Gemeinnütziger Verein, Vereinsrecht

2 Antworten

Im Grunde ist das rechtens, da das Handeln des Vorstandsvorsitzenden auch vom Restvorstand (und der Mitgliederversammlung) überwacht wird.

Allerdings ist (insbes.beim gemeinnützigen Verein) immer besondere Vorsicht geboten in solchen Fällen, da das Vereinsrecht aus gutem Grunde vorschreibt, dass der Verein mit Vereinsmitgliedern nur Geschäfte machen darf, bei denen diese nicht bevorteilt werden - sonst droht Verlust der Gemeinnützigkeit (beliebtes Thema sind hier die entgeltlichen Trainertätigkeiten von Vereinsmitgliedern - oder Beraterverträge mit Vereinsmitgliedern).

Sicherer Weg: Mit dem Finanzamt abstimmen !

Um diese Frage beantworten zu können, müßte ich die Satzung des Vereins kennen. Es gibt im BGB den §181 Insichgeschäfte. Falls der Vorstand lt. Satzung nicht vom §181 befreit ist, dann darf er in Zukunft keine weiteren Geschäfte mit der eigenen Firma machen. Die bereits eingegangene Verbindlichkeit darf aber erfüllt werden..

Ist der Vorstand des Vereins vom §181 befreit, dann kann der Vorstand mit sich Geschäfte machen, wie es die Satzung zuläßt.

§ 181 Insichgeschäft

Ein Vertreter kann, soweit nicht ein anderes ihm gestattet ist, im Namen des Vertretenen mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten ein Rechtsgeschäft nicht vornehmen, es sei denn, dass das Rechtsgeschäft ausschließlich in der Erfüllung einer Verbindlichkeit besteht.

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