Gesamten Jahresurlaub nehmen und dann kündigen. Welche Konsequenzen?

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6 Antworten

Wenn bei der Beendigung Ende Juli das Arbeitsverhältnis mehr als 6 Monate bestanden hat, hast Du ohnehin Anspruch auf den gesamten (mindestens den gesetzlichen) Urlaub.

Das ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit § 5 "Teilurlaub" Abs. 1. und ist übereinstimmende Rechtsmeinung und durchgängig einheitliche Rechtsprechung.

In diesem Fall hast Du dann allerdings keinen Urlaubsanspruch mehr gegen Deinen neuen Arbeitgeber für das Praktikum in diesem Kalenderjahr (selbstverständlich aber anteilig für das nächste Kalenderjahr) - es sei denn, es ist ein höherer Anspruch vereinbart als beim vorherigen Arbeitgeber.

Hat man bis dahin schon mehr Urlaub genommen als einem zusteht, kann der Arbeitgeber normalerweise kein Geld zurückfordern – zumindest dann nicht, wenn es nur um den gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen geht. Bei großzügigeren Urlaubsansprüchen, wie sie in Deutschland üblich sind, können Tarif- oder Arbeitsverträge andere Regeln vorsehen. Wer also beispielsweise die ersten sechs Wochen des Jahres in der Karibik verbringt und ein paar Wochen später kündigt, könnte bei einem entsprechenden Vertrag mit Ausgleichszahlungen behelligt werden.

Quelle: 
http://www.n-tv.de/ratgeber/Was-passiert-mit-dem-Urlaubsanspruch-article14652011.html

Kommt also eventuell auf deinen Tarif- oder Arbeitsvertrag an.

naja, da wirst du evtl. beim alten Arbeitgeber gewisse Tage "nacharbeiten" müssen. Der Urlaubsanspruch ist ja aufs gesamte Jahr, sprich arbeitest du statt 12 nur 6 Monate, so hast du auch nur die Hälfte Anspruch...

Aber eben nur "evtl."!

Denn es kommt entscheidend darauf an, ob das Arbeitsverhältnis bei Beendigung länger als 6 Monate bestanden hat.

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Es kann schon passieren, dass das verrechnet wird. Ich weiß aber nicht, ob da eine ganz allgemeine Regelung gibt.

Es ist ja aber auch so, dass Dir der Urlaub jeweils nur anteilig an Deiner Beschäftigungszeit zusteht. Und die Beschäftigungszeiten überschneiden sich ja nicht.

Ich weiß aber nicht, ob da eine ganz allgemeine Regelung gibt.

Und die gibt es: Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit § 5 "Teilurlaub" Abs. 1.

Besteht das Arbeitsverhältnis bei Beendigung länger als 1/2 Jahr und endet es in der 2. Jahreshälfte, besteht Anspruch auf den gesamten (mindestens den gesetzlichen) Urlaub.

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Grundsätzlich  ist es so,  dass der neue Arbeitgeber  den alten Urlaub  verrechnen  darf. Er muss es aber nicht.

im halbjährigen praktikum hast du, glaube ich, nicht mal urlaubsanspruch

glaube ich

Und das ist ein Irrglaube!

Solch ein rein spekulative Antwort ist doch völlig "witzlos"!!

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