Gendergerechtes Schreiben?

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14 Antworten

Da das Deutsche schon ein Neutrum hat, plädiere ich schon seit langem dafür, dieses statt irgendwelcher komischer Konstruktionen zu verwenden. Wenn das nicht passt, kann man ja auch ein "Utrum" (bezeichnet beide / alle Geschlechter) einführen.

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Bei der Verwendung von "man/frau" fühle ich mich aufgrund meines Geschlechts diskriminiert - wieso bekommen wir einen Buchstaben geklaut?!

Auch die Tatsache, dass die Pluralformen den weiblichen Formen so ähnlich sind, wäre mir eigentlich egal, wenn nicht in anderen Feldern so auf "Neutralität" herumgeritten werden würde. Aber so fühle ich mich auch hier diskriminiert.

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Was das angehängte "(innen)" / "/innen" / "Innen" betrifft - wie ich schon oft gesagt habe:

"-in" ist eine Nachsilbe.

Vor- und Nachsilben werden verwendet, um ein Wort zu bilden, dessen Bedeutung sich vom Grundwort ableitet.

Durch die semiverpflichtende Verwendung der Nachsilben "-in"/"-innen" in allen möglichen Zusammenhängen ist auf unauffällige und damit umso persistentere Weise die Idee, dass die Frau sich vom Mann herleitet, auf Jahrzehnte hinaus zementiert worden.

Herzlichen Glückwunsch.

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Als einmal eine Frau klagte, weil sie "Dame [Nachname]" genannt werden wollte anstatt "Frau [Nachname]", habe ich mich gefragt, wieso mir das zumindest zur Hälfte lächerlich vorkam.

Mir scheint dies u. a. daran zu liegen, dass es keine wirklich entsprechenden Wörter für männlich und weiblich gibt. Sortiert nach Wertigkeit:

- Weib (abwertend)
- Mann (neutral)
- Frau (neutral bis leicht ehrend)
- Herr (deutlich ehrend)
- Dame (stark ehrend)

(Ursprünglich standen Mann und Weib auf derselben Stufe, ebenso Herr und Frau; was das Pendant zu Dame war, weiß ich jetzt nicht)

Da ein Wort die Bedeutung anzunehmen pflegt, in der es gebraucht wird, denke ich, dass die Abwertung der weiblichen Wörter daran liegt, dass man Frauen ("Damen") besonders ehren wollte und deshalb die Bezeichnung der jeweils nächst höheren Ehrungsstufe verwendete.

(Über die Herkunft des eklatanten Bedeutungsunterschiedes von "herrlich" und "dämlich" kann man herrlich spekulieren, auch wenn es vielleicht dämlich wirkt ...)

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Übrigens, Elisabeth Rook, ehemalige Oberbürgermeister von Solingen, bestand darauf, "Oberbürgermeister" und nicht "Oberbürgermeisterin" genannt zu werden, weil die "Oberbürgermeisterin" die Frau des Oberbürgermeisters ist, und sie hatte ja selbst das Amt inne. (Ich weiß nicht, ob sie verheiratet war, aber wenn, dann hätte demnach ihr Mann den Titel "Oberbürgermeisterin" getragen bzw. nach älterem Sprachstand hypothetischerweise zu tragen gehabt)

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Mein Vorschlag: Schmeißt das "-in" komplett raus und nehmt ansonsten das Neutrum für möglichst alle Bezeichnungen (außer ggf. in Fällen, wo es eindeutig ist, wie bei "Mutter" und "Vater"). Das erfordert eine längere Gewöhnungsphase, ist dafür aber nachhaltig. Mal abgesehen vom ästhetischen Gewinn gegenüber der heutigen "Lösung".

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Kommentar von RudolfFischer
22.11.2016, 10:21

Zitat: "(Über die Herkunft des eklatanten Bedeutungsunterschiedes von "herrlich" und "dämlich" kann man herrlich spekulieren, auch wenn es vielleicht dämlich wirkt ...)

Das ist doch seit langem bekannt:

"Herrlich" kommt von "hehr" (erhaben), nicht von "Herr".

