Gerichtsurteil großer Unterschied ob geständig und im Affekt gehandelt?

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1 Antwort

Ein Geständnis wird durch ein Gericht immer strafmildernd berücksichtigt, wobei es natürlich keine Berechnungsformeln für einen Strafrabatt gibt. Je nach Zeitpunkt im Verfahren kann das Geständnis aber mehr oder weniger wert sein und führt damit zu unterschiedlich starker Berücksichtigung. Insbesondere wenn die Beweisaufnahme durch ein Geständnis deutlich verkürzt oder einem Opfer eine Aussage erspart werden kann, steigt der Wert des Geständnisses massiv.

Das Begehen einer Straftat nach Provokation (so verstehe ich deine Formulierung "im Affekt") wird als entlastender Umstand strafmildernd berücksichtigt. Aber auch hier ist keine exakte Berechnung möglich.

Grundsätzlich kann daher bei schweren Delikten und hohem Wert des Geständnisses eine Haftstrafe ein Jahr milder ausfallen als ohne Geständnis. Das wäre beispielsweise bei einem schweren Sexualdelikt denkbar, wenn der Täter schon im Ermittlungsverfahren oder zu Beginn der Hauptverhandlung die Tat vollständig einräumt.

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