Gemeinschaftsgarten

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6 Antworten

Vielen Dank für die vielen Antworten... wir werden jetzt einen Anwalt kontaktiere. Immerhin haben wir die Wohnung genauso wie das Gartenstück ist gekauft dieses grenzt an unsere Terasse und besteht nur aus Hecke und einer Steinmauer...niergends ist etwas schriftlich dokumentiert :-(((

Ich würde zunächst überhaupt keine Zusagen machen oder sogar etwas Schriftliches aus der Hand geben.

Ob Ihr Euch auf Gewohnheitsrecht berufen könnt, weiß ich nicht. Zu prüfen ist der Kaufvertrag der Wohnung. Ist da etwas von der Nutzung eines Gemeinschaftsgartens erwähnt? Habt Ihr etwas für den Umbau bezahlt? Was steht genau drin? Anscheinend könnt Ihr dieses Gartenstück für Euch, aus Eurer Wohnung heraus nutzen? Habt Ihr im guten Glauben annehmen können, müssen, dass das Gartenstück zu der Wohnung gehört?

Wo ist das Problem? Rückbau ist nicht gestattet. Zum kauf kann niemand gezwungen werden. Ihr (und der Vorbesitzer) nutzt das Gartenstück. Für andere ist es anscheinend nicht nutzbar/zugänglich.

Welche Forderungen werden denn sonst noch an Euch gestellt?

Nehmt Eure Unterlagen und lasst Euch vorsichtshalber für eine Beratungsgebühr von einem RA beraten (Grund- und Eigenheimbesitzervereine beraten auch kostenfrei. Der jährliche Beitrag ist gering.) Und dann genießt das schöne Wetter auf dem Teilstück, denn als Mitnutzer des Gemeinschaftsgartens muss man ja nicht vorher würfeln, wo man an diesem Tag sitzen darf??

Zum Kauf dieser 30 m² kann Euch niemand zwingen. Schwieriger wird es mit Rückbau bzw. Pflege bzw. Erhalt der Fläche. Habt Ihr überhaupt zumindest optisches Interesse am Erhalt der Fläche im derzeitigen Zustand ? Noch was könnte interessant sein. Was steht denn Im Kaufvertrag ? Und ist ein eindeutig erkennbarer Bezug zu Eurer Wohnung gegeben ? Wenn ja und Ihr ggf. gekauft wie gesehen habt, dann liesse sich daraus ein Sondernutzungsrecht ableiten. Für mehr fehlen Antworten auf die offenen Fragen.

Davon unabhängig könnte es sein dass derzeit also während der Vogelbrutzeit ein Rückbau unzulässig sein könnte.

Da das Gartengrundstück im Vertrag nicht erwähnt ist und auch kein anderes Nutzungsrecht an Euch übertragen wurde, hätte das Problem mit dem Vorbesitzer geklärt werden müssen. Ihr als 2.Besitzer habt deshalb nicht die Verantwortung für dieses Gartenland beim Wohnungskauf erworben. Also könnt Ihr die Beräumung und auch den Kauf des Gartens verweigern !

Da würde ich mir an Eurer Stelle mal alle Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre vor Eurem Einzug holen. Da wird meist über solche Sachen abgestimmt. Eventuell mal den Voreigentümer kontaktieren. Vielleicht hat er sich das sogar schriftlich von den anderen Eigentümer geben lassen und vergessen, Euch das Schriftstück vorzulegen. Wenn dieses alles erfolglos ist, würde ich einen Anwalt kontaktieren. Der wird Euch richtig beraten was zu tun ist. Wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt, dann sollte dies mit abgedeckt sein. Auf jeden Fall ist die Beratungsstunde von knapp 250 Euro günstiger, als ein 30qm Grundstück zu kaufen.

Ich sehe das ähnlich wie die naderen Ratgeber hier.

@ Cheeky ihr habt zwar die Wohnung gekauft, aber nicht den Garten, und genau das ist der Knackpunkt bei der Sache.

Beispiel = Kaufst du dir eine Garage für euer Auto, aber das Zufahrtsgrundstück besitzt ein anderer und er benutzt diese Zufahrt für die Lagerung seiner Ziegel, so kannst du nichts dagegen machen, oder du kaufst das kleine Zufahrtsgrundstück.

In deinem Fall greift eben das Gewohnheitsrecht des alten Garten, der durch die Gewöhnung der Mieter und Verwaltung vorher so angenommen wurde.

Gruß Wolf

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