"Dämlich" kommt von "dumm" (siehe "Dämel", "Dämlack", "damisch" ...) und nicht von "Dame".

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Die "Benachteiligung der Frauen" im Deutschen beruht auf mangelnden Deutschkenntnissen. Ausgelöst durch englischssprachige Länder, deren Staatssprache Genus anders ausdrückt als im Deutschen, führte ein unreflektierter Nachahmeeffekt gutwilliger Feministen zu Missdeutungen deutscher Personenbezeichnungen und anschließend gar zu systematischen Deformierungen.

Die glaubwürdigste Theorie der Genusentstehung besagt, dass es ursprünglich den Gegensatz "belebt" (utrum, eines von beiden) - "unbelebt" (neutrum, keines von beiden) gab, der heute noch in einigen deutschen Sprachelementen konserviert ist, so der Gegensatz zwischen "wer" und "was". (Nein, "wer" zielt nicht allein auf Männer, obwohl formal darin "er" enthalten ist). Ferner der Gebrauch der Präpositionen: "_Worauf_ spielst du an?" (Worauf: Sache), "_Auf wen_ spielst du an?" (Wen: Person).

Später entstand der Bedarf, Frauen als diejenigen Menschen, die etwas hervorbringen können, besonders herauszuheben, so dass sich aus dem Genus für allgemein Belebtes das Frauengenus abspaltete. Fatalerweise wurde das allgemeine Belebten-Genus "Maskulinum" genannt, weil die meisten Männerbezeichnungen dieses Genus bekamen, aber eben auch Personen mit unbekanntem Geschlecht ("Dieser Sitz ist für einen Passagier" => DER Passagier) und für Tiere und Sachen (DER Hund, DER Tisch). Analog bekamen auch viele Tiere und Sachen das Genus Femininum, z.B. "DIE Katze" als Gattungsbezeichnung, wenn das Geschlecht unbekannt ist oder keine Rolle spielt. Von diesen falschen Bezeichnungen rührt der Grundirrtum her, das natürliche Geschlecht (Sexus) in den Genusarten Maskulinum und Femininum abgebildet zu sehen, ja überhaupt Sexus und Genus zu verwechseln: "'Tisch' ist männlich."

Beim Maskulinum werden die Männer "mitgemeint", da es kein markiertes Genus nur für Männer gibt: "Lehrer" kann "männlicher Lehrer" oder "Lehrer unbekannten Geschlechts" sein. Bislang haben die Männer noch nicht dagegen revoltiert.

Die Entwicklung, Frauen durch Bezeichnungen besonders hervorzuheben, führte zu dem sog. "Galanterieeffekt": Um (konkreten) Frauen nicht zu kurz zu tun, wurden sie vorsichtshalber einen Rang höher tituliert, als ihnen vielleicht zustand. Also lieber "Dame" sagen, auch wenn die Angesprochene vielleicht gar nicht adelig ist. Ebenso "Frau" ('Herrin'!). Der Effekt bestand dann darin, dass Frauenanreden eine Inflation erlebten, was immer zu einer Abwertung führte: Anrede für hochgestellte Frauen => Anrede für alle Frauen => abwertende Anrede. Beispiele: Weib (normale Frauenbezeichnung) => Weib (abwertend), Dirne (normale Bezeichnung für ein Mädchen) => Prostituierte, usw. Das gibt es auch in anderen Sprachen (und bei anderen Sprachelementen wie z.B. den Personalpronomina). Wo irregeleitete Feministen also wieder eine Männerverschwörung zur Herabsetzung der Frau behaupten, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Folge des gegenteiligen Verhaltens, eine Frau durch die Anrede auf keinen Fall zu gering zu werten.  

Völlig absurd wird es neuerdings, nicht nur das natürliche Geschlecht mit Gewalt beim Genus sichtbar zu machen, sondrn auch noch alle Facetten eines "sozialen Geschlechts". Über das Sachliche hinaus auch gesellschaftlich bedenklich, wenn diese Sprachverirrungen für Examensarbeiten von Hochschulen verordnet werden. Das müsste einklagbar sein.

