Aufteilung der Steuerrückerstattung?

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15 Antworten

So ganz scheinst Du noch nicht im Eheleben angekommen zu sein.

In einer Ehe gibt es kein "Dein" und "Mein" - es heißt dann "unser".

Bin auch verheiratet und arbeite nicht. Mein Mann "hält" mich also aus. Nie würde er auf die Idee kommen, etwas "gegenzurechnen".

Parkt die Steuerrückzahlung auf einem Sparbuch oder so und macht Euch mal einen schönen Urlaub.

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Hey,

was spricht denn dagegen, ein gemeinsames Konto zu haben? Ich meine, ihr seid nun seit letztem Jahr verheiratet, teilt sowieso alles, was ihr habt..du könntest ja weiterhin ein Sparkonto für dich alleine haben? Irgendwann wird deine Frau wieder arbeiten gehen und Geld verdienen. Wie regelt ihr dass denn sonst mit den Kosten, die im Leben anfallen..für euer Haus oder eure Wohnung, für die Einkäufe, für das Auto? Ich finde, wenn man schon verheiratet ist, kann man all das auch zusammen laufen lassen..aber einige möchten das nicht, dass ist natürlich auch in Ordnung. Bei einem Verhältnis von 13:1 würde natürlich kaum Geld für deine Frau "rausspringen"..ich finde, dann wäre eine Aufteilung von 40/60 relativ angemessen.

Liebe Grüße!

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Berechne das einmal nach dem üblichen Schema:

http://www.iww.de/fk/archiv/steuerrecht-aufteilung-von-steuererstattungen-und-steuerschulden-zwischen-eheleuten-f13934

Siehe: erstes Beispiel: Doppelverdienerehe

Die notwendigen Steuerbeträge der Einzelveranlagung kannst Du per Elster-Programm ermitteln - einfach Daten getrennt eingeben - oder wenn Du das bereits mit Elster (oder einem anderen Programm) erstellt hast, dann "Einzelveranlagung" wählen - Zeile 24 Mantelbogen.

Nun ist es aber i. d. R. so, daß beide Ehepartner (in Absprache) auch über die gesamten Finanzen mitverfügen können, die in einer Ehe zufließen und das nicht getrennt wird - gibt es natürlich auch: manche Frau/Mann bekommt vom Anderen nur Taschengeld...

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Ich muss dir mal folgendes sagen, wie du da denkst finde ich gelinde gesagt Sch..... Ich bin nun seit 47Jahren glücklich verheiratet und solches Denken ist bei mir/uns noch nie aufgekommen. Gut zu Anfang hat noch jeder sein eigenes Konto gehabt aber nach etwa einen halben Jahr gab es nur noch eines.

Wir wechselten die Steuerklassen und mein Verdienst stieg dadurch auch an.

Zu Anfang hat meine Frau noch mitgearbeitet aber als das Kind unterwegs war, war natürlich auch irgendwann Schluss damit. Und danach erst recht. Und das so lange bist unser Sohn in die Lehre ging. Dann hat meine Frau wieder halbtags gearbeitet so das Mittags immer das Essen auf dem Tisch stand.

Erst als unser Sohn auszog arbeitete meine Frau auch wieder ganztags. Nach einigen Jahren hat das Geschäft geschlossen und meine Frau musste sich Umorientieren. War auch nicht so schlimm, ging auch alles gut bis sie plötzlich krank wurde und nicht mehr Arbeiten konnte.

So hat sie aber die ganzen Jahre dafür gesorgt das es meinem Sohn und mir gut ging. Auch das muss bewertet werden denn es ist nicht immer selbstverständlich. Ja, und ich war Alleinverdiener.

Ja glaubst du mir wäre einmal der Gedanke gekommen bei einer Einkommensteuerrückzahlung eine Aufteilung zu machen? Ich liebe meine Frau und bin für sie da wenn sie mich braucht genau so wie sie da ist wenn ich sie brauche. Da ergänzt man sich und nichts anderes.

