Gerichts- Anwalts- Schadensersatzkosten - HILFE wie soll ich das bezahlen?

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9 Antworten

Wenn ich Deine Antworten hier richtig verstanden habe, dann läuft das Verfahren noch?

In diesem Fall wäre es zunächst sinnvoll, sich auf einen Vergleich mit dem Kläger einzulassen. Hier kannst Du darauf hoffen, dass Du nicht den vollen Betrag zahlen musst. Als Argumente für einen Vergleich kannst Du anführen:

  • Es gibt immer ein gewisses Prozessrisiko. Dass der Kläger gewinnt steht also nicht zu 100 % fest. Durch einen Vergleich mit einem geringeren Betrag hätte er diesen zumindest sicher.
  • Den vollen Betrag von 3000€ kannst Du Dir nicht leisten. Auch eine Ratenzahlung von 6x500€ wäre wohl nur sehr schwer für Dich aufzubringen. Du müsstest wahrscheinlich sogar Privatinsolvenz anmelden, dann ginge der Gläubiger leer aus.

Selbst wenn er sich auf keinen Vergleich einlässt, der die Klageforderung reduziert, dann könnte man im Vergleich immerhin eine Ratenzahlung festhalten, die Du stemmen könntest, also z.B. 100€ im Monat.

Wenn dies scheitert wäre es absolut sinnvoll, den Anspruch anzuerkennen. Dadurch reduzieren sich die Gerichtsgebühren. Das macht im Ergebnis zwar keinen wesentlichen Unterschied, da die Anwaltskosten unverändert bleiben, aber jedes bißchen hilft ;) Für das Anerkenntnis ist keine Zustimmung des Klägers erforderlich.

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Kommentar von Namaska
28.07.2016, 10:50

Der Vergleich ist im Moment im Gespräch zwischen den Anwälten. Ursprünglich wurden 25.000€ gefordert, was eine maßlos übertriebene Summe ist. 

Sollte es trotz Vergleich zu einer Klage kommen, fahre ich also immer noch besser vor Gericht ein niedrigeres Schmerzensgeld auszuhandeln, als die 25.000 € anzuerkennen.

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Du wurdest verklagt .... und hast den Zivilprozeß verloren und musst nun die eingeklagte Summe sammt Deinem und dem gegenerischen Anwalt zahlen ... wenn Du das nicht auf einmal kannst, wirst Du um Ratenzahlung bitten müssen .. ansonsten wird irgenwann der Gerrichtsvollzieher vor Deiner Tür stehen ...

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Wir kennen deine Bonität nicht und können nicht beurteilen, ob du kreditwürdig bist. Du mußt deine Bank fragen.

Wenn du aber monatlich nur € 1000 zur Verfügung hast und davon Miete und Lebenshaltungskosten bezahlen mußt, ist es eher unwahrscheinlich, dass du einen Kredit bekommst.

Du kannst das Gericht bitten, die Raten von € 500 zu reduzieren. Wenn du dem Gericht deine geringen Einkünfte nachweisen kannst, wird es im Normalfall zustimmen. Außerdem solltest du deinen und den gegnersichen Anwalt anrufen und ebenfalls um Ratenzahlungen bitten. Die meisten Anwälte lassen sich darauf ein, wenn du auch ihnen nachweisen kannst, dass deine monatlichen Einkünfte sehr gering sind.

Was du auf keinen Fall machen solltest, ist, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken und bei deinen Gläubigern (Gerichtskasse, 2 Rechtsanwälte) gar nichts von dir hören zu lassen. Dann werden nämlich Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse, also die Zwangsvollstreckung, beantragt und sehr schnell steht ein Gerichtsvollzieher vor deiner Tür. Wenn du dann immer noch nicht bezahlen kannst, kommt die Privatinsolvenz auf dich zu. Dann hast du über viele Jahre Probleme, Handyverträge abzuschließen, eine Wohnung zu mieten, Kredite zu erhalten usw. usw.

Versuche also, um allem Schlimmeren vorzubeugen, dich jetzt gleich mit deinen 3 Gläubigern auf Ratenzahlungen zu einigen.

Alles Gute!

