Gerundivum/Gerundium?

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  1. Nach den zu den -nd-Formen gehörenden Satzteilen kommt man wie bei den anderen durch Fragen. Diese Formen haben eigene (nicht vom Prädikat abhängige) Satzteile, die im Deutschen gewöhnlich in einem Nebensatz erscheinen.

  2. Der Lateiner ist wegen der klaren Endungen sehr freizügig mit der Stellung der Wörter im Satz. Das "esse" bei einem Gerundivum erscheint allerdings meist direkt vor oder hinter der -nd-Form. Da es eine Nachzeitigkeit mit sich bringt, ist es auch auch ganz gut so für das Verständnis.
  3. Ein Gerundium hat kein Bezugswort im Sinne der Definition. Es tritt selbst als Subjekt oder Satzteil auf, der auch von anderen Substantiven eingenommen werden kann.
  4. dito
  5. Alle Satzteile stehen im Prinzip, wo sie wollen. Es kommt auf die Fragetechnik an.
  6. Nein.
  7. Frage unklar. Gib ein Beispiel.
  8. Latein kann immer ohne Subjekt auskommen, nie aber ohne Prädikat.
  9. "militibus" ist ein simples Dativobjekt: Geld darf den Soldaten nicht gegeben werden. --  Von Nominativ ist da keine Rede.
    Das Subjekt "pecunia" steht natürlich im Nominativ.

Zu 3) Hier habe ich in der Schule gelernt, dass das Bezugswort eines Gerundiums ein Objekt ist. - ars tibiam canendi - Hierbei bezieht sich das canendi auf das tibiam.

Zu 7) Hier habe ich gelernt, dass das prädikative Gerundivum immer eine passivische Bedeutung hat. Gilt das auch, wenn ein Dativus Auctoris dabei steht?

Über eine Antwort von dir würde ich mich sehr freuen.

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@General001

ad 3) Du musst deine Bezüge anders sortieren.
Zunächst steht "ars" im Nominativ, vermutlich also ein Subjekt oder ggf. ein Prädikatsnomen. Das ist für das Gerundium jedoch völlig unerheblich. Dieses steht dort als Genitivattribut, weil es dies als substantiviertes Wort ja auch kann.
Es hat aber immer noch Eigenschaften des Verbs; daher steuert es das eigene Akkusativobjekt "tibiam".
In Fragetechnik wäre die Übersetzung folgendermaßen:

ars - die Kunst
wessen? canendi - des Spielens
wen oder was? tibiam - die Flöte

frei übersetzt: die Kunst, die Flöte zu spielen, ...

ad 7) Was sollte es beim Dativus auctoris Besonderes geben? Dieser kann jederzeit auftauchen, wenn nötig.
Ein Gerundivum bedeutet immer Nachzeitigkeit im Futur, ob man es denn attributiv oder prädikativ nutzt.
Carthago delenda - das zu zerstörende Karthago (attributiv) = Karthago, das zerstört werden soll
Carthago delenda est - Kathago ist eine zu zerstörende (prädikativ) = Karthago muss zerstört werden
... klassisch als nachzeitiger AcI bei Cato, der alle seine Reden so zu beenden pflegte.

---
Beziehungswörter sind solche, die in GKN ihre bezogenen Wörter steuern, so etwa im PC.

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