Es gibt sprachliche Untersuchungen (natürlich auch von Frauen), die nachweisen, dass im Deutschen keine "gendergerechte" Sprache möglich ist, ohne das Deutsche durch Umformungen zu verzerren. Ich verweise auf die bekannten Beispiele wie: "Geh doch mal zum Arzt" heißt keineswegs, nur zu einem männlichen Arzt zu gehen. Blinder Feminismus führt auch zu einwandfrei falschen Personenbezeichnungen wie "Mitglieder/innen" und "Erstsemester/innen". Auch "Passagierin" habe ich schon gesehen, es fehlen noch "die Verkehrsopferin", "die Geiselin", "die Lieblingin" usw.

Das Eintreten für die Gleichberechtigung der Frau auf allen Gebieten ist mir als Feministen natürlich ein wichtiges Anliegen. Ich möchte deshalb nicht, dass es durch abwegige Sprachverformungen einiger Dummköpf/innen in Verruf gebracht wird. 

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Kommentar von PWolff
24.11.2016, 18:29

... bis dahin, dass ich irgendwo mal von einer Studentinnenverbindung (nur für Frauen geöffnet), die soundso viele "Mitgliederinnen" hatte.

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Geht mir tierisch auf die Nerven, wenn es in den Nachrichten mal wieder heißt, alle Bürgerinnen und Bürger. Völliger Blödsinn. Bin ich vielleicht kein Bürger, oder was?! Das muss man nicht extra verweibsen. 

Wo doch sonst auch immer alles verkürzt wird in der Sprache. 

Ich fände es besser, wenn die Leute einfach wieder normal reden würden und nicht immer so politisch überkorrekt. 

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Kommentar von HansH41
21.11.2016, 15:54

Bald wir man fordern, die nächsten 50 Jahre nur noch die weibliche Form zu verwenden, weil man bislang nur die männliche Form benutzt hat.

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Ich kann den Sinn dahinter verstehen, finde es aber unnötig. Es gibt viel wichtigeres was man "bekämpfen" muss. Außerdem wird bei 'Bürger und Bürgerinnen' oä. immer nur von 2 Gechlechtern ausgegangen. (Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber anfangen ob es nur 2 Gesxhlechter gibt oder nicht, da ich nich selbst nicht 100% damit auskenne)

Ich fände es besser wenn es nur eine Einheitsform gäbe. Auch weil es praktischer währe.

Anstatt 'Bürger und Bürgerinnen' oä. einzufühen hätte man sich meiner Meinung nach lieber mal ein bisschen mehr gegen Slutshaming oä. einsetzten können.

Falls ihr denkt ich erzähl hier voll den Mist: Ich bin für konstruktive Kritik/eine Diskussion offen.

LG ^-^

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Kommentar von SunshineLilly
21.11.2016, 16:05

Es stimmt, dass damit nur von zwei Geschlechtern ausgegangen wird. Der Versuch, eine Einheitsform zu finden, wurde ja mit "Professx" usw gemacht, aber das hat nicht viel Anklang gefunden und wurde ziemlich zerrissen...

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Sprache dient m. M. n. in erster Linie der effizienten Übermittlung von Informationen. Deshalb benutzen viele Menschen auch Abkürzungen, und daraus resultiert auch das Vorhandensein von Fachbegriffen.

Außerdem sagt man Dinge, bei denen den Zuhörern klar ist, worum es geht, ohne jedes Detail erörtern zu müssen. Das nennt man Kontext.

Sprache ist lebendig und wächst im Laufe der Zeit. Als Form der natürlichen Auslese werden deshalb übermäßig komplizierte Konstrukte zwangsläufig wegfallen, und selbst wenn dieser Vorgang Jahrhunderte dauert. ("Tschüss!" ist einfach kürzer als "Gehabt euch wohl!", genauso wie "Stopp!" verglichen mit "Haltet ein!")

