GERECHTIGKEITT!?

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12 Antworten

An diesem Beispiel kann man die Thematik Gerechtigkeit leider nicht darstellen, weil es ja nur ein Objekt für eine Zuteilung gibt. Zudem ist nicht bekannt, ob der Flötenbauer und das arme Kind überhaupt einen begründeten Anspruch auf die Flöte erhoben haben. 

In diesem Fall sollte ganz klar das Kind die Flöte bekommen, dass sie nutzen kann, weil es sie spielen kann. Für die beiden anderen ist das Instrument wertlos. Allerdings sollte der Schenker Sorge tragen, dass er andere Objekte auftreibt, um den beiden anderen Kindern ebenfalls noch eine Freude zu machen. 

Wenn Du nun aber die Verteilungsgerechtigkeit in Bezug auf begehrenswerte Güter meinst, dann kommt es sehr auf die herrschenden Gepflogenheiten der Gesellschaft an, in der die beteiligten Personen sich befinden. Dass z.B. die Erwachsenen mehr Essen benötigen als ein Kleinkind, dürfte klar sein. Bei Geburtstagen wird die Sache schon komplizierter. Warum sollte z.B. nur das Geburtstagskind etwas geschenkt bekommen und nicht die anderen Geschwister ebenfalls etwas. Ich kenne viele Familien, die es so halten, dass das Geburtstagskind ein größeres Geschenk bekommt als die Geschwister, die aber nicht leer ausgehen, um die bekannte Neidreaktion zu vermeiden.

Gerechtigkeit ist immer nur ein idealisiertes Ziel, niemals ein reales. Sie kann im Grunde nur in dem Umfang erreicht werden, dass eine möglichst große Zahl der Betroffenen mit dem Verteilungsmodus einverstanden sind.

 So ist z.B. bei Lohnzuschlägen niemals eine gerechte Situation herstellbar, denn, wenn jeder z.B. 10% mehr Geld bekommt, so erhält der Aushilfsarbeiter vielleicht 100 Euro, während der stellvertretende Chef 1000 Euro mehr pro Monat auf sein Konto bekommt. Diese prozentuale Gehaltsaufbesserung  ist zwar eine gerecht erscheinende, aber eben nur erscheinende Gleichbehandlung.

Erst recht schwierig wird die Gerechtigkeitsproblematik bei der Zuteilung von Anerkennung, Liebe, Aufmerksamkeit, und andererseits auch Ermahnung oder Strafe. Hier ist sehr viel Augenmaß und Erfahrung erforderlich.

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Warum soll einer sie bekommen?

Kann doch einfach ne Flöte sein, die benutzt werden kann, wenn einer sie benutzen will. Und wenn das mehrere gleichzeitig sind, muss man sich halt abwechseln.

Gerecht wäre, wenn die Flöte jedem in der Zeitspanne, die er sie benutzen möchte, zur Verfügung steht, bzw. wenn mehrere sie wollen, derjenige Vorrang hat, der sie am seltensten benutzt.

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Da das dritte Kind die Flöte gebaut hat, gehört sie ihm. Betrachtet man das ganze aus einer moralischen Sichtweise ist es schon etwas komplizierter. 

Das 3. Kind hat sie gebaut und vielleicht viel Mühe und Anstrengung hineingesteckt.

Das 2. Kind ist arm und es währe großzügig sie ihm zu überlassen, da es doch sonst nichts hat.

Und das 1. Kind könnte zb. seine Fähigkeine verbessern und würde am meisten mit der Flöte anfangen können.

Natürlich könnten sich die Kinder abwechseln, aber wenn ich entscheiden müsste welches Kind die Flöte entgültig besitzt würde ich sagen das dritte Kind da es dafür gearbeitet hat und ich würde es darum bitten für die anderen auch Flöten zu bauen oder ihnen zu zeigen wie man Flöten macht.

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Das ist das Recht auf den eigenen Arbeitsertrag. Das Kind, dass die Flöte gebaut hat, sollte sie zum Kauf oder Tausch anbieten.

Gerechtigkeit wäre wenn das Äquivalenzprinzip (Tauschgerechtigkeit) sich in vollkommener Weise und in jedem Winkel des Marktes etablieren würde.

Denn als Folge hiervon würde niemand Wert hinzugewinnen oder verlieren können.

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Meiner Meinung nach, solte die Flöte allen Kindern gehören, aber es sollte temporär demjenigen Kind gehören, daas sie gerade braucht. Im Gegenzug dazu stellt das 2. Kind ein Spielzeugauto her und das 3. Kind ein Spielzeugpony. Diese Spielzeuge werden nach selbem Schema aufgeteilt.

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Sie zu, dass du allen dreien eine besorgst oder es hinbekommst, dass sie sich abwechseln. - Fertig. Aber noch besser wäre wenn das 3. Kind noch 2 weitere Flöten baut - es scheint ihm ja Spaß zu machen.

Hast du selber Kinder?

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Kommentar von Grautvornix16
02.09.2016, 21:23

PS: wenn ja wirst du hoffentlich wissen, dass das meiste was man den Kindern als anständiges und faires Verhalten versucht mit auf den Weg zu geben weder im Bürgerlichen Gesetzbuch noch in einer wirtschaftstheoretischen oder soziologischen Abhandlung zu finden ist. Sollte das 3. Kind - als Kind - die Flöte gebaut haben, um sie als "Gegenwert / Gerechtigkeitsausgleich für die erduldete Lohnsklavenschufterei" zu einem möglichst hohen Preis bedarfsorientiert weiterzuverkaufen würde ich anfangen, mir als Elternteil Sorgen zu machen. Sollte es nicht so sein hat das Kind auch schon beim Bauen seinen Spaß gehabt und teilen lernen ist auch nicht so ganz verkehrt - einfach so. Passen würde wenn es als erstes auf seinem "Werk" spielen dürfte.

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Teilt die Flöte in 3 teile auf und verteilt sie! :D

Ich würde es dem Kind geben, welches die Flöte gebaut hat. Macht am meisten Sinn.

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gerechtigkeit gibt es nicht, sondern lediglich eine rechtssuche

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Schau mal hier.  Dieses Gleichnis wurde auch schon oft diskutiert im Netz.  Eine Meinung:

http://www.margarete-bause.de/wer-soll-die-floete-kriegen/


oder auch hier:

https://www.perlentaucher.de/vorgeblaettert/leseprobe-zu-amartya-sen-die-idee-der-gerechtigkeit-teil-1.html

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Kommentar von redkaeppchen
02.09.2016, 18:43

dankeschön

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Kommentar von HanzeeDent
02.09.2016, 21:44

Super Lesetipps, danke!

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Gerechtigkeit ist wenn die Flöte zerstört wird und Kind Nr3 zusammengestaucht wird, weil es versucht besser als die anderen Kinder sein und einfach eine Flöte baut. Immer mit dem Schwarm schwimmen

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Kommentar von HanzeeDent
02.09.2016, 21:46

Genau! Und ich muss jetzt zurück in die Höhle um ein Lagefeuer für heute Nacht zu machen^^   ...Grrr, Fortschritt...

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Was hast du denn davon, wenn wir diese unnötige Gehirnakrobatik betreiben?

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Die, die es gebaut hat. Die, die etwas dafür getan hat.

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