Gemeinsame Geschäftsidee: Programmierung für eine Internetseite nur einer erhält "Lohn/Vergütung", muss dies versteuert werden?

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4 Antworten

In dem Moment, wo zwei Personen einen gemeinsamen Zweck verfolgen, ist bereits eine BGB-Gesellschaft = GbR gegründet - siehe: BGB § 705.

Das kann auch mündlich und durch übereinstimmendes Handeln erfolgen. Damit ist auch verbunden, dass beide Gesellschafter gemeinsam, solidarisch und mir ihrem gesamten Vermögen haften. Deshalb ist bei einem Vorhaben, wie Ihr es plant, immer ein schriftlicher Vertrag vorab zu empfehlen.

Da Ihr durch gemeinsame Zweckverfolgung gemeinsam eine GbR = Personengesellschaft gegründet habt, seid Ihr Unternehmer und könnt Euch keinen Lohn zahlen, also auch keine Lohnfortzahlung. Vielmehr steht Euch der Gewinn anteilig zu. Alles, was vorher aus der Gesellschaft entnommen wird, ist Vorab-Gewinnausschüttung.

Das nur kurz zu einigen Punkten. Es dürfte deutlich werden, dass Ihr Euch der rechtlichen und steuerlichen Folgen Eures Plans nicht bewusst seid. Deshalb wäre dringend eine kompetente Unterstützung anzuraten, beispielsweise durch einen kompetenten Gründungsberater - http://www.firma.de. Dies um so mehr, als Ihr ja auch nach dem Projekt zusammenarbeiten wollt.

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Kommentar von Snipe13051
28.01.2016, 16:04

Durch die automatische GbR-Gründung bin ich in diesem Fall aber nicht verpflichtet einen Gewerbeschein anzumelden richtig? Dies würde ich machen, sobald das ganze an die Öffentlichkeit geht. 

Laut Auskunft der IHK kann ich meinem Partner das Geld nur Schenken. Dann kann ich mich aber nicht über einen GbR-Vertrag absichern (das der z.B. nicht mit dem Geld "abhauen" kann).

Sobald ein Vertrag gemacht wird, der auf eine gewisse Gegenleistung beruht, muss einer von beiden ein Gewerbe angemeldet haben. So die Auskunft der IHK.

Danke

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Die Firma muss vor Beginn der Arbeit gegründet werden. Nur dadurch ist eine solche Konstruktion möglich. Eine Gewerbeanmeldung ist Pflicht. Ob eine Firma Umsatz macht oder nicht spielt keine Rolle. Wichtig ist außerdem, dass nur so die Kosten gegenüber dem Finanzamt als Verlustvortrag geltend gemacht werden können. Der Entlohnte kann auch auf Honorarbasis arbeiten, nur muss es dann selbst noch ein Gewerbe anmelden. Ansonsten ist er Angestellter, mit allem drum und dran.

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Kommentar von wurzlsepp668
28.01.2016, 10:57

es ist NICHT möglich, einen Gesellschafter als Angestellter der eigenen Gesellschaft zu deklarieren ......

funktioniert nicht ....

also nix mit allem drum und dran

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Kommentar von Snipe13051
28.01.2016, 16:27

Verstehe ich es richtig, dass sobald ich im stillen Kämmerlein mit jemanden etwas erfinde und ihm als Dank für seine Zeit finanziell unterstützen möchte, ich immer ein Gewerbe anmelden müsste?

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Es ist von Vorteil, wenn du Ideen oben klar darstellst und nicht unten noch was nachreichst. Dass  ihr einen Investor gefunden habt, ist für eure Idee zwar entscheidend, nicht aber für deine Frage.

Ihr habt also zu zweit eine Idee ausbaldowert, ein dritter finanziert den Lebensunterhalt eines Gesellschafters mit 1.300 Euro monatlich.

Es sieht wie eine GbR mit drei Gesellschaftern oder mit zweien und einem stillen Beteiligten aus. Die Gesellschaft ist formfrei, kann also mündlich gegründet werden. Ich vermute, dass der Dritte euch die 10.000 nicht ohne Vertrag gegeben hat.

Die Entnahme der 1300 ist kein Verdienst, da der Gesellschafter diese nicht aufgrund eines Leistungsverhältnisses im Sinne der sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes bekommt. Steuern müsst ihr mangels Einnahmen nicht bezahlen, umgekehrt entstehen Betriebsausgaben, die zumindest eurem Geldgeber nützlich sein könnten.

Natürlich sind sogenannte vorweggenommene Betriebsausgaben möglich, in eurem Fall sind sich nicht mal vorweggenommen.

Die Anmeldung bei der Stadt könnt ihr immer noch vornehmen, wenn ihr u Einnahmen kommt.

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Kommentar von Snipe13051
28.01.2016, 16:13

Die Entnahme der 1300 ist kein Verdienst, da der Gesellschafter diese nicht aufgrund eines Leistungsverhältnisses im Sinne der sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes bekommt. Steuern müsst ihr mangels Einnahmen nicht bezahlen, umgekehrt entstehen Betriebsausgaben, die zumindest eurem Geldgeber nützlich sein könnten.

Könntest du mir das bitte näher erläutern? Ich habe mir die sieben Einkunftsarten näher angeschaut aber verstehe nicht, warum es keinen Punkt davon abdeckt. 

Liegt es daran, das wir ein gemeinsames Ziel haben, welches wir zum Zeitpunkt "x" erreicht haben wollen er aber die Zeit etc. selber einteilen kann?

Sobald wir mit dem Projekt dann an die Öffentlichkeit gehen, werden wir auf jeden Fall ein richtiges Gewerbe anmelden. 

Danke für die Hilfe

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Eine gewerbliche Tätigkeit ist eine selbstständige, nachhaltige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht und Teilnahme am Wirtschaftsverkehr. Eine Bedingung ist also, dass die Leistung öffentlich angeboten wird - beispielsweise durch Werbung oder Verkauf von Ergebnissen Eurer Arbeit. Solange nur im stillen Kämmerlein ohne Gewinnerzielungsabsicht getüftelt und dafür Geld hin- und hergeschoben wird, ist das keine selbstständige Tätigkeit.

Da jedoch gerade für die Umsetzung von Projekten oft viel Zeit und Geld draufgeht, ist eine Gründung voraub zu empfehlen. Dann können die Kosten in dieser Zeit als Betriebsausgaben abgerechnet werden und den späteren Gewinn senken. Im Nachhinein geht das kaum noch.

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Kommentar von Snipe13051
31.01.2016, 11:14

Genau so ist auch meine Kenntnis. Terrial hat sich wahrscheinlich nur etwas unglücklich ausgedrückt.

Vielen Dank für die Richtigstellung!

Bei uns hält es sich noch in Grenzen. Es sind ca. 5000 Euro mit allen drum und dran. Zumindest bis zu geplanten Veröffentlichung.

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