Genehmigter Urlaub als unentschuldigtes Fehlen abgerechnet?

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4 Antworten

Also ich hätte jetzt gesagt wenn der Urlaub genehmigt wurde, dann ist er auch genehmigt. Warum sich die Firma die Mühe macht erst eine Jahresplanung zu machen und sich dann selbst noch mal mit Urlaubsanträgen rumplagt verstehe ich nicht so wirklich.

Es liegt aber auch wohl an der Beteiebspraxis. Wenn der "Wunschurlaubsplan" lediglich für die interne Plaung dient, dann kann die Firma natürlich darauf bestehen dass jeder urlaub dann noch mal extra durch einen Urlaubsantrag genehmigt werden muss.

Wichtig für den AG ist eben ein genehmigter Urlaub, ob nun durch diesen Jahresplan oder durch einen einzelnen Urlaubsantrag. Sofern es also diese Jahresplanung mit dem Vermerk "genehmigt" zurück gab, dann gäbe es rechtlich sicher eine Möglichkeit für die Nachzahlung.

Ein Problemchen hier ist, was ist "genehmigt"?

Wie Kamikaze schon sagte, wenn die Jahresurlaubsplanung mehr so eine interne Abstimmung ohne Genehmigungscharakter ist, und erst durch die förmliche Zusage der PA eine Genehmigung erteilt wird, dann ist das tatsächlich zunächst einmal als unbezahlte Fehlzeit anzusehen.

Ob oder ob nicht die vorherige Planung als Genehmigung anzusehen ist, ergäbe sich aus dem Zusammenhang und den Details.

Wenn ein Vorgesetzter bei der Jahresurlaubsplanung mündlich sagt: "Geht in Ordnung, kannste so machen." Dann ist das bereits die Genehmigung des Urlaubsantrages. Dann ist die Inanspruchnahme des Urlaubes keinesfalls eine unbezahlte Fehlzeit.

Dass er sich nicht an die Anweisungen des Betriebes gehalten hat, kann ihm eine Abmahnung einbringen, aber macht die bereits erteilte Genehmigung des Vorgesetzten nicht rückgängig.

Aber sei es wie es ist. Das Verhalten des Betriebes, die Fehlzeit unbezahlt zu verbuchen, ist albern. Der AN muss seinen Jahresurlaub früher oder später sowieso nehmen. Wenn nicht jetzt, dann später irgendwo zusätzlich.

Es macht für die Abwicklung daher den meisten Sinn, ihn für die eigenmächtige Fehlzeit die Urlaubstage abzuziehen und ihm ggf. eine kleine Ermahnung auszusprechen.

Ich verstehe das so...wenn alles getan wurde...wie es von der Firma verlangt wurde und Ihr könnt das belegen...dann muss die Firma natürlich nachzahlen und die unentschuldigten Tage in normale Urlaubstage ändern.

Ansonsten bleibt das so.Hier zählen nun mal Beweise und wenn Ihr die habt und die Firma stellt sich quer...dann würde ich mit dem ganzen Kram zum Anwalt gehen.

Viel Glück

Fehler von beiden Seiten, aber ich notiere mir meinen Urlaub in einen Kalender

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