Geschäftsführer bei einer GmbH hat einen Schufa Eintrag?

1 Antwort

Die Schufa ist keine staatliche oder irgendwie öffentlich geregelte Institution. Wie genau die ihre Scores berechnen, ist quasi Geschäftsgeheimnis, weiß also niemand so 100% genau. Entsprechend gibt es da auch keine eindeutigen Vorschriften, was sie berücksichtigen dürfen oder müssen und was nicht.

Bei einer gerade frisch gegründeten GmbH geht es bei einer Schufa-Auskunft ja darum, dass potentielle Gläubiger wie Banken oder Lieferanten Anhaltspunkte brauchen, wie kreditwürdig dieses Unternehmen ist, um zu entscheiden, welche Kredithöhe sie ihnen zu welchen Konditionen einräumen wollen. Bilanzen mehrerer Jahre, aus denen man ablesen könnte, wie gut das Unternehmen läuft, gibt es da auch noch nicht. Und letztendlich beschränkt sich die Haftung im Falle eines Zahlungsausfalls ja auf das Stammkapital. Je nach Anzahl der Gläubiger und Höhe der Verbindlichkeiten des Unternehmens insgesamt kann das aber weniger als das sein, was geschuldet wird.

Von daher ist es schon logisch, dass man sich diejenigen, die dort die Entscheidungen treffen, ebenfalls genauer anschaut und überlegt, ob es sich dabei um Personen handelt, die mit Geld umgehen können - oder eben nicht. Und das wiederum macht es irgendwo logisch und naheliegend, dass negative Einträge der Geschäftsführer*innen in so einem Fall durchaus Berücksichtigung finden.

vielen dank für Ihre Aussage, aber bei einem Punkt sehe ich das persönlich etwas anders Bzw. Sagt die Rechtslage das anders. Es gibt bei einer neu gegründete Firma keine Anhaltspunkte wonach sich die Schufa richten kann woher denn auch, aber wie Sie schon sagten, das bleibt wohl ein Betriebsgeheimnis. Nun zum Punkt der Geschäftsführung. Der Geschäftsführer ist nur ein Angestellter der Firma und seine Schulden sind nicht die Schulden der Firma. Ein Beispiel, wenn eine Person in der Schufa ist, dann wird deswegen nicht Der Vater, oder Mutter Oder sonstiges in der Schufa sein, oder deswegen eine schlechte Bonität haben.

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@danny202020

Ein Geschäftsführer ist aber eben die Person, die die Gesellschaft nach innen und außen vertritt, also Entscheidungen - auch und gerade finanzielle - trifft. Somit kann es durchaus sinnvoll sein, sich diese Person genauer anzuschauen, wenn es darum geht, diesem Unternehmen einen Kredit einzuräumen.

Denk einfach mal aus der Sicht der Kreditgeber und stell dir vor, du müsstest entscheiden, ob du dein Geld einem Unternehmen gibst oder nicht. Was würdest du dir da anschauen? Was würde deine Entscheidung beeinflussen?

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@HappyMe1984

Also ich gebe Ihnen da im Allgemeinen recht, Aber was Sie nicht vergessen dürfen wir reden hier von einer GmbH, da ist es halt fest geregelt. Bei einem Einzelunternehmer, Gbr oder ähnliches haben Sie recht, da achten die Banken auf den Geschäftsführer, weil er da auch haftet, aber bei einer GmbH haben die private Schulden keine Rolle zu spielen bei der Bonität einer GmbH. Falls sie jetzt fragen, warum ich diese Fragen gestellt habe, obwohl ich mir ja ziemlich sicher bin, Ich habe nach jemand gesucht der mir die Frage beantworten kann, weil sie selber diese Erfahrung gesammelt hat.

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@danny202020

Okay, noch mal aufgedröselt:

Eine GmbH haftet nur mit dem Stammkapital. Das sind mindestens 25.000 Euro. Dieses Geld ist es, was im Falle des Falles unter den Gläubigern aufgeteilt wird - mehr nicht!

Ein Geschäftsführer in einer GmbH haftet NICHT mit dem Privatvermögen - korrekt. ABER: der Geschäftsführer entscheidet, was im Unternehmen mit dem Geld der Gläubiger gemacht wird.

So. Und jetzt stell dir mal vor, du bist der Gläubiger. Sprich, dieser Geschäftsführer dieser GmbH, die gerade erst anfängt, bittet dich um dein Geld, um damit Dinge in diesem Unternehmen zu tun. Dir kommt zu Ohren, dass dieser Geschäftsführer in der Vergangenheit privat mit seinem eigenen Geld schon mal Mist gebaut und deshalb eine schlechte Bewertung der Schufa bekommen hat.

Würdest du diesem Geschäftsführer jetzt dein Geld geben? In dem Wissen, dass er eventuell noch weitere Schulden aufnimmt, die in Summe die Höhe des Stammkapitals übersteigen? Wäre es dir recht, wenn man dir die Sache mit den schlechten Entscheidungen in der Vergangenheit dieser Person nicht mitteilen würde?

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@HappyMe1984

Bei aller liebe, aber Sie verstehen die Sachlage nicht . Ich habe ja bereits gesagt, Sie haben im allgemeinen Recht, aber es ist und bleibt dennoch eine GmbH. Die Firma ist eine Person und die Geschäftsführung ist eine Person die Schufa, oder die Bonität ist nicht die selbe. Damit Sie das auch an einem Beispiel Verstehen. Nehmen wir an die GmbH hat einen Score von 1000 Punkte was 100% positiv bedeutet, aber der Geschäftsführer ist negativ in der Schufa, hier würde die GmbH ohne weiteres einen Kredit bekommen, obwohl der Geschäftsführer in der Schufa ist. Andersrum würde es nicht funktionieren, dass wenn die GmbH eine sehr schlechte Bonität hat, aber der Geschäftsführer eine sehr gute, da wäre es zu einer Ablehnung gekommen. Anders sieht es bei einem Einzelunternehmer aus, da haftet der Geschäftsführer privat deshalb wird seine Bonität abgefragt, ob die Bank jetzt sieht, das die Geschäftsführerin einen Schufa Eintrag hat, aber die GmbH sonst positiv ist, darf rechtlich gesehen keine Rolle spielen. Ich hoffe Sie haben das verstanden.

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@danny202020

ps. Das mit Haftung des Stammkapitals stimmt auch nicht, die GmbH haftet mit dem Vermögen auf dem Konto, das hat mit dem Stammkapital an sich nichts zutun.

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@danny202020

Und jetzt verweise ich einfach noch mal auf die ersten drei Sätze meiner Antwort.

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