Auf der anderen Seite gibt es Kunstformen, wie Reime oder Gesang. Dabei steht neben der Information an sich auch die Art der Darbietung im Vordergrund.

Im täglichen Leben kommt es mit Sicherheit mehr auf sprachliche Effizienz als auf Schönheit an, weshalb wir auch nicht singend oder in Dichtform kommunizieren, sondern uns möglichst kurz und knapp fassen.

Deshalb wird sich diese "Gendergerechte Sprache" langfristig nicht durchsetzen können, denke ich. Trotzdem soll jeder so schreiben dürfen, wie er lustig ist. Der Leser entscheidet ja am Ende selbst, ob er weiterliest oder abbricht.

Einen Zwang zum "Gendern" halte ich in jedem Falle für falsch, denn egal wie weit man da geht, gibt es keine natürliche Grenze, und irgendein Sensibelchen wird sich immer finden, das sich dümmer stellt als es ist, und absichtlich plötzlich keinen Kontext mehr verstehen will.

Normalerweise würde ich sagen: "Da stehst du doch drüber!", falls sich jemand durch einen Satz gekränkt fühlen sollte, aber offensichtlich gibt es eine sehr große Gruppe von Menschen, die interessanterweise nicht drüber stehen. Dazu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

In jedem Text wird man Formulierungen finden, mit denen ein Teil der Bevölkerung nicht einverstanden sind. Der Aufwand, einen Text zu verfassen, mit dem möglichst viele Menschen zufrieden sind, steigt exponentiell an, je mehr man sich dem Optimum annähert. Realistisch erreichen wird man dieses aber höchstens bei Drei-Zeilern.

Irgendwann stehen Aufwand und Nutzen also in keinem vernünftigen Verhältnis mehr.

Mir fällt übrigens bei gegenderten Texten immer sofort auf, wenn eine Formulierung darin NICHT gegendert wurde. Warum vergessen es also manchmal die Autoren selbst, die normalerweise darauf beharren? Ich denke, weil es einen unnatürlichen Zwang darstellt, in den sich das Gehirn im Schreibflow nicht pressen lassen will.

Wer an anderer Stelle keine Prioritäten hat, der darf sich natürlich gerne damit auseinander setzen. Dagegen ist überhaupt nichts zu sagen. Wie gesagt, es soll jeder tun, wozu er lustig ist, solange er andere Leute nicht damit belästigt. Gibt ja auch Leute, die Guppys züchten ... das ist genauso harmlos. :)

Wenn jemand meinen nicht-gegenderten Text nicht lesen möchte, darf er gerne mitten drin aufhören. Wenn ich einen gegenderten Text nicht lesen möchte, darf ich auch mitten drin aufhören.

Fazit: Friede, Freude, Eierkuchen. :)

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Verwende höfliche Formen, dann kann sich keiner beschweren.

Lächerlich finde ich verschluckte Formen, wie man sie von Politikern, meist gn. hört; besonders stößt mir auf, der ich gelernt habe, dass man immer zuerst den anderen  (Rudi und ich) nennt, wenn dann grüne Frauen zuerst Damen und dann Herren nennen, finde ich das nicht in Ordnung. Im Zuge der Gleichberechtigung nennen Herren, wie gehabt Damen, umgekehrt Frauen Männer in ihren Reden zuerst, oder? 

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Kommentar von PWolff
21.11.2016, 16:11

Auch Duden sagt, dass eine Frau "Meine Herren und Damen" sagen soll.

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Finde ich gut und verwende ich auch. Dabei geht es nämlich nicht nur darum unsere Schriftsprache politisch korrekt zu machen.

Es macht doch hauptsächlich darauf aufmerksam, dass wir leider im 21. Jahrhundert noch daran arbeiten müssen Geschlechterdiskriminierung zu unterbinden. Jeder der also das Sternchen bewusst wahr nimmt, setzt sich mit diesem wichtigen Thema irgendwie auseinander, dass ist zu befürworten und zu fördern wenn man eine echte Integration von Homo-, Trans-, Queermenschen in unserer Gesellschaft wünscht.

