Genderdiskussion in der Schule, Argumente?

15 Antworten

Neben den beiden biologischen Geschlechtern gibt es ja noch etwas dazwischen, was eine Krankheit ist.

Aber wenn jemand auf eine bestimmte Art und Weise angesprochen werden will, oder sich nicht seinem biologischen Geschlecht entsprechend kleidet, dann sollte er / sie / es das tun dürfen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Mir ist egal wie sich andere Leute anziehen oder geben. Soll jeder machen, wie er glücklich ist.

Auf der anderen Seite hören die Freiheiten des einen dort auf, wo die Freiheiten des anderen anfangen.

Deshalb lehne ich nicht mehr flüssig lesbare gegenderte Texte strikt ab. Dinge wie "Liebe Leserinnen und Leser ..." sind dabei m. M. n. noch völlig vertretbar, aber wenn es mit "Liebex Lesx ..." anfängt, dann darf niemand beleidigt sein, wenn ich mir den Text eben NICHT antue, sondern ihn zur Seite lege.

Wenn zwanghaft nur die weibliche Form genutzt wird, ist mir das allerdings auch egal, auch wenn Texte dadurch stellenweise langatmiger werden, aber solange es nicht ausartet, juckt mich das nicht.

Wenn mir eine Frau sagt, dass sie mit "er" oder "es" angesprochen werden will, so kann man dem nachkommen, denke ich. Erwarten können sollte man das aber nicht.

Naja, aber das ist sowieso alles Ansichtssache. Und die Leute zu verteufeln, die auf "der anderen Seite" stehen, geht auch zu weit. Man sollte einfach die Meinungen anderer so weit wie möglich akzeptieren, sofern das keine Einschnitte in eigene Freiheiten hat. Zu beachten ist dabei, dass das in beide Richtungen gilt, sonst wäre die Aussage reichlich nutzlos. :)

Also wenn du nicht nachvollziehen kannst, dass sich ein Mann als Frau fühlt, ist das erst mal OK. Deshalb darfst du die andere Person natürlich nicht beleidigen, oder mobben. Wenn du das akzeptierst, und die Person dann auf deren Wunsch mit "sie" ansprichst, ist das auch völlig OK. Aber die andere Person darf nicht erwarten, DASS du das tust. Wenn ihr euch einigt, OK. Wenn nicht, dürft ihr euch gegenseitig oder auch einseitig ignorieren. Aber Vorschriften zu machen geht m. M. n. zu weit.

Wenn ich möchte, dass mich alle meine Bekannten ab sofort als "Kaulquappe" bezeichnen, wäre es illusorisch zu glauben, dass es da niemanden gibt, der das nicht komisch fände. Im Gegenteil: Es wäre komisch, wenn es NIEMAND komisch fände.

Wenn dann ein Teil meiner Bekannten dazu übergeht, mich "Kaulquappe" zu nennen, ist das schön für mich. Wenn es ein anderer Teil aber nicht tut, dann werde ich damit einfach leben. Fertig. :)

Ich denke, man muss nicht um alles einen Aufriss machen. Man kann sich auch einigen. Und eine Einigung funktioniert entweder, oder sie tut es nicht. In beiden Fällen kann man am Ende nichts mehr machen. Im Falle einer Nichteinigung kann man zwar einen, zwei oder mehrere neue Versuche unternehmen, aber wenn diese Versuche den Lebensinhalt bestimmen und nur noch ihrem Selbstzweck dienen, dann sollte man es einfach einsehen.

Einige (nicht alle!) Menschen sind eben nicht änderbar. Weder der Mann, der sich als Frau fühlt (oder umgekehrt), noch Leute, die das aus Sicht eines Dritten toll finden, oder eben nicht.

Niemand sollte sich in die persönlichen Angelegenheiten anderer einmischen. Weder in Form von Diskriminierung, noch in Form von aufgezwungenem Meinungsbild. :)

Hi,

Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen sex und gender, was ganz wichtig ist. Man wird mit beidem geboren, bei den meisten Menschen überschneiden sie sich oder sind völlig gleich, aber eben nicht immer.

