Germanische Phalanxen? Historisch korrekt?

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Bei solchen Spielen ist auf genaue historische Richtigkeit einschließlich von Einzelheiten nicht unbedingt zu vertrauen.

Eine Kampfformation von Germanen in einer Phalanx (φάλαγξ; Plural: φάλαγγες = Phalangen) nach griechischem Muster ist geschichtlich nicht richtig.

Bei den Griechen hat es eine tief gestaffelte, geschlossene Schlachtordnung schwerbewaffneter Fußsoldaten (Hopliten) gegeben. In einer Weiterentwicklung im 4. Jahrhundert v. Chr. bei den Makedonien wurden 5 – 6 Meter lange Stoßlanzen eingesetzt.

Die Römer haben auch geschlossene Kampfformationen in Reih und Glied eingesetzt, aber weniger starr als bei den Makedonen.

Die Wälder Germaniens waren eher für Hinterhalte und Überfälle geeignet. Die Germanen haben allerdings nicht ausschließlich in Waldgebieten gelebt und gekämpft.

Die früheste Überlieferung zu geschichtlichen Schlachten mit germanischer Beteiligung stammt von römischen und griechischen Autoren.

Die Kimbern, Teutonen und Ambronen wurden bei ihrem Zug in den Bereich der Römer (113 – 101 v. Chr.) von den Zeitgenossen nicht als Germanen bezeichnet, sie galten als Kelten (keltische Völker hatten sich tatsächlich auch den wandernden Fremden angeschlossen).

Bedeutende gallische Stämme, die Sequaner und Averner haben um 71 v. Chr. den germanischen Heerführer Ariovist zum Kampf gegen gallische Gegner (die Häduer und ihre Bundesgenossen) angeworben. Es kam zu einer Reihe von Kämpfen. In der Schlacht bei Magetobriga (61 v. Chr.) fügte Ariovist einem gallischen Heer eine schwere und verlustreiche Niederlage zu (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico 1, 31, 3 – 12 [Rede des Häduers Diviciacus]; Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico 1, 40, 7 – 9 [Caesar erwähnt in einer Rede vor seinen Centurionen Siege der Helvetier über Germanen und gibt dann an, Ariovist habe den Sieg in der Schlacht bei Magetobriga über durch einen langandauernden Krieg erschöpfte, an einer Gelegenheit zur Schlacht verzweifelte und bereits in Auflösung befindliche Gallier mit einem plötzlichen unerwarteten Angriff erreicht; eine knappe Andeutung auf die Schlacht steht bei Marcus Tullius Cicero, Epistulae ad Atticum [Briefe an Atticus] 1, 19, 3).

Bei den Germanen zur Zeit der römischen Republik und der frühen Kaiserzeit (um diese Zeit geht es in dem Spiel offenbar) hat es schon geschlossene Kampfformationengegeben und in dieser Bedeutung sind in antiken Quellen auch die Ausdrücke Phalanx und Cumeus (lateinisch: cuneus = Keil, keilförmige Schlachtordnung) verwendet worden.

Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico 1, 52
4. relictis pilis comminus gladiis pugnatum est. at Germani celeriter ex consuetudine sua phalange facta impetus gladiorum exceperunt.
5. reperti sunt complures nostri, qui in phalangem insilirent et scuta manibus revellerent et desuper vulnerarent.

„4. Nachdem die Wurfspeere zurückgelassen worden waren, wurde im Handgemenge mit den Schwertern gekämpft. Doch als die Germanen schnell nach ihrer Gewohnheit eine Phalanx gebildet hatten, fingen sie den Anprall der Schwerter auf. 5. Mehrere unserer Leute fanden sich, die auf die Phalanx zusprangen und mit ihren Händen die Schilde wegrissen und von oben her verwundeten.“

Nach Tacitus, Germania 6, 4 wurde bei den Germanen die Schlachtreihe/Schlachtordnung in Keilen gebildet [acies per cuneos componitur]). Die Germanen hatten Speere/Lanzen von 2 – 3 Meter Länge. Eine keilförmige Anordnung der Schlachtreihe ist auch in einem bildlichen Vergleich als „Eberkopf“ bezeichnet worden. Der Cuneus ist wohl nicht sehr spitz gewesen.

