Genitiv, Akkusativ, Dativ, Nominativ. Einfache erklärung?

9 Antworten

Nominativ: Der Fall des Subjekts, des Handelnden (Aktiv) bzw. des Betroffenen beim Passiv. Z.B. Ich (Nominativ) gebe Dir das Buch des Lebens bzw. Das Buch (Nominativ) wird mir gegeben.

Genitiv: Der Zuordnungsfall, z.B. der Gartens des Hauses oder "Ich gebe Dir das Buch des Lebens" (Genitiv). Der Garten wird dem Haus zugeordnet - hier aber attributiv. Als Genitivobjekt bei bestimmten Verben, z.B. "ich bin mir der Problematik bewusst." Oder als Präpositionalobjekt, z.B. "wegen meiner Erkrankung". Welche Verben (und welche Präpositionen) mit Genitiv stehen, muss man schlicht lernen (auch wenn es häufig eine sinnvolle Begründung gibt).

Dativ: Der Fall für denjenigen, der etwas bekommt. "Ich gebe Dir (Dativ) das Buch des Lebens" bzw. "Das Buch wird mir gegeben". Ich mache es für Dich (präpositional). Auch bei anderen Präpositionen wie gemäß steht der Dativ insoweit auswendig zu lernen.

Akkusativ: Entweder es ist das unmittelbarste Objekt des Handels "Ich gebe Dir das Buch des Lebens" Buch = Akkusativ oder es zeigt die Richtung, zB. "ich stelle es auf den Tisch" (Akkusativ - wohin) anders "es steht auf dem Tisch" (Dativ - wo). Jedoch "ich gehe zu Dir" (Dativ - wohin).

Bei Präpositionen und Verben muss man den Fall häufig lernen.

Hei, =Stein=, es geht um Hauptwörter, auch Gegenstandswörter und Substantive genannt. Zum Beispiel: Der Vater = Grundform = Nominativ; Frage: Wer? das ist der Hut des Vaters = 2. Fall oder Genitiv; Frage: Wessen; ich schenke dem Vater = Dativ oder 3. Fall Frage: wem den Hut = 4. Fall, Akkusativ, der auf die Frage: folgt: Wen oder was?

Das ganze geht auch in Plural sowie mit den Personalpronomen. Und so. Grüße!

Der Vater des kranken Schülers schreibt dem Lehrer einen Entschuldigungsbrief.

  • der Vater = Nominativ / 1.Fall (wer oder was? / Wer schreibt?)
  • des Schülers = Genitiv / 2.Fall (wessen Vater?/ Wessen Vater ist das?)
  • dem Lehrer = Dativ / 3.Fall (wem? / Wem schreibt der Vater?)
  • einen Entschuldigungsbrief = Akkusativ / 4.Fall (wen oder was? / Was schreibt der Vater?)

Man kann auch sagen:

  • Der Vater ist das Subjekt des Satzes. In einem Aktivsatz wie hier tut das Subjekt etwas. Es schreibt. Was es schreibt, ist egal. Es ist auch egal, ob es schreibt, liest, sonst irgendetwas tut oder auch nichts tut, sondern einfach nur da ist. Wichtig ist nur, dass das Subjekt des Satzes die Konjugation des Verbs bestimmt: Der Vater schläft. Der Vater ist in der Garage. Der Vater heißt Willi. / Ich schlafe. Ich bin in der Garage. Ich heiße Willi.
  • einen Entschuldigungsbrief ist das direkte Objekt zum Verb schreiben. Der Vater schreibt einen Brief. Das Subjekt, der Vater, ist hier aktiv und beschreibt ein Blatt Papier mit einem Text, der sich Brief nennt. Der Brief ist also das direkte Objekt der Aktivität des Vaters.
  • dem Lehrer ist das indirekte Objekt des Satzes. So, das Subjekt (der Vater) hat also das direkte Objekt (den Brief) geschrieben. Aber es hat ja keinen großen Sinn, wenn das Subjekt das Objekt auf dem Schreibtisch liegen lässt. Es muss also noch ein Empfänger her. Der Empfänger macht genauso wenig wie der Brief, nämlich nichts. Er ist nur das Zielobjekt des Briefes, also das indirekte Objekt (dem Lehrer).

Der obige Satz ist ein klassischer Satz, in dem alle 4 Fälle der deutschen Sprache - logisch - enthalten sind.

Natürlich gibt es x andere Verwendungen von Dativ und Akkusativ, die nicht mit direktem und indirektem Objekt erklärbar sind. Da sind andere Regeln anzuwenden, z.B.

  • gängige Präpositionen mit Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, (bis) zu
  • gängige Präpositionen mit Akkusativ: bis, durch, für, gegen, ohne, um, wider
  • lokale Wechselpräpositionen "an, auf, über, unter, neben, vor, hinter, zwischen, in": auf die Frage "Wohin?" mit Akkusativ, auf die Frage "Wo?" mit Dativ
  • Verben mit Präpositionen: Wenn die Präposition nicht ausschließlich mit Dativ oder ausschließlich mit Akkusativ verbunden ist, muss man - auf jeden Fall als Ausländer - die korrekte Verbindung auswendig lernen, als gebürtiger Deutscher hoffentlich nicht: bestehen auf +D, sich freuen auf +A / teilnehmen an +D, denken an+A / fragen nach+D, antworten auf +A /etc.
  • Verben +A, Verben +D: jdn. fragen, jdm. antworten / jdn. treffen, jdm. begegnen/ jdn. bedrohen, jdm. drohen etc.
  • etc.etc.

Habe ganz vergessen, die Funktionen des Genitivs zu beschreiben.

  1. Etwas/Jd. hat etwas oder jdn.: Der Topf hat einen Deckel. Das ist der Deckel des Topfes. Das Haus hat eine Besitzerin. Das ist die Besitzerin des Hauses. / Mein Vater hat ein Haus. Das ist das Haus meines Vaters. Meine Mutter hat einen Geliebten. Das ist der Geliebte meiner Mutter.
  2. Etwas macht etwas: Der Zug fährt ab. Das ist die Abfahrt des Zuges.
  3. Mit etwas/jdm. passiert etwas bzw. wird etwas gemacht: Ein Auto wird repariert. Das ist die Reparatur eines Autos. / Ein Patient wird operiert. Das ist die Operation eines Patienten.
  4. Präpositionen mit Genitiv: wegen, aufgrund, während, trotz, mangels, dank innerhalb/außerhalb, diesseits/jenseits etc. - muss man lernen!
  5. Verben mit Genitiv: gedenken ( Wir gedenken heute unseres lieben Verstorbenen Manfred Horn), sich einer Sache bewusst sein (Ich bin mir meines Fehlers bewusst.), sich entsinnen (ich entsinne mich eines ähnlichen Vorfalls in unserer Firma.) etc. - muss man auch lernen!
  6. Gibt's noch mehr? Mir fällt sonst nichts ein, aber das muss nichts heißen.
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Ich versuchs mal... xD

  1. Nominativ -> Da ist die Frage: Wer oder Was? Das Nomen im Satz mit einem Nominativfall ist das Subjekt. z. B. Das Haus ist schön. -> Was ist schön?
  2. Genitiv -> Da ist die Frage: Wessen? z. B. Das Haus der Dame ist schön. Wessen Haus ist schön?
  3. Dativ -> Da ist die Frage: Wem? z. B. Das Haus gehört der Dame. Wem gehört das Haus?
  4. Akkusativ -> Da ist die Frage: Wen oder was? z. B. Ich sehe die Dame. Wen sehe ich?

Hoffe konntr helfen (:

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Gehe selbst ins Gymnasium.

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