Geringer Fettanteil= hohe Kraft?

3 Antworten

Hallo! Nehmen Kraftsportler beim Training stark zu und erhöhen so ihren KFA so ist immer auch etwas Muskelmasse dabei - sie werden also stärker

Bei Deiner Frage geht es um die Qualität der Muskeln und genau auf diese bin ich als Gewichtheber angewiesen.

Wir müssen Kraft als die Fähigkeit nehmen Lasten zu bewegen und das kann man nicht nur an der Quantität der Muskeln festmachen sondern auch die Qualität ist wichtig.

Arbeite bei der Antwort mal mit einem Beispiel - nehme mich.

Zusammenfassung vorweg : Der Bodybuilder will große und definierte Muskeln haben - die Optik steht im Vordergrund. Quantität.

Mir ist es weniger wichtig wie meine Muskel aussehen, meinen Oberarm messe ich nicht einmal - ich weiß nicht wie dick der ist. Mich interessiert nur wie viel ich mit meinen Muskeln bewegen kann - sie sind Mittel zum Zweck. Qualität.

Ich komme vom Gewichtheben, viele Jahre Bundesliga, nationale Meisterschaften. Bedingt natürlich ein hartes Training aber immer mit der Prämisse dass die Dynamik vorrangig ist und die Technik stimmen muss. Kraft wichtiger als Masse.

 Intramuskuläres Koordinationstraining - und das ist der Punkt - kann man im Prinzip bei jeder Übung machen aber man sollte schon aufpassen. Gerade bei komplexen Übungen wird da die Technik wichtig sonst wird es gefährlich.

Es ist natürlich ein Training das z. B. einem Gewichtheber vertraut ist. Aber nicht unbedingt etwas für Anfänger. Schon weil dabei die koordinativen Anforderungen extrem hoch sind. Es braucht ein erhebliches Maß an Bewegungsbeherrschung, über die meist nur Trainings erfahrene verfügen können.

Und es wird mit sehr hohen Gewichten gearbeitet, bei denen mit falscher Ausführung immer auch ein gewisses Risiko verbunden ist. Habe ich 180 kg über dem Kopf und beherrsche sie nicht ist das lebensgefährlich.

Das Ziel des Intramuskulären Koordinationstrainings ist eine Steigerung der Kraft, man arbeitet mit ca 3 Wiederholungen Das ganze funktioniert anaerob - eigentlich braucht man da keinen Sauerstoff. Die Belastung ist extrem -  man trainiert mit einem Gewicht, das über 90 % der maximal möglichen Kraft in Anspruch nimmt.Kraftsteigerung ist das Ziel des Intramuskulären Koordinationstrainings. 

Was passiert : 

1.  Der Körper wird so gezwungen, Signale an die Muskelzellen schneller und organisierter übermitteln was als Resultat eine Temposteigerung bedeutet. 

2. Durch die extreme Belastung lernt der Körper, mehr Muskelzellen innerhalb des trainierten Muskels anzusprechen, was im Resultat eine Krafterhöhung bedeutet. 

Natürlich sollte man auch im normalen Bereich Hypertrophie - ca 10 Wiederholungen - Übungen machen

Ich hoffe ich war eine Hilfe - viel Erfolg

Nein - das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich sehe immer wieder "Typen" die sehr viel Muskelmasse haben bzw. eher nur durch falsche Verwendung von tierischem Eiweiß aufgeschwemmt sind
und sowas von gar keine Kraft haben bzw. damit eher lächerlich rüberkommen.

Meiner Meinung nach ist der Trainingszustand bzw. auch Bewußtseinszustand
da ein Thema warum Menschen unterschiedlich stark sind,
denn wenn jemand seine Muskelmasse nicht nutzt oder zu nutzen weiß
hat er eben keine Kraft - egal wieviele Muskeln er draufgepackt hat...
Das ist eben wie mit einem Ferrari fahren - aber eben nur Tempo 30,
weil man schneller noch nicht damit fahren kann oder weiß wie ...

Dann kann es umgekehrt eben auch schon vorkommen dass eine Mutter ein
Auto hebt unter dem ihr Kind liegt, weil Sie in dem Moment einfach unbewusst mehr als ein paar Prozent ihrer Muskelmasse nutzen kann.

Durch Mentaltraining allerdings ist sowas für jeden schaffbar - im Spitzensport wird's ja auch so gemacht und ja, selbst Arnold Schwarzenegger arbeitete mit Mentaltraining an seiner Kraft !

Danke für die Antwort! Wie sieht denn so ein Mentaltraining aus?

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@IIIIIIIIIIIIIIE

Im Prinzip (Einfach erklärt) geht es dabei darum, dass Du:

Deinen Focus nicht verlierst - sprich Dich nicht ablenken lässt :
Das kann man trainieren (und wird auch trainiert) indem man den Ablauf entweder im Kopf solange durchgeht und für jede mögliche Situation die einem einfällt an einer "Gegenmaßnahme" arbeitet. (Freie Kletterer machen das zum Beispiel so)
Die andere Methode die häufiger mit einem Coach angewendet wird ist,
dass dieser versucht Dich aus dem Konzept zu bringen und dann Deine entsprechende Reaktion darauf für das folgende Training hergenommen wird !
Im Radsport/Tour de France wird das so gemacht, aber auch bei den Wintersportarten.
(Kenne da selbst den Mentaltrainer des Österr. Schispringer-Teams)

Auch Meditieren und aktives Vorstellen wird verwendet:
Man stellt sich vor zu trainieren und bei jedem "Problem" versucht man dieses zuerst im Kopf zu lösen. Beispiel bei einem Bodybuilder wie Arnold Schwarenegger, der sich vor dem Mister Universum vorstellte wie er den Bewerb gewonnen hatte. Hat genauso dann funktioniert !
Das funktioniert auch bei Sportarten wie Golf, Schispringen u.s.w,
da wenn man irgendwas x mal im Kopf durchgegangen ist
der Körper im Prinzip nicht zwischen Real und Vorstellung/Phantasie unterscheiden kann. Genau das nutzt das Mentaltraining als "Potential".

Außerdem erleichtert es ein Training, wenn man weiß dass in Real ein Skispringer nicht jedesmal die Schanze runter muß nur trotzdem keine Angst mehr hat weil er alle Kombinationen im Kopf bereits durchdacht hat ...

Ein interessanter "Typ" ist zum Beispiel der Kletterer, der den El Capitan im Freiklettern bezwungen hat.
Da hilft Dir Kraft alleine gar nix - sagt er sogar selbst:
https://www.zeit.de/sport/2017-06/yosemite-nationalpark-el-capitan-free-solo-rekord-alex-honnold

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Geringer Fettanteil= hohe Kraft?

nein. dann wären alle biafrakinder bärenstark.

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