Ich habe auch Arbeitslosigkeit mitgemacht, und? Da wird nicht aufgerechnet, da wird zusammengehalten. Wenn ihr so weitermacht, bzw. du dann weis ich nicht wie lange diese Ehe hält. Es tut mir leid das sagen zu müssen.

Und wenn du Fair bist, setz dich mit deiner Frau zusammen und plant für das Geld noch eine schöne Hochzeitsreise.

Ich wünsche euch aber trotzdem alles Gute

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Also erstmal sehe ich das ganze Thema nicht so negativ wie andere hier. Ich glaube, ihr müsst euch bezüglich der Finanzen einfach noch finden. Deswegen denke ich, dass ihr euch Gedanken machen solltet, wie ihr generell das finanzielle in eurer Ehe regelt. Mit getrennten Konten ist es nur so halb getan.

Sagt dir das Jars-System etwas? Kannst danach im Internet suchen, ist auf englisch. In deutsch gibt es das auch, ich habe es aber es auf die schnelle nicht gefunden.

Ich erkläre es kurz vereinfacht (und gehe nicht darauf ein, wie viel man in jedes Budget zahlen sollte) und dann übertrage ich es auf eine Ehe.

1. Budget: Notwendigkeiten des Lebens
Hier kommt alles rein, was man für den Haushalt und das lebensnotwendige benötigt, z. B. Miete, Strom, aber auch Nahrung, Hygieneartikel, Versicherungen.

2. Budget: finanzielle Absicherung / Vermögensaufbau / Rücklagen
Hier kommen die Gelder rein, die man zurücklegt, um Vermögen aufzubauen oder auch sowas wie Lebensversicherungen usw. zu bezahlen.

3. Budget: Weiterbildung
Hier kommen finanzielle Mittel rein, die ihr zurücklegt, um euch fortzubilden.

4. Budget: Sparen
Du willst ein neues Auto / Fernsehen? Oder eine Reise machen? In diese Budget packst du das Geld dafür.

5. Budget: "Spielen"Hier kommt das Geld rein für den Konsum, wie essen gehen, sich eine CD kaufen, oder in ein Casino gehen :-). 

Wieso habe ich das jetzt alles geschrieben?

In einer Gemeinschaft macht es Sinn, die meisten Sachen davon zusammenzumachen.

1. Budget: Es muss groß genug sein, damit beide entsprechend versorgt sind.

2. Budget: Da ja das Ziel ist, im Alter abgesichert zu sein, sollte man diese Absicherung auch gemeinsam planen und aufbauen. Hier macht eine Trennung nicht wirklich viel Sinn. Wichtig ist auch, dass man sich ein Finanzpolster für unvorhergesehene Ereignisse anspart. (Das könnte man auch in einem extra Budget machen).

3. Budget: Ich kann auch nur empfehlen, dass sich beide in einer Gemeinschaft weiterentwickeln. Nur einer ist blöd, dann bleibt der andere auf der Stecke. Also auch hier eine gemeinsame Finanzierung.

4. Budget: Auch hier macht gemeinsames sparen Sinn. Größere Anschaffungen sollte man miteinander absprechen.

5. Budget: Dies hier sollte persönlich sein, aber auch nur das. Niemand sollte das Gefühl haben, den Partner erst Fragen zu müssen, ob er Geld auf den Kopf hauen darf.

Jetzt zu dem eigentlichen Thema: Wie wollt ihr die Steuerrückzahlung aufteilen? Die Frage ist, was soll mit dem Geld passieren? Seid ihr darauf angewiesen?

Habt ihr Rücklagen? Du hast geschrieben, dass deine Rücklagen aufgebraucht worden sind. Dann würde ich das Geld in Topf 3 stecken. Diese Rücklagen wären für euch beide.

Ihr könntet das Geld natürlich auch aufteilen auf die verschiedenen Budgets. 

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Wie wäre es, wenn ihr das Geld einfach für eine gemeinsame Investition oder einen Urlaub nehmt? Damit hätte sich die Rechnerei erledigt.

Ansonsten rechne doch mal die Arbeitsstunden deiner Frau im letzte Jahr aus. Also nicht nur die bezahlten sondern alles was sie im Haushalt und sonstwo geleistet hat. Dann rechnest du deine Stunden gegen und generierst damit deine Quote nach der das Geld aufgeteilt wird...

man kann sich's auch echt kompliziert machen.