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Kommentar von Namaska
28.07.2016, 09:57

Ich bin 24 Jahre alt und seit knapp zwei Jahren berufstätig, mein monatlicher Gehalt liegt bei 1400€ Netto, dabei habe ich im Schnitt 400-500€ im Monat als Ausgaben zur Verfügung.

Das zivilrechtliche Verfahren läuft noch, ich weiß nur wirklich nicht wie ich alles bewältigen soll.

Außerdem war mein Plan im Oktober wieder mit einem Studium zu beginnen, was mich mit gar keinem Einkommen zurücklässt.

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Kommentar von myzyny03
28.07.2016, 10:06

Bei einem rechtskräftigen Urteil kann das Gericht überhaupt nichts zustimmen, da es damit nichts zu tun hat. Es helfen AUSSCHLIEßLICH Verhandlungen mit dem Gläubiger!

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Es gibt ein sog. Prozessrisiko. Du hast keine Prozesskostenhilfe bekommen, weil keine Aussicht auf Erfolg (Gewinnen) bestanden hat. Dann hätte ich sofort mit dem Kläger eine Ratenzahlung vereinbart und wäre um die eigenen und fremden Kosten herungekommen. Du hättest mal vorher auf andere hören sollen. Was ich dier raten würde zu der jetzigen Problematik. Versuch es bei der Bank. Mehr als nein sagen können die nicht (werden sie wohl aber).

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Kommentar von Namaska
28.07.2016, 09:59

Bisher habe ich die Prozesskostenhilfe noch gar nicht beantragt, da ich mir eh ziemlich sicher bin keine gestellt zu bekommen. Das Verfahren läuft aber noch, die Aussicht auf Gewinn ist aber gegen 0.

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Wenn du ein regelmäßiges Einkommen hast, versuche es bei der Bank.

Ansonsten unbedingt mit dem G#äubiger sprechen, und Teilzahlung vereinbaren. Sonst kommt der Gerichtsvollzieher. Entprechend auch mit den Anwälten verhandeln.

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Kommentar von uni1234
28.07.2016, 10:03

Bei dem Einkommen ist es allerdings auch sehr unwahrscheinlich, dass irgendetwas gepfändet werden könnte.

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Dann frag doch deine Bank. Hier wird dir niemand sagen können ob du eine  Kredit bekommst.

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Ich habe ein Gerichtsverfahren verloren, indem ich angeklagt wurde.

Angeklagt wird man nur vom Staatsanwalt.

Wurdest du zu einer Geldstrafe verurteilt? Gegnerische Anwaltskosten ergeben sich nur, wenn es einen Nebenkläger gab, der entsprechend vertreten wurde.

Würde meine Bank mir einen Kredit über die Summe gestatten?

Ohne dein Einkommen und deine Verbindlichkeiten zu kennen, ist dazu nichts zu sagen.

Dein Beitrag ist auch etwas unklar. Ich weiß immer noch nicht ob es ein Straf- oder Zivilverfahren war.

Dein eigener Anwalt hätte schon im Laufe seines Tätigwerdens für dich Zahlungen erhalten müssen.

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Kommentar von uni1234
28.07.2016, 12:37

Es spricht vieles für ein Zivilverfahren, auch wenn ich mir da immer noch nicht so ganz sicher bin ehrlich gesagt

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Kommentar von Namaska
28.07.2016, 13:13

Ja, es handelt sich um ein Zivilverfahren, das nach einem Strafverfahren geschaltet wurde. Das Strafverfahren läuft noch, eine Verurteilung hat noch nicht stattgefunden.

Die Schadensersatzauforderung habe ich erst letzte woche erhalten, mein Anwalt hat nun binnen 14 Tagen die Kostendeckung seiner Dienste verlangt. Mit ihm kann ich jedoch eine Ratenzahlung vereinbaren. 

Entscheidend ist nun der Vergleich, aber anscheinend kann ich falls es zur Klage kommt das Gericht um die Tilgung durch Ratenzahlung beten.

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Nur durch Arbeit kannst Du alles bezahlen denn, Arbeit adelt.

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Du könntest das Geld mit Arbeit verdienen.

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