Informationen enthält:
Reinhard Wolters, Kampf und Kampfweise. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Von Johannes Hoops. Band 6: Jadwingen - Kleindichtung. 2., völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Herausgegeben von Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer. Berlin ; New York : de Gruyter, 2000, S. 208 – 214

Als Waffengattungen sind Fußsoldaten und Reiter bekannt, besonders charakteristisch für die Germanen sind außerdem aus diesen beiden Gruppen gemischte Einheiten. Die Fußtruppen waren mit Framea (eine bestimmte Art Speer/Lanze, mit einer schmalen und kurzen jedoch scharfen Eisenspitze konnte im Fernkampf geworfen werden, im Nahkampf als Hieb- und Stichwaffe dienen; vgl. zu ihr Heiko Steuer, Framea § 2. Archäologisches: In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Von Johannes Hoops. Band 9: Fidel - Friedlosigkeit. 2., völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Herausgegeben von Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer. Berlin ; New York : de Gruyter, 1995, S. 367 - 369) und Schild bewaffnet. Vereinzelt werden große Stoßlanzen erwähnt (Tacitus, Germania 6, 1; Tacitus, Annales 1, 64, 2; 2, 14,2; 21, 1; Tacitus, Historiae 5, 18,1; Ammianus Marcellinus 17, 12, 2). Leichte Wurfspeere dienten als Distanzwaffen der Eröffnung des Kampfes, ebenso geschleuderte Steine und Bleikugeln, später auch Wurfäxte und Pfeile.

Auch die Reiter kämpften mit Framea, Schild, warfen Speere und schleuderten Steine und andere Geschosse.

S. 210: „Die Germ. stellten sich ihren Gegnern sowohl in formierten Schlachten, wie sie unter Ausnutzung des Geländes Überfälle selbst auf größere Einheiten vortrugen.“

Germ. = Germanen

Die eigentliche Schlacht wurde durch den Fernkampf eröffnet. Die Reiterei und die gemischten Einheiten, die vor der Kampflinie standen und plänkelten (Tacitus, Germania 6, 3) oder durch Angriffe die Aufstellung der Kampfreihe zu beeinflussen versuchten (Plutarch, Marius 26, 1 – 2), hatten dabei eine stärkerer Bedeutung. In der Schlacht selbst stand die Reiterei, wenn sie nicht direkt gegen die gegnerische Reiterei aufgestellt wurde, eingriffsbereit auf einem Flügel bzw. wurde für Umgehungsmanöver versteckt im Hintergrund gehalten.

S. 211- 212: „Der Nah-K. selbst wurde von den Germ. in fester Formation geführt, die in den Qu. als Phalanx oder cuneus ([…];→ Fylking) bezeichnet wird. Die – nicht zwingend spitze – Anordnung als cuneus war auch die bei anderen Völkern bekannte Angriffsformation für den schnellen Vorstoß. Die fast regelmäßige Verwendung des Begriffs im Pl. zeigt, daß es sich jeweils um mehrere Keile handelte. Für die → Sweben Ariovists werden Einheiten zu je 300 Mann angegeben (Cass. Dio 38, 49, 6), das 5x5 km große von den Kimbern gebildete Quadrat kann sich ebenfalls auf das Gesamtheer beziehen (Plut. Mar. 25, 6 ff.).

Der Nah.K. erfolgte auf voller Breite und hatte den Durchbruch durch die feindlichen Reihen zum Ziel. Einzelne Flügel konnten dabei bes. verstärkt werden. Da Umgruppierungen im Laufe des K.es kaum möglich waren, kam der Wucht des Aufpralls beim ersten Angriff entscheidende Bedeutung zu. Gekämpft wurde mit dem Schwert, wobei die Schilde in der geschlossenen Formation auch gegenseitigen Schutz boten (Caes. Gall. 1, 52, 4 f.).“

Nah-K. = Nahkampf
Pl. = Plural
Cass. Dio = Cassius Dio
Plut. Mar. = Plutarch. Marius
K.es = Kampfes
Caes. Gall. = Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico

Caesar berichtet für die Sweben Ariovists den Übergang in eine schützende ‚Schildkrötenformation’ mit nach außen dicht geschlossenen Schilden (Gaius Iulius Caesar, Commentarii de Bello Gallico 1, 52, 4 – 5; Florus 1, 45, 13; Cassius Dio 38, 49, 6; Orosius 6, 7, 8 – 9; vgl. ebenso Tacitus, Annales 2, 11, 2). Besonders für ihre militärische Schulung hervorgehoben werden die Chatten, die gelernt hätten, Reih und Glied zu achten, Angriffe zu verschieben und für die Nacht zu schanzen. Bei ihnen seien entsprechend die Anführer wichtiger als das Heer und sie zögen eher in den Krieg als in den Kampf (Tacitus, Germania 30, 2 – 3).