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hallooooo?  ihr seid verheiratet. nur durch die hochzeit und dem damit verbundenen wechsel der steuerklasse fällt eben die erstattung üppig aus und daran hat deine frau wohl auch ihren anteil. wenn man denn getrennte kassen hat und sowas auseinander rechnen muss (was in meinen augen in einer ehe ein nogo ist) dann 50:50 und nichts anderes.

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Ich frag mich gerade wie ihr mit den Finanzen umgeht wenn erst mal ein Kind da ist. Ihr seid jetzt eine Gemeinschaft! Jeder kann ja sein eigenes Konto behalten aber das verdiente Geld gehört euch jetzt gemeinsam. Wir haben auch noch jeder sein eigenes Konto, aber wir gucken nicht nach Dein oder mein.
Hauptsache alle Konten sind glatt.

Nehmt das Geld für gemeinsame Anschaffungen oder den nächsten Urlaub.

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Der einzig gangbare Weg ist hier das direkte Gespräch zwischen euch beiden. Ich würde - unbeachtet der tatsächlichen finanziellen Erstattungsansprüche gegen das FA gem. z.B. § 37 AO - hier auch eine 50:50 Aufteilung für die richtige Vorgehensweise halten. Wie ihr beide dann die durch dich geleisteten Auslagen in den kommenden Jahren gegenseitig ausgleicht, hat für mich wenig mit der Rückerstattung per se zu tun.

NB.: Einige der hier eingestellten Kommentare hinsichtlich des Führens von getrennten Konten halte ich für reichlich absonderlich.

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ihr habt euch für getrennte Konten entschieden, okay. Ich verstehe,dass du mehr gezahlt hast und ihr, eine berufliche Neuorientierung ermöglichst hast, das ist schön, aber sie hat sicher auch ihren Teil im Haushalt beigetragen und die Rückerstattung kommt ja nicht alleine durch deinen Verdienst zustande, sondern vor allem auch durch ihren Nicht-Verdienst. Und immerhin führt ihr eine Ehe und solltet füreinander einstehen. 

Ich halte daher eine 50/50 Teilung schon für vernünftig. Du kannst ja auch mal mit deiner Frau sprechen, dass ihr vielleicht einfach generell das meiste davon auf ein extra Sparkonto legt und das dann für künftige gemeinsame Ausgaben (Haushaltsgeräte, Auto, Urlaub, Stromnachzahlung) verwendet und einen geringeren Teil entweder für euch beide geteilt oder man macht was zusammen, geht mal aus oder gemeinsam essen oder macht einen Ausflug. Ich denke, ihr müßt als Beziehung auch noch etwas zusammen wachsen. 

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schon interessant wie manche Eheleute mit ihren finanziellen Mitteln umgehen. -Vielleicht bin ich schon zu lange verheiratet-. Ich kann nicht verstehen, wenn man verheiratet ist, dass man dann sogar das Geld aufteilt bzw. eine Aufteilung vorsieht (wer hat wie viel Geld verdient). Kopfschüttel.

In der Zeit wo der Mann sein Geld verdient und die Frau dann zu Hause die Hausarbeit leistet (wie Kochen, Waschen, Bügeln, Putzen, Kindererziehung, Einkaufen, Gartenarbeiten, sonstiges vieles was noch so anfällt) bekommt die Frau NADA an finanziellen Plus. Eigentlich müsste --und jetzt kommt es - deine Frau dir eine Rechnung präsentieren über die jeweiligen Leistungen und du müsstest deine Frau dafür entlohnen.

So und jetzt zu deiner Frage: Antwort von mir. 50/50 ist fair, wenn ihr schon den Blödsinn durchziehen wollt mit getrennten Konten.

Frage: wie macht ihr es eigentlich bei Neuanschaffungen?? (z.b. ein neues Auto oder ein gemeinsamer Urlaub). Wir dann auch aufgeteilt bzw. aufgerechnet wer wie viel bezahlt?

