Gerichtsverfahren, George Floyd?

Das Ergebnis basiert auf 74 Abstimmungen

25+ Jahre Gefängnis. 38%
Keine Strafe, der ist nicht schuldig. 31%
15 Jahre Gefängnis. 9%
20 Jahre Gefängnis. 8%
Weniger als 10 Jahre Gefängnis. 7%
Todesstrafe. 5%
10 Jahre Gefängnis. 1%

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
25+ Jahre Gefängnis.

Es war meiner Ansicht nach „second degree murder“, das entspricht in unserem Strafrecht eher einem Totschlag als einem Mord. Dagegen ist er auch angeklagt.

Ich denke Chauvin kann mit 20-25 Jahren rechnen.

Nach geltendem Recht müsste der Freigesprochen werden.

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@kakamuss

Warum genau? Chauvin hat 9 Minuten auf Floyds Hals gekniet, sogar als der ohnehin körperlich angeschlagene und kranke Mann sich nicht mehr zur Wehr gesetzt hat und gesagt hat dass er er keine Luft bekommt.

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@kakamuss

Nach geltendem Recht wurde er angeklagt. Wäre das Recht nicht auf der Seite der Anklage, wäre die gar nicht zugelassen worden, schon gar nicht in den USA. Da wird eine Anklage nur zugelassen, wenn es Beweise gibt. Wegen einem Verdacht alleine geht das nicht.

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@NeuerNutzer99

Diese Methoden sind normal in den USA und werden Routinemässig angewendet wenn das subjekt Wiederstand gegen die Staatsgewalt leistet. Hätte Floyd sich ans Gesetz gehalten....

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@kakamuss

Floyd war schwerstkrank, soweit ich weiß grenzwertig körperlich behindert. Er hatte seit Jahren einen kaputten Rücken und musste starke Medikamente einnehmen, war auch zur Tatzeit auf diesem Zeug. Von dem Typen ging trotz seiner kriminellen Vorgeschichte keine wirkliche Gefahr aus.

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@kakamuss

Unsinn, wie fast immer. Floyd war bereits überwältigt und konnte gar keinen Widerstand mehr leisten.

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@belial1972

Du wirst bei einer üblichen Polizeikontrolle in Handschellen gelegt. Läufst du weg oder wehrst du dich, begehst du eine Straftat und verbringst je nach stärke es Widerstandes ein paar Stunden bis zu 3 Wochen (selten mehr) in Haft. Ein Hand wegziehen, reicht dabei schon. Sowas ist dort, weil gängig jedem bekannt. Er hat also massiv dagegen verstossen. Auch die Art wie sie auf ihm sind, ist dort vollkommen üblich, eben um der Gefahr, das jeder Amerikaner eine Waffe besitzen kann oder einer Flucht zuvor zu kommen. Wehrst du dich also, weil du nein sagst, deine Hand weg ziehst oder einfach auf stur stellst. Begehst du eine Straftat und verwirkst in dem Moment deine Rechte unangetastet zu bleiben. Täter schreien dabei sehr gerne rum aua aua ich sterbe, kriege keine luft. Polizisten die dort schon mehrere Jahre im Dienst sind, ignorieren das aus routine, auch wenn das nicht gaaanz ok ist.

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@kakamuss

Nur dass dieses Opfer wirklich keine Luft bekommen hat und erstickt ist. Und der Polizist ist noch minutenlang auf dem Hals eines Toten gekniet, hat er sich dann auch noch gewehrt, als er schon tot war? Nach deiner Ansicht? Die Sanis mußten ihn von der Leiche runterziehen.

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@kakamuss

Die Jury hat es gesehen und den Täter, bzw. Töter schuldig gesprochen. Ende der Geschichte. Dein weiters Geschwätz kannst du bei dir behalten.

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25+ Jahre Gefängnis.

Lebenslang wäre angemessen, außerdem wird die Todesstrafe in immer mehr Bundesstaaten abgeschafft.

Ich sehe es ja eher so, dass die USA Vorreiter in Sachen "Black Lives Matter" sein wollen, daher ist es unwahrscheinlich, dass er eine milde Strafe bekommen würde.

Der maximale Strafrahmen liegt aber bei ihm in den USA bei lediglich 40 Jahren.

Ne echt Schande, und das bei Mordabsicht. Lediglich weil er Polizist ist, wurde es standardmäßig und generell für ihn abgeschwächt auf Totschlag bzw. fahrlässige Tötung.

Willst du ungestraft morden in den USA, dann werde Polizist, denn die "Strafen" sind lächerlich milde, wenn es keine Video-Beweise gibt.

Ich denke die Mafia hat die Polizei schon systematisch infiltriert, um so ihre Konkurrenz problemlos auszuschalten. Oder die Mafia benutzt die Polizisten für ihre Zwecke:

  • Mafia ruft die Polizei zu einem schwarzen Konkurrenten,wegen eines angeblichen Delikts,
  • die Polizisten werden den Schwarzen mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit umbringen,
  • Und die Mafia ist sauber raus, ohne sich selbst die Finger schmutzig gemacht haben zu müssen.
  • Das perfekte Verbrechen gibt es also doch. Aber nur in den USA.

Ganz ehrlich: Als Mafia-Boss hätte ich die Polizei so zu meinen ständigen Komplizen gemacht, und Keiner könnte mir das Handwerk legen, da ich ja nichts Illegales gemacht habe.

20 Jahre Gefängnis.

Derek Chauvin verfügte innerhalb eines rassistischen Sicherheitsapparats, der den Angehörigen Immunität gewährt, nahezu über eine Lizenz zum Töten von Menschen nicht heller Hautfarbe.

