Gemeinsame Rechnung ausstellen lassen?

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4 Antworten

Üblicherweise würde man das der Hausverwaltung geben, und die wiederum die Kosten im Umlageverfahren jedem WEG Mitglied in Rechnung stellen.

Ihr wollt jetzt aber auch nicht wirklich dem armen Handwerker auferlegen, 12 Teilrechnungen mit 12 Adressaten auszustellen? Nicht nur ist das sinnlose Zeitvernichtung, er wird sich auch aufgrund der gemeinsamen Schuldnerschaft der WEG mit gutem Grund weigern, so zu agieren. Denn stellt man die Rechnung an die WEG, sind alle Gesamtschuldner. Hingegen wären es ansonsten 12 Einzelrechnungen, die alle einzeln einzufordern wären.

Die einfachere Lösung ist, eine Rechnung an die WEG zu stellen, und die Firma zu bitten, im Begleitschreiben die 12 Adressaten der WEG mit ihren jeweiligen Teilbeträgen aufzuführen.

Dankeschön! :)

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Wer ist denn der Auftraggeber der Maßnahme?

Wird privat in Auftrag gegeben. Das sind gemeinsame Leitungen der
Eigentümer + die je eigenen Leitungen, aber da alles exakt identisch ist
lässt sich der gesamtpreis durch die anzahl der eigentümer teilen.

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@Narktor

Also wird die Maßnahme durch die Gemeinschaft beauftragt, die in dem Fall als GbR auftritt?

Dann gibt es nur eine Rechnung. Der Betrieb wird sich bestimmt nicht hinsetzen und hier etliche Einzelrechnungen erstellen.

Als Tipp: Lasst Euch ein Treuhandkonto einrichten, auf welches jeder Eigentümer seinen Anteil einzahlt. Erst wenn der "Topf" voll ist, würde ich den Auftrag auslösen.

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Sind die Leitungen nicht auf öffentlichem Grund? Wer gibt die Arbeiten in Auftrag?

Nein sind nicht öffentlich. Wird privat in Auftrag gegeben. Das sind gemeinsame Leitungen der Eigentümer + die je eigenen Leitungen, aber da alles exakt identisch ist lässt sich der gesamtpreis durch die anzahl der eigentümer teilen.

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Die Finanzierung sollte bei Auftragserteilung geklärt sein. Das ist auch dem Auftragnehmer gegenüber fair.

Das stimmt. Andererseits ist bei einer WEG als Auftraggeber jeder einzelne Miteigentümer gesamtschuldnerisch heranzuziehen. Insofern ist das kaum ein Risiko für den Auftragnehmer.

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@lesterb42

Stimmt, da Reihenhaussiedlung. Dann eben eine GbR. Kommt aber auf das Gleiche hinaus....

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@FordPrefect

Nicht so ganz, weil ein Verwalter fehlt und auch nicht vorgeschrieben ist. Das macht die Sache erheblich schwieriger.

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@FordPrefect

Zudem ist das gar nicht gesagt. Grundsätzlich definiert sich eine WEG nicht hinsichtlich der Frage, ob die Miteigentümer im selben Gebäude hausen oder nicht. Rechtlich gesehen gilt für die Miteigentümer auch in einer Reihenhaussiedlung das WEG Recht deckungsgleich; und hier geht es ja um Gemeinschaftseigentum (Leitungen und Zufahrten).

Siehe u.a.

https://www.anwalt24.de/fachartikel/bauen-und-immobilien/18183

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@FordPrefect

Ja, es gibt Reihenhausanlagen, die in WEG aufgeteilt sind.

Im vorliegenden Fall sehe ich die Sache anders. Nämlich so  dass da z. B. im Jahre 1984 ein Bauunternehmer eine Reihenhaussiedlung hingesetzt hat und jedes Reihenhaus steht auf einem eigenen Flurstück. Die Grundleitung, die nun durch ist, läuft von der öffentlichen Straße über die einzelnen Flurstücke. Wenn das halbwegs richtig gemacht wurde, müßten zu Gunsten der hinten liegenden Grundstück und  zu Lasten der forderen Grundstücke Leitungsrechte eingetragen sein. Mit WEG hat das dann nichts zu tun.

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