Tatsache ist das die meisten Menschen die Gender-* ablehnen dies nur tun weil sie (wie auch immer ausgeprägte) frauenfeindliche und/oder homo-/transphobe Gefühle hegen; sonst gäbe es keinen Grund sich ernsthaft darüber zu ärgern.

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Kommentar von TeeTier
23.11.2016, 23:30

Tatsache ist das die meisten Menschen die Gender-* ablehnen

Kannst du das bitte mal auf Deutsch schreiben, so dass man weiß, wie man es aussprechen soll? Ernst gemeinte Frage!

Wie spricht man den markierten Teil denn aus? "Gender Strich Stern"? Oder wird der Bindestrich nicht mit ausgesprochen? Oder soll das die Kurzform von "Gender- und Genderinnen" sein, was keinen Sinn ergibt!?!? :)

Und wenn wir schon mal dabei sind, rein interessehalber: Ich lese öfter mal "Professx" ... wie spricht man das aus? Seit der Grundschule kann ich auch mir völlig unbekannte Fachbegriffe lesen, wenn sie mir das erste mal über den weg laufen. Zumindest kann ich grob die korrekte Aussprache erahnen. Aber bei "Professx" klingt es irgendwie nach einem Gallier. :)

Tatsache ist das die meisten Menschen die Gender-* ablehnen dies nur tun weil sie (wie auch immer ausgeprägte) frauenfeindliche und/oder homo-/transphobe Gefühle hegen;

Diese Aussage ist aber krass sexistisch, ist dir das klar? Denn du suggerierst damit, dass Männer in der deutschen Sprache nicht diskriminiert werden. Ich habe mal die Wörter markiert, die du eigentlich besser als "d*", "x" oder "*s" hättest schreiben sollen.

Fast alle Substantive haben einen Plural und werden mit "die" bezeichnet. Die Höflichkeitsform ist ebenfalls weiblich. Sollen jetzt auch noch Männer anfangen, ein "Möchte X d* Schuhe probieren?" zu fordern, wenn man in einem Schuhgeschäft "Möchten Sie die Schuhe probieren?" gefragt wird?

Wenn mir jemand eine Beleidigung an den Kopf wirft, dann antworte ich i. d. R. "Ja, du hast Recht. Schönen Tag noch!" und gehe weiter. Bei Leuten die gendern erwarte ich in der gleichen Situation immer ein "Stimmt ja gaaaar niiiicht ... seeelberrr!". :)

Viele Leute fühlen sich von Dingen beleidigt oder diskriminiert, die offensichtlich nicht so gemeint waren. Die Betonung liegt auf "offensichtlich", denn man muss sich schon sehr verrenken, um von so etwas eingeschnappt sein zu können.

Auf der anderen Seite gibt es Leute, die ignorieren es einfach, wenn sie sogar tatsächlich böswillig beschimpft werden, denken aber stattdessen lieber weiter über ihr Hobby nach.

Ich denke, mehr Leute sollten eine Art Hobby haben. :)

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Langweilige westliche Luxusprobleme. Wenn man keine Probleme hat macht man sich welche.

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Ich finde es gut bzw. notwendig . Es kann nicht sein , dass nur die männliche Form genannt wird und Frauen sich dann denken müssen, dass sie auch gemeint sind. Ich fühle mich ohne ein _innen nicht angesprochen

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Kommentar von Malavatica
21.11.2016, 15:39

Ich schon. 

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Gendergerechtes Schreiben ist:

überflüssig,

ein Zeichen von unausgelastetem Berufsleben,

ein ausgesprochenes Luxus-Problem für Menschen, die sonst keine Probleme sehen,

eine Beleidigung des deutschen Sprache und Schrift.

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Danke für all die guten und konstruktiven Antworten in der kurzen Zeit ^^ 

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Man sollte schon, wenn man von Personen, BErufen, etc... spricht, beide Formen benutzen. Es gibt nun mal nicht nur Ärzte, Schauspieler, Lehrer, etc...

Ich  gebe allerdings zu, dass ich es auch selten mache, ganz einfach , weil ich zu faul bin.