Die genannten Fähigkeiten und die beidseitige Schulung unter römischen Einflüssen werden für den Kampf des Arminius gegen Marbod hervorgehoben. Ihre Truppen folgten den Feldzeichen, bildeten Reserven und kämpften nicht in getrennten Heerhaufen, sondern gehorchten den Befehlen eins Feldherrn (Tacitus, Annales 2, 45, 2; zum geübten Heer des Marbod vgl. auch Velleius Paterculus 2, 109, 2).

Heinrich Beck, Fylking. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Von Johannes Hoops. Band 10: Friesen, Otto von - Gelübde. 2., völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Herausgegeben von Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer. Berlin ; New York : de Gruyter, 1995, S. 291 – 293 gibt an:

Als Bezeichnung für einer Heeresabteilung gewinnt Fylkimg im Altnordischen terminologische Bedeutung (dazu fylkja ‚eine Schlachtordnung aufstellen’; in poetischer Sprache ist fylkir ein Heerführer, der Anführer einer Heeresschar). Während das allgemeine Formieren des Heeres zum Kampf im Altnordischen mit fylkja bezeichnet wird, benennen die Termini svínfylkja und fylkja hamalt die besondere Kampfformation. Die Schlachtreihe, fylking genannt, konnte mit einem vorstehenden Keil bewehrt sein. Dieser Keil wird rani genannt, rannin á fylking. Die seitlichen Phalangen, die armar, schlossen sich an das Mittel- und Zentralstück der Schlachtreihe, das brjóst. Möglicherweise hatte dieses schlagkräftige Stück des fylking, in dem sich das enge Gefolge des Königs und die Tapfersten des Heeres befanden, bereist eine vorgeschobene Position. Auch dieser Mittelteil konnte die Eberspitez tragen.

Die Termini svínfylkja und svínfylking bezeichnen die Eberkeilordnung. Aus Gründen der Etymologie von hamalt (zu hamall ‚vestümmelt’) ist man geneigt, in der Benennung der Keilordnung mit hamalt eine spätere Übertagung anzunehmen. Umso deutlicher ist die svínfylking als eine Schlachtordnung zu verstehen, die auch bildlich (der mit gewaltiger Kraft gegen seine Gegner anrennende Eber) dem Tiersignum zuzuordnen ist. In den gleichen Bereich gehört die Bezeichnung des Eberkeils mit rani = Eberrüssel.

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Lenkt der Terminus svínfylking den Blick auf eine dicht gestaffelte, in die Tiefe keilfömig wachsende Heeresordnung, so ist mit rani insbesondere die Spitze dieses Keils bezeichnet. In gleicher Weise hebt das caput porci der antiken Autoren diesen Teil des Keiels hervor.

Schon in der Antike waren bei den Latinern, Galliern, Karthagern, Hispaniern und Römern die taktischen Formationen der keilförmigen Schlachtordnung bekannt, die in römischer Militärsprache cuneus hieß. Mit diesem Terminus cuneus belegen dann die ersten antiken Autoren, die über die Kämpfe mit den Germanen berichten, die typisch germanische Schlachtordnung.

Erst im 4. Jahrhundert definieren römische Autoren cuneus mit caput porci oder caput porcinum.

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@Albrecht

Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Ich haben ihn mit Interesse gelesen.

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Das ist Quatsch und das Spiel ist auch in anderen Belangen nicht allzu historisch korrekt...man schaue sich die germanischen Berserker, die brennenden Schweine der Römer oder die spartanische Phalanx an. Probier mal Mods aus wie Roma Surrectum 2 oder Rome Total Realism ;)

Kriegsspiele haben viel mit Überraschungseffekten zu tun; und dabei gleichen sich die "Feinheiten" aus der Römerzeit und der Schliff von Napoleon. Spielereien dieser Art haben ausdrücklich den Stempel freier zusätzlicher Entscheidung. Diese Zutaten würzen das Geschehen - und manchmal ist das Szenario verdammt echt. Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass das Kriegshandwerk sehr alt ist, dass alles schon mal da war, dass es als reizvoll gilt und zeitaffin. Schüler, Jugendliche, Männer und Senioren sind "versteckte Fans". Ein diesbezüglicher Blick in die USA belegt dies. Auftrag an die Erzieher = Nicht(s) verbieten, Wörte mit c u m hineingeben: Kommunikation, Kooperation, Konzeption. Also miteinander schwätzen! Gewisse Auswüchse aushalten lernen und souverän meistern. Das Wort "Quatsch" situationsgerecht gebrauchen können. --- Ich habe Anfrage etwas anders beantwortet, war so gewollt.

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