Gendern?

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Unnötig 70%
Wichtig 27%
Sehr wichtig 3%

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Wichtig

Ich halte Gendern, also gendersensible(re) Sprache, für eine sinnvolle Maßnahme. Gekonnt eingesetzt ist gendersensible Sprache für mich dann, wenn sie aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante besteht. Dazu gehört auch, dass man versteht, bei welchen Wörtern eine "gegenderte" Variante angebracht ist und bei welchen nicht, und einem klar ist, dass nicht jede Situation/jeder Kontext eine gendersensible Anpassung der Sprache benötigt. Das sprichst du ja auch selbst an:

Ich persönlich finde es zum Bsp in geskripteten Sachen wie Reden oder Briefen oder so wichtig (bei GF könnte zum Bsp Freund*in stehen und so), jedoch wenn man sich Unterhält und spontan etwas sagt nicht so wichtig

Zudem ist gendersensible Sprache kein Allheilmittel, sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen, da durch gendersensible Sprache der männliche Bias im Deutschen abgemindert wird. 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Doktor in Englischer Sprachwissenschaft

Hallo,

es kommt auf die Form des Genderns an.

Das auf den (Gender)Stern oder sonstige Zeichen reduzierte Gendern sowie das Gendern durch substantivierte Partizipien (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende usw.) sowie andere "Wortungetüme" lehne ich ab!

Deshalb nutze, spreche und schreibe ich den Genderstern auch nicht, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Ich gendere nur - wie schon lange vor dem Gender-Stern-Wahn üblich - in der Form von Studentinnen und Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer usw., obwohl ich persönlich auch kein Problem mit dem generischen Maskulin habe.

Daneben verwende ich je nachdem, ob ich jemanden duze oder sieze, bei der Anrede die Pronomen du, dein, dir, dich oder Sie, Ihr, Ihnen, Sie, und als Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.

Das ist meiner Meinung nach völlig ausreichend; für manche Leute sogar schon viel zu viel.

AstridDerPu

Wichtig

Joa, eigentlich ist es mir egal.

Beim Schreiben komm ich mir doch etwas komisch vor, wenn ich einfach nur Schüler z.B schreibe.

Beim Sprechen finde ich es etwas komisch und würde daher einfach Schüler und Schülerinnen sagen.

Unnötig

Unnötige verhuntsung der deutschen Sprache und Schrift. Könnte ich direkt kotzen, wenn ich das lese oder höre.

Der Sinn dahinter ist gut. Wer das tun mag möge, bitte "Leserinnen und Leser" sprechen und schreiben.

Leserinnen und Leser ist genauso gegendert wie Leser*innen...

Aber ich stimme zu, dass sich das erste besser anhört.

Und bitte nicht so ordinär schreiben...

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@verreisterNutzer

Es sieht auch besser aus, als mit dem merkwürdigen Stern.

Außerdem bekommt man so auch die Grammatik in allen Fällen richtig hin.

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verhuntsung der deutschen Sprache und Schrift

Dass das immer wieder von Leuten kommt, die "Verhunzung" nicht mal schreiben können, sprich für sich.

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