steht ;-) Besitzer ist zur Zeit seine Ex-Freundin...

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Olcay 11.07.2011, 10:51
@anjanni

nicht ohne Beweise und mündlich was zu Beweisen ist immer ganz schlecht :)

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hm.. im grunde ist es seine küche das ist richtig, denn er muss ja jetzt noch eine ganze weile weiter dafür bezahlen!

Denke mal schon, vor Gericht wird ihm die sicher zugesprochen wenn er Rechnungen etc. hat und alles auf seinen Namen gelaufen ist. Ev. kann sie ihm die auch abzahlen?

Er ist der Käufer und er muss die Küche bezahlen. Sie gehört ihm also und er hat das Recht sie mitzunehmen.

Klar kann er das.. die Küche ist ja eigentlich auch ihm.... ;) Ihr habt ja keinen Vertrag oder sowas abgeschlossen...

In diesem Falle ist die Küche keine Schenkung.

Gibt es eine Schenkungsurkunde?

Ansonsten gehört sie ihm, m.E. auch zu Recht - aber moralisch etwas bedenklich ;-)

Koechlein1948 11.07.2011, 10:43

Wieso Moralisch bedenklich???Moralisch ist der neue freund in der Pflicht!

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Er kann ! Er wird es auch tuen.Es sei denn du übernimmst die Küche und zahlst ihm das geld aus.

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