Geringe Empathie?

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4 Antworten

Aufgrund meiner Empfindungen verliere ich immer mehr die Lust, mich mit Menschen zu unterhalten.

Ich bin jetzt schon ziemlich isoliert.

Ich merke aber auch, dass mich andere Menschen nur bis zu einem gewissen Grad interessieren, danach verliere ich das Interesse an ihnen. Es langweilt mich einfach.

Allerdings bin ich schwer erkrankt und somit auf wohlwollende Mitmenschen angewiesen. Ich weiß nicht, wie ich das lösen soll.

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Ich kann mich in andere Menschen hineinversetzen, jedoch reagiere ich dann nicht angemessen auf deren Gefühle.

Ist bei mir genau dasselbe.
Die Gründe für dieses Verhalten, welches Unbeteiligte oft Eis-Gefühlskälte nennen, sind mir bekannt und liegen in meiner Kindheit. Ich tue aber nichts dagegen, weil ich gut zurecht komme.

Lies Dir mal ein paar Sachen zum Asperger-Syndrom durch. Erkennst Du Dich da wieder?

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Kommentar von lutiaki
02.03.2017, 15:53

Ich kann mir so ein Verhalten nicht erlauben, weil ich chronisch krank bin und damit auf Hilfe angewiesen bin.

Parallelen zum Asperger-Syndrom habe ich auf jeden Fall, es erklärt aber nicht alles. Bei Asperger-Autisten passieren die Fehler passieren doch eher aus Unwissenheit.

Bei mir hingegen ist es so, dass ich im Grunde schon vorher weiß, dass mein Verhalten nicht gut sein könnte, es aber trotzdem mache und hinterher oftmals unzufrieden mit der Reaktion meines Umfeldes bin.

Anscheinend denke ich mir in dem Moment, dass die anderen vielleicht doch anders reagieren. Ich selbst reagiere auf sehr viele soziale Dinge anders, deshalb begehe ich immer wieder ähnliche Fehler.

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Kommentar von lutiaki
02.03.2017, 15:59

Also sind es bei dir erlernte Gründe? Hast du dadurch soziale Probleme bekommen?

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Der Unterschied zwischen was? 
Und ändern kannst du es wohl eher nicht, kannst es aber vielleicht mit Therapie oder so versuchen. Weiß aber nicht ob sowas hilft. 
Und ob es angeboren oder erlernt ist können dir nur Menschen sagen die es miterlebt haben wie du dich verändert hast.

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Kommentar von lutiaki
02.03.2017, 15:46

Der Unterschied zu echter Gefühlskälte.

Ich habe ja häufig Schuldgefühle. Man könnte mich als einen Menschen beschreiben, der gerne austeilt, aber schwer einstecken kann.

Obwohl mir das bewusst ist, kann ich es nicht ändern.

Ich weiß noch nichtmal, ob meine Schuldgefühle echt sind, oder ob ich mir diese nur einrede, um gesellschaftlich besser zu funktionieren.

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Die Frage ist, was ist angemessen ? Die Gesellschaft, um es möglichst simpel auszudrücken - erwartet meist Mitleid, Mitgefühl, ein ernstes Gesicht, und Betroffenheit. Ich kann mich sehr gut in andere hineinversetzten, ignoriere aber ebenso deren Mitleidsgetue- weil niemand was davon hat. Es wird dem einzelnen nicht schaden, wenn nicht jeder einen auf Ernst und betroffen macht. Vielleicht rüttelt es ja ihr Weltbild etwas auf, und macht ihnen klar, dass man auch über ungutes lachen kann. Und von deiner Perspektive, warum solltest du dir die Probleme anderer zu herzen nehmen, wenn sie dich schlichtweg nicht interessieren ? Du könntest dich auch mit schönen Dingen beschäftigen . Wer sind die anderen denn ,dass sie darüber bestimmen was du über sie oder andere zu denken hast? Das ist dein Ding. Solange du niemandem Schaden willst, und ein Gespür dafür besitzt, was zu weit geht - passt das schon. Lass dich nicht anmachen, bist kein schlechter Mensch, nur weil du dir nicht alles schlechte reinziehen willst.

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Kommentar von lutiaki
02.03.2017, 15:58

Es geht nicht darum, dass ich andere zu wenig bemitleide, sondern eher, dass ich für mich selbst zuviel Mitleid einfordere.

Es ist mir zwar bewusst, dennoch kann ich nicht verstehen, warum andere das nervt, weil es mich selber bei anderen auch nicht stört.

Wenn mich etwas nicht stört, verstehe ich nicht, warum es andere stört.

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