Die Reaktion nicht nur von „Black Lives Matter“ auf den Schuldspruch ist nachvollziehbar. Aber – auch wenn mir der Gedanke schwer fällt – der institutionalisierte Rassenhass im Polizeiapparat mindert die Schuld von Derek Chauvin. Er hat das getan, was in unzähligen Fällen ungestraft geschehen ist. Ein Video machte den Unterschied.

Trotz der fürchterlichen Grausamkeit der Tat meine ich, dass er „nur“ wegen Totschlags verurteilt werden sollte.

Erschreckend finde ich, wie viele User Derek Chauvin für unschuldig halten!

  1. Todesstrafe lehne ich kategorisch ab, weil irreversibel, somit kann man dann auch Justizirrtümer nicht mehr rückgängig machen und ich möchte niemandem Zumuten die Familie von irgendwem darüber unterrichten zu müssen, dass man ihren Angehörigen leider mal eben irrtümlich hingerichtet hat.
  2. Der Mann ist offensichtlich schuldig, er hat Floyd evidentermaßen umgebracht, was er nicht hätte tun dürfen.
  3. Nachdem, wie ich die Sache bisher beurteilen kann, wird man dem Mann schwerlich eine direkte Mordabsicht nachweisen können, folglich wird man um bei der Terminologie zu bleiben am Ende bei irgendwas zwischen fahrlässiger Tötung (davon allerdings dann ein schwerwiegenderer Fall) und Totschlag herauskommen.

Dafür halte ich persönlich 10-15 Jahre für angemessen.

Wohl bemerkt:

10-15 Jahre, die dann auch tatsächlich abzusitzen wären ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassungen aus der Haft.

Ich bin nicht im Bilde über die Bedingungen der vorzeitigen Haftentlassung in den Vereinigten Staaten, bzw. den einzigen Bundesstaaten, insofern bitte ich meine Auswahl so zu verstehen, dass 10-15 Jahre, wenn es nach mir geht nicht der Urteilsspruch selbst sein sollte, sondern dass ich einen Urteilsspruch dafür sehen wollte, der auf eine Möglichkeit der Entalssung aus der Haft nach einer Zeit von frühersten 10-15 Jahren bei guter Führung hinausläuft.

Heißt, wenn es nötig ist, dass er qua Urteilsspruch 20 Jahre bekommt, damit er 10 oder 15 Jahre tatsächlich sicher einsitzt, würde ich das beführworten.

Bei -bis-Urteilen ist immer der untere Wert der Zeitpunkt der frühesten Entlassung auf Bewährung.

Er wurde nicht wegen Mord angeklagt. Der Begriff "Murder" hat in den USA nicht dieselbe Bedeutung wie bei uns.

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@Bitterkraut
Bei -bis-Urteilen ist immer der untere Wert der Zeitpunkt der frühesten Entlassung auf Bewährung.

Da bedanke ich mich, wieder was gelernt.

Er wurde nicht wegen Mord angeklagt.

Das wäre in diesem Fall wohl auch schwer gefallen. Weil was so unter "Mordmerkmale" fällt, bei einer zufälligen Begegnung mit einer unbekannten Person in der Regel eher nicht infrage kommt, es sei denn besondere Grausamkeit/Mordlust, wenn es sowas in den Vereinigten Staaten gibt.

Aber auch das eher unwahrscheinlich, wie auch die Mordabsicht überhaupt.

Allerdings, auch wenn das meine leihenhafte Meinung ist, würde ich die Klamotte schon eher "Totschlag" als "Fahrlässige Tötung" nennen, einfach weil Floyd mehrfach vernehmlich sagte, dass er Schwierigkeiten mit dem atmen hat und dass eigentlich dazu hätte veranlassen müssen, die Fixierung zu überprüfen oder ihn andarweitig zu fixieren. Das wäre 4 bewaffneten Polizisten vor Ort gegenüber einem unbewaffneten, am Boden liegenden Mann gegenüber auch sicher nicht schwer gefallen.

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@verreisterNutzer

Ganz genau, Murder second und third degree entspricht etwa Totschlag und Fahrlässiger Tötung nach unserer Definition. Wobei die Amerikaner die Begriffe noch etwas anders und umständlicher definieren, aber eine Verurteilung wegen Mord kommt nicht in Frage.

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@verreisterNutzer

Dazu muß ich noch sagen, dass die Rechtsprechung in jedem Bundesstaat anders ist. Möglicherweise bezieht sich meine Info nur auf einen, oder auf einige, aber nicht auf alle Bundesstaaten.

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Auf den Punkt. In jedem Hinblick einverstanden. Ich kann mir eine Antwort auf die Frage sparen, indem ich hiermit sage: das, was du sagst.

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25+ Jahre Gefängnis.

Die Meisten, auch ich, sehen es eindeutig als Mord. Auch die Beweise belegen es. Er kam eindeutig durch Sauerstoffmangel ums Leben. Das Vorgehen des Polizisten wurde auch durch den Polizeichef eindeutig scharf verurteilt. Auch hat er ihm keine medizinische Hilfe zuteil werden lassen, was eindeutig in der Polizeiausbildung vermittelt wird und selbstverständlich sein sollte. Die Tatsache, daß er Polizist ist, rechtfertigt in keinsterlei weise seine Vorgehensweise und zeigt, daß er seinen Beruf verfehlt hat. Indem er selbst auf " Nichtschuldig" plädiert, zeigt er daß er selbst kein Gewissen hat. Frage einen Mörder, ob er schuldig ist, er wìrd in den meisten Fällen mit Nein antworten.

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