Gesandt Sein, um zu predigen/mission? Sind alle Christen gesandt?

24 Antworten

Nein. Der Apostel Paulus führt den Begriff der Gemeinde-Apostel ein um die gesandten von den anderen Christen zu unterscheiden. Die eigentlichen Apostel wurden von Jesus direkt autorisiert und die Gemeinde-Apostel sind von einer christlichen Gemeinde autorisiert zu reisen um zu predigen und zu missionieren. Die Gemeinde-Apostel gab es zu allen Zeiten. Ein Beispiel aus der Bibel ist der Gemeinde-Apostel Barnabas, der von der Gemeinde in Antiochia gesandt wurde.

Also sind deiner Meinung nach nicht alle Berufen um den Menschen die Botschaft Gottes zu verbreiten?

Wie begründest du dann die Bibelstelle bei der, Jesus seine Jünger auf ihn zukommen und ihm davon berichten das andere in seinem Namen (also als seine Anhänger) Menschen heilen, Wunder tun und da sie es im Namen von Jesus Christus machen, verbreiten sie damit auch die Botschaft. Er sagt dann das seine Jünger sie weitermachen lassen sollen und ja nicht unterbrechen. Wieso? Sie waren doch keine Jünger zu der Zeit oder doch? Sie waren keine Gemeinde-Apostel oder doch?

Sie glaubten an Gott und seinen Sohn Jesus Christus, somit waren sie für und nicht gegen ihn, wer weiß wieviel sie wirklich wussten, aber eines ist sicher, jeder Christ ist berufen.

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Apg 1,8 8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; undihr werdet meine Zeugen sein (Zeugen Jesus Christus), sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Jedem Christen ist es ein Anliegen, Gottes Willen zu beachten und Gott möchte, dass jeder Mensch errettet wird - somit ist ein Christ 24 Stunden am Tag im Einsatz für Seinen Herrn. Unser größter Missionsbereich ist unser Umfeld. Familie, Nachbarn, Kollegen, Schulkameraden, Menschen den wir begegnen, in den Geschäften, auf der Straße, in den Krankenhäusern u.s.w. Da haben wir ganz schön zu tun :-) Ich bin zum Beispiel durch den Wandel einer Christin zum Herrn geführt worden. Sie hat ihr Christsein wirklich gelebt, ohne große Worte...Sie hat mich nicht mit der Bibel erschlagen, sondern Christus in sich wirken lassen. Dadurch wurde sie für mich interessant und es kamen Fragen über Fragen. Dann habe ich selber angefangen regelmäßig in Gottes Wort zu lesen...Heute bin ich ein erlöster Sünder durch den Glauben an Jesus Christus Der Herr hat mein Leben völlig verändert...und dadurch bin ich ein glücklicher Mensch geworden, der sich auf das Kommen des Herrn freut.

Hallo Determined,

eine umfassende Antwort, die auch mit der katholischen Auffassung vollständig übereinstimmt, hat der Zeuge Jehovas kdd1945 gegeben.

Daher meine Antwort als Ergänzung:

Römer 12, 4 Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder denselben Dienst leisten, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören. 6 Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben; 7 hat einer die Gabe des Dienens, dann diene er. Wer zum Lehren berufen ist, der lehre; 8 wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne. Wer gibt, gebe ohne Hintergedanken; wer Vorsteher ist, setze sich eifrig ein; wer Barmherzigkeit übt, der tue es freudig.

Das bedeutet, dass alle zur missionarischen Tätigkeit aufgefordert sind, dass aber die Form, in der das geschieht, unterschiedlich sein kann. Der geweihte Amtsträger wird das als – unter Umständen als professioneller „Missionar“ - anders ausführen als die Laien. Sie sind alle berufen, wie Kardinal Meisner sich beispielsweise im Vorwort zur Pfarrgemeindratssatzung ausgedrückt hat, „den Schatz des Glaubens mit anderen zu teilen, …Menschen teilhaben zu lassen an diesem Glauben, der uns eine Herzenssache ist.“

Das drückt sich auch in der Aufgabe der Pfarrgemeinderäte aus: „“Die wichtigste Aufgabe der neuen Pfarrgemeinderäte ist es…., im Sinne einer missionarischen Pastoral Christus berührbar zu machen.“ Das zeigt sich auch in den inzwischen weitgehend entwickelten Pastoralkonzepten der Pfarreien.

Die Folgerung für den einzelnen Katholiken kann sehr weitgehend sein, kann sich aber auch darauf konzentrieren, in seiner Lebenshaltung als Zeuge für seine Auffassung einfach glaubwürdig zu sein. Dazu muss er aber nicht von Tür zu Tür gehen, sondern er kann die Haltung verkörpern: „Rede nicht ungefragt, aber lebe so, dass man dich fragt.“

Ich rede jetzt mal ungefragt, Nadelwald.
Aber nur, um zu sagen, daß der Schlußsatz meiner Ansicht nach ein wunderbarer Spruch ist, an den sich nicht nur Christen in ihrem Leben halten können (und sollten).

Gruß, earnest

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