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Kommentar von Mignon4
18.08.2016, 09:55

Vermutlich wird im Urlaub analog zu den Einkünften der Ehemann in einem 5-Sterne-Hotel wohnen und die Ehefrau in einem 1-Sterne-Hotel. :-))))

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Offenbar ist dir das Geld wichtiger als deine Ehefrau, denn sonst würdest du gar nicht darüber nachdenken.

Wenn du deiner Frau geholfen hast, eine neue Existenz aufzubauen, dann profitiert letztendlich ihr beide davon. Es war also eine "Investition in eure gemeinsame Zukunft". Unter Eheleuten sollte man nicht aufrechnen.

Eine Ehe besteht aus einem ausgewogenes Geben und Nehmen und das in allen Bereichen einer Beziehung. Es kann die Situation auftreten, in der deine Ehefrau dich finanziell unterstützen muss. Soll dann auch aufgerechnet werden?

Passe lieber auf deine Ehe auf, widme dich eurer gegenseitigen Liebe und verschwende deine Zeit nicht mit gegenseitigem Aufrechnen. Sorry, mir tut deine Ehefrau leid!

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Kommentar von FordPrefect
18.08.2016, 13:07

Es kann die Situation auftreten, in der deine Ehefrau dich finanziell unterstützen muss. Soll dann auch aufgerechnet werden?

Ganz ehrlich? Ja - denn wenn der eine den Anderen unterstützt, dann sollte es demjenigen auch eine Selbstverständlichkeit sein, sich für diese Unterstützung irgendwann auch zu revanchieren. In welcher Form das dann erfolgen kann/soll, bleibt alleine den Beteiligten überlassen.

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In dem Steuerbescheid müsste aufgeschlüsselt sein, wie sich die Steuererstattung in Beträgen zwischen euch aufteilt. Das wäre der tatsächlich korrekteste Weg.

Da dürfte aber bei rauskommen, dass du mehr zurückbekommst, als der Gesamterstattungsbetrag war, und deine Frau müsste vermutlich noch was an dich bezahlen (Progressionsvorbehalt des Arbeitslosengeldes auf das dreimonatige Einkommen deiner Frau).

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Kommentar von PatrickLassan
18.08.2016, 10:28

In dem Steuerbescheid müsste aufgeschlüsselt sein, wie sich die Steuererstattung in Beträgen zwischen euch aufteilt

Bei einer Zusammenveranlagung wird das nicht aufegteilt, lediglich die Ermittlung der Einkünfte läuft getrennt.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, den Erstattungsanspruch vom Finanzamt aufteilen zu lassen. Das wird aber meist nur bei Scheidungen gemacht,

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ich persönlich halte nichts von getrennten Konten in der Ehe,  Ihr habt eine Lebensgemeinschaft, für mich ist das Wort  Gemeinschaft darin am wichtigsten. 

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Kommentar von FordPrefect
18.08.2016, 13:10

ich persönlich halte nichts von getrennten Konten in der Ehe.

Warum? Wenn beide berufstätig sind und ihr eigenes Geld verdienen, warum soll dann *nicht* jeder sein eigenes Geld auch selbst verwalten? Wie die Eheleute ihre Kosten verteilen und untereinander ausgleichen, ist doch alleine deren Sache. Das kann mittels *einem* gemeinsamen Konto, auf das beide zu gleichen Teilen einzahlen, doch gut gelöst werden. Eine Ehe bedeutet ja nun eben nicht, dass es zu einer Auslöschung des Individuums kommen müsste...

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Ich bin beim Finanzamt und kenne das Problem eigentlich nur in den Fällen, wo sich eine Nachzahlung ergibt und die Ehegatten jeweils wirklich nur den Teil der Nachzahlung entrichten wollen, der auf sie entfällt. Das ermittelt das Finanzamt dann durch einen sog. Aufteilungsbescheid. Um zu errechnen, wieviel von der Erststattung auf jeden von euch entfällt,  könntet ihr eine analoge Berechnung vornehmen. Allerdings erstellt das Finanzamt bei Erstattungen keinen Aufteilungsbescheid. Da müsst ihr selbst rechnen...

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