Geldforderung gerechtfertigt muss gezahlt werden?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Von wann ist die Forderung?

Die gläubiger kommen aber jetzt auch damit an, dass er sich die Schulden schon anerkannt hat.

Schulden kann man i.d.R. nur schriftlich anerkennen. Die sollen dann ein unterschriebenes Anerkenntnis nach § 781 BGB vorlegen.

Ich würde ihm raten dem Mahnbescheid zu widersprechen und ggf. einen Anwalt hinzu zu ziehen, spätestens, wenn die Gegenseite Klage erheben. Das würde sie nur tun, wenn sie vor Gericht darlegen könnte, dass eine Forderung besteht und auch belegt werden kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Questioner0704
29.10.2015, 11:29

Von wann? 

Die kam laufe diese Woche rein. Also der Mahnbescheid. 

Dass er die Fahrkarte behalten haben soll, ist mittlerweile schon gut 6-8 Jahre her oder so. 

0

Auf alle Faelle sollte er mal fristgerecht Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen (14 Tage). Der Widerspruch beim Gericht abgeben oder per Einschreiben schicken. Versaeumt er die Frist, wird die Forderung wirklich rechtskraeftig.

Als Begruendung soll er eben schreiben, dass er das Ding sehr wohl zurueck gegeben hat, dass er nie um Stundung gebeten hat oder was anerkannt, dass lediglich sein Vater als er er sich um nichts kuemmern konnte, dort angerufen hatte und um Aufschub gebeten hatte. Er meinte damit aber nicht die Stundung des Geldes, sondern einfach, dass man abwarten solle, bis der Sohn dazu in der Lage ist, die Sache selbst klaeren zu koennen. Ob die Forderung gerechtfertigt war oder nicht, das wusste der Vater nicht, daher konnte er auch nichts anerkennen.

 

Ggf. muesste er sich spaeter an einen Anwalt wenden, wenn die weiterhin auf die Forderung bestehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
29.10.2015, 13:28

Als Begruendung soll er eben schreiben, dass er das Ding sehr wohl zurueck gegeben hat

Im Widerspruchsformular ist keine Begründung für den Widerspruch vorgesehen und ich rate auch dringend davon ab, eine abzugeben.

Sollte es zum streitigen Verfahren kommen, hat der Anwalt des Fragestellers dann ggf. schon ein Argumentationsproblem

5

Der Freund sollt einen Anwalt zu Rate ziehen. 

Wenn damals bereits eine Forderung gestellt wurde, hätte er dieser widersprechen müssen, ansonsten ist ggf. ein Titel gegen ihn erstellt worden, aus dem dann vollstreckt werden könnte....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von franneck1989
30.10.2015, 07:52

ansonsten ist ggf. ein Titel gegen ihn erstellt worden, aus dem dann vollstreckt werden könnte....

Äußerst unlogisch. Wenn ein Titel vorliegen würde, würde der Gläubiger wohl kaum einen Mahnbescheid schicken. Außerdem ist es quasi unmöglich, dass ein rechtskräftiger Titel vorliegt, ohne dass der Schuldner das mitbekommt.

1

Das scheint nicht ganz so simpel. Ich würde zum Anwalt raten! Und ganz wichtig: unbedingt die Fristen vom Mahnbescheid beachten. Sonst ergeht ein Vollstreckungsbescheid, dieser wäre 30jahre vollstreckbar.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?