Gemeinsames Sorgerecht:Bin ich in der Pflicht, meinem Exmann Zeugnisse, Doku. d. Kinder vorzulegen?

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Geteiltes Sorgerecht ist eigentlich nur sinnvoll wenn beide Parteien sich darüber einig sind, nicht die eigenen Gefühle, sondern die Interessen der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Das ist sicher nicht immer so einfach, aber zum Wohl der Kinder ist es hilfreicher nicht jedesmal danach zu fragen - was muß ich oder bin ich dazu verpflichtet? besser wäre zu überlegen - was ist sinnvoll, wichtig oder angebracht?

Dazu gehört natürlich auch der Informationsfluß! Der Vater hat moralisch und gesetzlich ein Recht darauf, ebenso gehört das respektieren gegenseitiger Wünsche dazu. Sorgen und Pflichten sollten unbedingt geteilt werden, (wenn schon der Löwenanteil an dir hängen bleibt, weil die Kinder bei dir leben) - wenigstens im Gespräch! Dann fällt es euch auch leichter, sich gemeinsam über Erfolge und positive Entwicklungen der Kinder zu freuen.

Aber ich weiß schon - das ist alles leichter gesagt, als getan! Denn zwischen Theorie und Praxis klafft oft eine Lücke. Manchmal braucht es einfach noch Zeit bis sich alles eingependelt hat! Von Frau zu Frau wünsche ich dir die Kraft das Wohl der Kinder vorrangig im Auge zu behalten, selbst dann, wenn es persönliche Abstriche bedeutet. Alles Gute! Liebe Grüße IlD

Vielen Dank für das ☆chen :-)

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Im Zuge des gemeinsamen Sorgerechts kannst Du ihm die Zeugnisse zeigen, aber Du bist rechtlich nicht verpflichtet (wie haben den gleichen Fall ). Es ist absolut ok wenn Du es freiwillig möchtest und noch mehr ist es ok, dass Dein Großer selbst entscheiden darf was er will und was nicht. Ich finde Deine Einstellung gut, allerdings kann ich nicht verstehen, was an den Zeugnissen zeigen verwerflich sein soll. Dein Ex zahlt Unterhalt so gut er kann, also solltest Du ihm auch ein wenig entgegenkommen. Das vereinfacht manches um einiges

Ja, kann er . Er kann sogar Zeugniskopien bei der Schule anfordern, jedoch haben die das natürlich nicht so gerne. Es gibt auch so was wie eine "Auskunftspflicht", bei gemeinsamem Sorgerecht kann er sogar gegen alles intervenieren, was du alleine unterschrieben hast - also Anmeldung in der Schule, im Sportverein etc.

Nun interveniert er aber nicht, sondern er will lediglich informiert werden. Du schreibst, er interessiert sich nicht; für mich hört es sich aber so an, als tut er genau DAS; du magst ihm nur genau die Auskünte nicht geben; weil er im Gegenzug irgendwas anderes verweigert hat.

Das ganze Spiel ist nicht im Sinne und zum Wohle der Kinder! Ob er dir irgendwelche Einkünfte verweigert ist nicht in Ordnung - steht aber auf einem anderen Blatt. Du mußt bei deinen Kindern "wohlwollend einwirken", daß sie den Papa auch mal anrufen. Zwingen kannst du sie natürlich nicht, aber dagegen reden ist auch nicht förderlich. Du mußt den Kontakt schon unterstützen.

Versteh mich nicht falsch; ich kann mir vorstellen, da ich in ähnlicher Situation bin, daß das ganze nicht leicht ist, aber ich bin der Meinung, die Erwachsenen sollten sich auch wie erwachsene Eltern benehmen und aus diesen Kleinkriegen die Kinder raushalten - wenn also dein Ex informiert werden möchte, dann tu ihm doch den Gefallen - auf die Art hat er die Möglichkeit, Einblick ins Leben der Kinder zu kriegen. Sei die "Klügere" und gib nach, gib ihm, was er wünscht - das kostet dich doch nur ein müdes Schulterzucken. Lass dir nicht später von den Kindern vorwerfen, den Kleinkrieg weitergeführt zu haben - und beziehe den Vater irgendwie mit ein.

Ja, was die Telefonate anbelangt, habe ich durchaus schon auf die Kinder eingewirkt. Sie haben oft keine Lust anzurufen. Das gibt mir zu denken. Ich mußte auch öfter an seinen Geburtstag erinnern, damit sie es nicht vergessen.... obowhl sie gerne bei ihm sind. Das zeigt mir aber, wie sehr er sich auch durch sein Verhalten (Desinteresse) ins Abseits gedrängt hat: er ist nicht sooo wichtig. Das liegt ursprünglich auch daran, daß er während der Ehe wenig Interesse zeigte. Er hat sich verzichtbar gemacht - leider. Somit kriegt er nun die Retourkutsche über die Kinder. Was das psychologisch langfristig für die Kinder bedeutet, wag ich nicht zu denken. Haben sie noch ein positives Bild vom Vater-sein??? Mein Partner und ich versuchen jeden Tag zu zeigen, daß es auch anders geht, daß man auch Familie leben kann mit beiden Eltern und ein Vater nicht nur "anwesend" ist.. Mein Partner kann dennoch nicht den Vater ersetzen und das soll er auch nicht. Aber das ist eine neue Geschichte.

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Ich weiß, dass ihr bei gemeinsamen Sorgerecht BEIDE zu gleichen Teilen verpflichtet seid, euch gegenseitig über wichtige Dinge zu informieren, die die Kids betreffen. z.B. falls die Versetzung gefährdet ist, sie was anstellen was rechtliche Konsequenzen hat , Unfälle, schlimmere Verletzungen, ernste Krankheiten u.ä.

Über die normalen Zeugnisse müsst ihr keine Kopien erstellen oder sowas. Da reicht es rechtlich gesehen, wenn du ihm sagst das alles ok ist (sofern es das auch tatsächlich ist!)

Da ihr aber grundsätzlich scheinbar Schwierigkeiten habt, solltet ihr beim zuständigen Jugendamt eine "Vereinbarungserklärung" über die Dinge machen, an die ihr euch dann BEIDE halten müsst. Dort könnt ihr auch das Thema Unterhalt klären. So vermeidet ihr weitere Streitigkeiten und auch für euch und die Kinder wird es angenehmer.

Zeugnisse und ähnliches muß er selbstverständlich einsehen. Daran das er die sieht solltest auch Du ein Interesse haben/

Hallo, so selbstverständlich ist das ja nicht. Denn am Üben für die Schule und ähnlichem beteiligt er sich nicht. Somit haben die Kinder keinen Nutzen davon, daß er ihre Zeugnisse sieht. Das Vorzeigen der Zeugnisse täte ich nur, weil er als Vater ein Recht auf Informationen hat. Die könnte er sich aber - wenn er wirklich interessiert wäre - auch bei den Kindern holen oder über die Schule. Bis heute hat er nach keiner Note gefragt und ihn hat kein Lehrer kennengelernt.....

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