Bedeutet gerne geschlagen werden beim Sex, dass ich psychische Probleme habe?

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9 Antworten

Moin.

Generell ist die sexuelle Erregung durch Schmerz oder auch geschlagen werden eine Neigung oder auch ein Fetisch, wie es auch viele andere gibt. Prinzipiell hat jeder Mensch mindestens einen solchen. Und viele davon mögen auf andere Menschen durchaus befremdlich wirken. Meine vermutlich auch, aber das tut hier jetzt nichts zur Sache. Jedenfalls sind Fetische bei einem psychisch gesunden Menschen kein großes Problem.

Anders sieht die Sache aus, wenn bei demjenigen bereits psychische Vorerkrankungen bestehen. Hier ist das Problem immer, dass diese Neigung durch die psychische Erkrankung induziert sein kann oder durch diese gesteigert wird.

Masochismus mit Schlägen und blauen Flecken als mittelfristige Folgen ist nicht so ungewöhnlich als Fetisch. Eine geplatze Lippe hingegen ist schon ein größeres Kaliber, insbesondere weil dieses mit einer Duldung der "Gewalt" gegen das Gesicht als jederzeit sichtbares Körperteil einher geht.

Da Du von einer Bulimie bei Dir schreibst und diese häufig mit Autoaggression (also Neigung zur Selbstverletzung) aber auch mit Minderwertigkeitsgefühlen, auch in der Geschlechtsrolle, als Begleiterkrankungen einhergeht, ist der Verdacht Deiner Mutter auf einen Zusammenhang zwischen beidem gar nicht so weit hergeholt.

Von daher würde ich Dir schon raten, diese Veränderungen in Deinem sexuellen Verhalten zunächst mit einem entsprechend qualifizierten Arzt zu besprechen und sie zunächst einmal möglichst einzuschränken, keinesfalls aber weiter zu steigern.

Denn in dieser Konstellation sehe ich für Dich durchaus die Gefahr, dass Du mittel- bis langfristig die Kontrolle verlierst, was am Ende zu bleibenden, auch körperlichen Schäden führen kann. Und ich vermute mal aus dem Umstand, dass Du diese Frage hier gestellt hast, dass Du es soweit dann doch nicht kommen lassen willst und Dir schon Sorgen um Dich selbst machst.

ASRvw de André

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Inwiefern deine Mutter Recht hat, ist schwer zu sagen. Natürlich hast du dir deine Neigung nicht ausgesucht, deine Bulimie aber hoffentlich auch nicht.

Masochismus ist erst mal eine nicht ungewöhnliche sexuelle Neigung. Trotzdem kann sie - wie fast jede Neigung und jeder Fetisch - durch psychische Probleme hervorgerufen werden. Oft lässt sich das aber gar nicht so genau sagen. Möglicherweise werden auch teils die psychischen Probleme durch die (nicht ausgelebte) Neigung ausgelöst. D.h. erst war die Neigung da, dann das psychische Problem. Was Ursache ist, und was Wirkung, ist nicht immer klar. Geschweige denn, ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt.

Auf jeden Fall solltest du mit deiner Neigung vorsichtig umgehen. Achte darauf, wie du dich während und nach dem Sex fühlst. Und überlege dir für dich, ob es auch einen selbstverletzenden Zweck erfüllt. Im schlimmsten Fall kann es nämlich wirklich sein, dass du dir auf lange Sicht schadest.

Um BDSM gut ausleben zu können, musst du psychisch halbwegs stabil sein. Sonst ist die Gefahr sehr hoch, dass du während dem Sex psychisch abstürzt, weil plötzlich so viele Gefühle auf dich hereinprasseln. Auch bei gesunden Menschen kann das vorkommen.

Ich bin selber devot/masochistisch, aber auch depressiv mit SVV-Vergangenheit. Inwiefern das in einem Zusammenhang steht, weiß ich nicht genau. Ich weiß aber, dass ich meine Neigung wohl nicht wegbekommen werde - schon allein, weil ich es gar nicht will. Ich muss aber leider auch regelmäßig in mich gehen und meine Gefühle analysieren. Ansonsten riskiere ich einen mächtigen psychischen Absturz, der mehrere Tage anhalten kann - das hatte ich nämlich schon mal, und das will ich nicht noch mal haben. Ich schreib dir das, damit du weißt, dass meine Worte kein ahnungsloses Gefasel ist, sondern dass ich auch persönliche Erfahrung mit dem Thema habe.

Zu deiner Mutter: Du verhälst dich auf keinen Fall wie ein wertloses Stück! Und soetwas zu sagen, haltge ich für vollkommen falsch. Du gehst deiner Neigung nach und das ist ganz natürlich und an sich auch gut. Ich würde in einem ruhigen Moment noch mal das Gespräch mit ihr suchen. Ihr sagen, dass du dir diese Neigung nicht ausgesucht hast, und dass dich ihre Worte nachdenklich gemacht haben. Wenn ihr euch Sorgen macht, könnst du in Therapie gehen - wenn du das nicht schon bist. Das wäre schon alleine wegen der Bulimie nicht verkehrt. Ein Therapeut kann dann mit dir gemeinsam herausfinden, ob deine Neigung durch deine psychischen Probleme entstanden ist bzw. wie du mit deiner Neigung am besten umgehst.

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Sowohl das eine, als auch das andere oder beides ist möglich; da schließe ich mich ASRvw und Chichibi an. dich als wertloses Stück zu bezeichnen ist unter aller Kanone und verfehlt wahrscheinlich auch die Intention deiner Mutter.

Wichtig ist auch, sich mit seinem Partner darüber auszutauschen und zwar dann auf einer gleichberechtigten Ebene. Solange das funktioniert und man offen sprechen kann, ist das schon mal gut.

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Das ist überhaupt kein psychisches Problem :) Du stehst einfach auf BDSM ;) Wenn du dich auch mit anderen jungen Leuten darüber austauschen willst schreib mich an oder schau mal in der SMJG (http://smjg.org/) vorbei, da bin ich auch ;)

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BDSM ist eine sexuelle Neigung, wie es hunderte gibt.

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Du bist nicht karnk .... Aber vtl Versuchs doch mal mit schmerzen wo es deiner Mutter nicht auffält WI z.b
Spanking kann man ja belibi fest machen ....

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Also das ist ein Fetisch, mehr sag ich dazu nicht :D

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Es ist kein psychisches Problem

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