Aber es ist schon interessant, dass man dann, wenn man faul ist, immer die männliche Form benutzt. Warum eigentlich?

Die Männer würden freilich  aufheulen, wenn man schrieb: "Die Bundesregierung wird 5000 Soldatinnen aus Afganistan zurückziehen. " Die Männer würden sicherlich sagen: "Wie? Und was ist mit den Soldaten?"

Während sich leider die Soldatinnen immer mit angesprochen fühlen müssen, wenn es heißt, "es werden 5000 Soldaten aus Afganistan abezogen."

Von daher finde ich es in Maßen in Ordnung. Auch wenn es etwas unbequem ist.

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Kommentar von TeeTier
23.11.2016, 23:03

Aber es ist schon interessant, dass man dann, wenn man faul ist, immer die männliche Form benutzt. Warum eigentlich?

Weil es kürzer und damit effizienter ist.

Es ist normal, dass sich mittel- und langfristig in der Natur die Prozesse durchsetzen werden, die weniger Energie benötigen.

Klingt jetzt zwar komisch, aber um ein "-innen" an ein Wort ran zu hängen, sind neben einer unglaublichen Arbeit des Gehirns extrem viele perfekt koordinierte Muskelkontraktionen notwendig.

Sag mal 100 mal "innen" hintereinander und achte am Ende darauf, wie sich deine Zunge anfühlt! Das ist der Energieverbrauch, den das Gehirn vermeiden will. Im Alltag merkst du nur nix davon, weil die 100 mal "innen" über 12 Stunden verteilt sind. Der Energieverbrauch ist dabei aber der selbe! Deshalb vermeidet - bzw. "vergisst" - das Gehirn solche unnötigen Dinge gerne mal.

Mit Diskriminierung oder mangelndem Respekt hat das also nichts zu tun.

Wäre die weibliche Form kürzer als die Männliche, würdest du genau das selbe beobachten und Fragen: "... wenn man faul ist, immer die weibliche Form benutzt. Warum eigentlich?". :)

Deshalb kann man bei Reden von SPDlern immer dieses "Liebe Genossinnen und Genossen" hören, aber im Alltag ist das einfach zu viel Aufwand. :)

Was kürzer ist, wird sich also durchsetzen. Im Umkehrschluss bedeutet das, Gendern wird irgendwann aussterben. Vielleicht sogar durch eine komplett neutrale Ausdrucksweise, die noch kürzer ist, als das Maskulinum heutzutage.

Hauptsache effizient. In der Natur geht es immer nur um Effizienz. :)

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Ich finde, dass es auf die Situation ankommt. Ich würde es nicht immer verwenden, aber auf der "offiziellen Ebene" auf jeden Fall.

Also z.B.: "Ich treffe mich jetzt mit meinen Freunden": damit sind natürlich auch meine weiblichen Freundinnen und Freunde, die sich außerhalb von der binären Geschlechterordnung sehen, gemeint.

Aber in offiziellen Schreiben finde ich es gut und notwendig, alle sollten sich angesprochen fühlen, egal ob sie cisgender Männer, Frauen, Transgender, Intersex, Agender, Genderqueer u.s.w. sind... Lange Zeit war die Welt eben so männerdominiert, dass eine Ansprache der Frauen nicht als notwendig angesehen wurde. Heutzutage wird deutlich daran gearbeitet und das sollte sich auch in der Sprache wiederfinden.

Andere Möglichkeit: Ganz am Anfang eines Textes schreiben, dass bei den nachfolgenden Formen (außer bei deutlicher Kennzeichnung) auch immer andere Geschlechter einbezogen sind, und/oder im nachfolgenden Text immer z.B. "Schüler*" schreiben, das macht den Text flüssiger und ist nicht diskriminierend. :)

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Kommentar von HansH41
21.11.2016, 15:56

Das ist so selbstverständlich, dass man es nicht eigens angeben muss.

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Nichts. Etwas was die Welt nicht braucht. Wir sollten uns über andere Dinge den Kopf zerbrechen.

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