Sex ist das biologische Geschlecht (also ein Mann hat einen Penis usw). Da gibt es die Unterscheidung zwischen männlich, weiblich und intersexuell (Menschen, die Merkmale beider Geschlechter besitzen - das wurde übrigens vom Verfassungsgericht auch offiziell anerkannt).

Gender ist viel komplizierter. Das ist nämlich das soziale Geschlecht. Gender kann definiert werden als "the state of being a man, a woman, both, neither, somewhere in between, or something entirely different." Und da gibt es viele Möglichkeiten.

Man kann das natürlich als "special snowflake Gehabe" abtun, man kann aber auch einfach akzeptieren, dass sich manche Menschen eben nicht als Mann oder Frau fühlen und dass es sie extrem belastet, wenn sie einem Geschlecht zugeordnet werden, wenn es ihnen aufgezwungen wird, obwohl sie sich ihm selbst nicht zugehörig fühlen. Und man kann nicht beweisen, dass sie es sich nur einbilden. Nur weil man selbst nicht so fühlt, soll das heißen, dass niemand sich so fühlt? Und warum will man die Leute nicht einfach glücklich lassen, sondern will ihnen einreden, wie und was sie zu sein haben?

Liebe Grüße

Intersexualität begründet kein drittes Geschlecht. Intersexuelle Menschen (also tatsächlich intersexuelle Mosaik- oder Chimärenmenschen, nicht Menschen, die im Chromosomensatz wegen Abweichungen zwar nicht eindeutig zuordenbar sind, jedoch im Phänotyp und auch in der Geschlechtsidentität klar einem Geschlecht zugeordnet werden können) machen wahrscheinlich weniger als 0,1 Promille (!) der Bevölkerung aus, können sich nicht vermehren und sterben mit 99%iger Wahrscheinlichkeit bereits im Mutterleib. Das ist kein Geschlecht, sondern eine Fehlbildung, die auch in der Realität zahlreiche Symptome nach sich zieht.

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Das Bundesverfassungsgericht (BverfG) hat geurteilt, dass nur 2 Gechlechter verfassungswidrig ist, die Eintragung ohne Geschlecht möglich sein muss.

Das hat einen historischen Hintergrund.
Seit etwa 1910 werden Personen in der Psychatrie und Psychologie in IDC eingeteilt, mit einem Wort als krank angesehen.
Transgender sind demnach IDC 64.

Das ist, nach dem Grundgesetz schlicht eine Dikriminierung.
Seit dem Urteil des BverfG, vom November 2017, können nunmehr LGBT's , wozu u.a. Transgender gehören, "ohne Gechlecht" in die Personenstandspapiere eingetragen erhalten.

Eine Diskussion über Rechtssetzungen durch das BverfG sind deshalb überflüssig.
Es spielt keine gesteigerte Rolle, wieviele Geschlechter Du kennst oder Deiner Wahrnehmung nach bestehen.

Die Institution Bundesverfassungsgericht ist nicht sakrosankt und schon gar nicht jeder Kritik erhaben. 

Wenn Personen, deren Geschlechtsidentität nicht ihrem biologischen Geschlecht entspricht, eine Rate an Suizidversuchen von knapp 40% aufweist, dann sind Zweifel angebracht, ob unsere Gesellschaft tatsächlich so grauenhaft mit Transsexuellen/Transgendern umgeht, dass mehr als ein Drittel davon versucht, sich das Leben zu nehmen. Diese Selbstmordrate sucht selbst in der Geschichte ihresgleichen; und findet es nur bei den Juden in der Zeit des Nazi-Regimes.

Seit dem Urteil des BverfG, vom November 2017, können nunmehr LGBT's , wozu u.a. Transgender gehören, "ohne Gechlecht" in die Personenstandspapiere eingetragen erhalten.

Das ist schlichtweg falsch. Transgender (und Lesben, Schwule und Bisexuelle schon gar nicht) müssen weiterhin ihr biologisches Geschlecht angeben. Das ›dritte Geschlecht‹ richtet sich an intersexuelle Menschen, deren Chromosomensatz keine einwandfreie Zuordnung zu einem der zwei Geschlechter erlaubt. 

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