Gendert ihr?

Das Ergebnis basiert auf 62 Abstimmungen

Nein, mich stört es wenn es andere machen 52%
Nein, mich stört es aber nicht wenn es andere machen 24%
Ja, sowohl beim Schreiben als auch beim Reden 11%
Andere Antwort 11%
Ja, aber nur beim Schreiben (mit Sternchen, Doppelpunkt a.Ä.) 2%

33 Antworten

Nein, mich stört es wenn es andere machen

Man sollte es differenziert abfragen.

  • Gendern wie bisher in Form von z.B. "Wählerinnen und Wähler" ist m.E. durchaus in Ordnung bzw. selbstverständlich. Mit Binnen-I, Sodnerzeichen oder weiteren Formen kann und will ich mich nicht abfinden.
  • Im privaten Bereich ist es natürlich zu akzeptieren, im öffentlichen Bereich allerdings überhaupt nicht. Hier ist die deutsche Sprache wie definiert/festgelegt zu verwenden. Alleine die Erziehung/Ausbildung unserer Kinder sollte hier im Vordergrund stehen.
  • Der öffentliche Bereich ist für mich aber nicht nur der Bildungssektor sondern auch z.B. der öffentliche-rechtliche Rundfunk/TV.
Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene
Andere Antwort

Ja, ich nutze gendersensible Sprache. Diese ist dann m.M.n. gekonnt eingesetzt, wenn sie aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante besteht. Dazu gehört auch, dass man versteht, bei welchen Wörtern eine "gegenderte" Variante angebracht ist und bei welchen nicht, und einem klar ist, dass nicht jede Situation/jeder Kontext eine gendersensible Anpassung der Sprache benötigt. Entsprechend kann ich deine "Ja"-Antworten auch nicht wählen, da ich weder geschrieben noch gesprochen immer gendere.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies
Nein, mich stört es aber nicht wenn es andere machen

Ich arbeite an meiner Sprache und egal wie sehr die Aussage einem AfDler gleicht, es behindert den Sprachfluss. Ich bin für Ersatzformen.

Lehrer = Lehrende
Schüler = Lernende
Nutzer einer Plattform (User) = Nutzende
etc.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin Klassen- und Mittelstufensprecher

Diese "Ersatzformen" sind ebenfalls "Gendern", also Teil gendersensibler Sprache.

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Und Leute, die das unötig finden, nennt man dann Kritisierende oder Ignorierende? Korrekt?

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Und Leute die so Ersatzformen nutzen oder anders Gendern nenn ich "Dumm"

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Nein, mich stört es wenn es andere machen

Ich empfinde es nicht nur als extrem nervig, sondern vor allem als unschön zu lesen. Zwar sind wir im ÖD angehalten, es zu tun, aber ich bevorzuge es, das Ganze soweit möglich zu umgehen. Zum Beispiel spreche ich statt von Kolleg*innen lieber vom Kollegium. Meistens funktioniert das ziemlich gut.

Im Privatleben ist es mir sowieso gleichgültig. Außer, ich kann es zum Zwecke des Veräppelns einsetzen ("Heißt es nun Mitglieder*innen oder Mit- und Ohneglieder?").

Mit welcher Begründung / Rechtsbasis bekommt ihr im ÖD denn dieses " werden dazu angehalten"?

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@oklein

Es gibt natürlich keine Rechtsgrundlage. Es ist einfach nur erwünscht. Man wird halt gebeten, es zu tun. Vermutlich gäbe es keinen Ärger, wenn man es bleiben lässt, aber man muss ja nicht für Unfrieden sorgen, wenn es nicht notwendig ist.

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@OnkelOzzy

Sorgt man wirklich für Unfrieden oder würde man bei einem Verbleib/Gebrauch der angerkannten deutschen Sprache im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung und auch den "anerkannten Regeln" nicht eher einer Tendenz widersprechen, die eben durch nichts gedeckt ist außer einer guten Propaganda?

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@oklein

Nur, weil ich Gendern nicht mag, heißt das noch längst nicht, dass es mir den Tag versaut. Und außerdem kann ich es ja, wie schon geschrieben, relativ gut umgehen. Solange man mich nicht zwingt, mich zum Affen zu machen, sehe ich keinen Grund, gegen solche Albernheiten lautstark zu intervenieren.

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@OnkelOzzy

Das ist - und das meine ich nicht respektlos (!) - die stumme Stimme der schweigenden Mehrheit. Mitunter muss man m.E. solchen "Albernheiten" auch einmal etwas entgegen setzen.

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Andere Antwort

Kommt auf die Art und Weise an. In Form von Beidnennung oder Nutzung einer neutralen Form verwende ich das auch im Sprachgebrauch.

Gendern mit Sternchen, Doppelpunkt und Ähnliches hingegen lehne ich ab, da es nicht barrierefrei ist.

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