Gerichtsvollzieher werden - wie?

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3 Antworten

Gerichtsvollzieher wird man - zumindest in Berlin - indem man eine Ausbildung für den mittleren Justizdienst (oder als Justizfachangestellter ) macht und nach entsprechender Bewährung sich für einen Aufstieg - d.h. weitere Ausbildung zum Gerichtsvollzieher - bewirbt.

Wenn man es geschafft hat, bezieht man weiterhin seine Bezüge, arbeitet aber sozusagen selbständig, führt Aufträge verschiedener Behörden oder auch Privatpersonen aus und kann dafür Gebühren geltend machen. Man ist einem Gericht zugeteilt, hat aber i.A. ein Arbeitszimmer zu Hause.

 Allgemein gesagt ist man dafür zuständig, zu versuchen, Geld von Leuten zu bekommen, die es nicht freiwillig zahlen wollen oder können. Der GV muss prüfen, ob etwas zu pfänden ist, also am liebsten Guthaben oder Einkünfte, notfalls auch Gegenstände, aber da eigentlich nur "Luxussachen". Ist gar nichts zu holen, ist der GV zuständig für die sogenannte "eidesstattliche Versicherung" des Schuldners (früher Offenbarungseid).

Außerdem bei Zwangsräumungen und wenn Gas, Strom oder Wasser abgestellt werden (wegen Nichtzahlung). Ob einem das Spaß macht, ist natürlich sehr unterschiedlich, manche genießen die freie Zeiteinteilung, d.h. aber auch, dass man oft abends oder am Wochenende ran muss und auch verbale und tätliche Angriffe sind keine Seltenheit...

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Kommentar von KyloRen2112
05.09.2016, 15:44

Kann man auch einfach nur im Gericht arbeiten oder ist es Pflicht Zuhause zu arbeiten.😕😕😕😕😕

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Eine Ausbildung zum Justizangestellten deines Bundeslandes machen. Nach einer Zusatzausbildung/Weiterbildung kannst du dir im Amtsgericht die Aufträge abholen. Es gibt Beamte, Angestellte und selbstständige Gerichtsvollzieher, je nach Bundesland.

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Uuuh, das ist der absolut unbeliebteste Beruf den es gibt...

Im Prinzip musst du eine Ausbildung machen, zu der du aber nur zugelassen wirst, wenn du schon eine Ausbildung in einem juristischen oder kaufmaennischen bEruf + mehrere J. berufserfahrung hast.

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