Geld Spenden als Minderjährige/r?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn das Geld dir zur freien Verfügung überlassen wurde und es nicht den üblichen Rahmen übersteigt, den ein Jugendlicher im alltäglichen Leben ausgibt, kannst du das machen.

Hm.... Die Frage finde ich aber: Was ist der übliche Rahmen? Es gibt ja kein Mindesttaschengeldanspruch oder derartiges... Und manche Jugendliche bekommen bis zu 200€ im Monat (laut eigener Aussage, ob das stimmt, weiß ich auch nicht zu beurteilen). So viel bekomm ich aber nicht.... Was ist der übliche Rahmen? 0-100€?

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@isolus

Das hängt davn ab, wieviel Geld du im Monat zur Verfügung hast, was du damit anstellen willst usw. Oder anders herum gefragt? Wieviel möchtest du denn ungefähr spenden?

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@isolus

Ich würde den Betrag als völlig in Ordnung ansehen. Allerdings kenne ich micht mit dem Sachverhalt bei Spenden nicht so aus. Die von mir genannte Regelung betrifft Verträge. Das wäre hier eher ein einseitiges Rechtsgeschäft.

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@Reiswaffel87

Hm, gilt eine Spende nicht wie eine (ich glaube: mehrseitiges, aber einseitig verpflichtendes RG) Schenkung als mehrseitiges Rechtsgeschäft?

Ui, ui, ui.... Und ich gehe eigentlich auf ein Wirschaftsgymnasium und sollte das wissen..... ^^

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@isolus

§ 110 BGB - Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln

Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Aber auch

§ 111 BGB - Einseitige Rechtsgeschäfte

Ein einseitiges Rechtsgeschäft, das der Minderjährige ohne die erforderliche Einwilligung des gesetzlichen Vertreters vornimmt, ist unwirksam. Nimmt der Minderjährige mit dieser Einwilligung ein solches Rechtsgeschäft einem anderen gegenüber vor, so ist das Rechtsgeschäft unwirksam, wenn der Minderjährige die Einwilligung nicht in schriftlicher Form vorlegt und der andere das Rechtsgeschäft aus diesem Grunde unverzüglich zurückweist. Die Zurückweisung ist ausgeschlossen, wenn der Vertreter den anderen von der Einwilligung in Kenntnis gesetzt hatte.

Grundsätzlich ist auch eine Schenkung ein Vertrag und §110 BGB würde Anwendung finden. Bliebe die Frage, die ich dir leider nicht beantworten kann, ob eine Spende auch zwangsläufig eine Schenkung ist und wie das abläuft, wenn der Empfänger der Spende nicht erst zustimmen muss.

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@Reiswaffel87

Hmm... Ja, gut. Ich bin aber so dran, dass es ein mehrseitiges Rechtsgeschäft ist. Aber einfacher würde das Ganze sicher auch nicht, wenn ich meinen Vater (ebenso erziehungsberechtigt wie meine Mutter, sie sind aber geschieden und ich wohne bei meiner Mutter) fragen würde, der mir die Erlaubnis gäbe - schließlich würde der eine Vertreter/Vormund dann zustimmen und der andere ablehnen. Was für ein schöner Grenzfall. ;)

Naja, aber trotzdem vielen Dank für deine Antwort! Du hast mir wirklich sehr weiter geholfen, danke vielmals!

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Ab 16 bist du teilgeschätsfähig und kannst das Geld auf deinem Konto bis zu der Höhe, die du festlegst, an eine gemeinnützige ORganisation überweisen. Es gibt da keien Festlegungen auf dem Konto. Nur schau, dass du nur abgibst, was du auch wirklich übrig hast.

Zwischen 7 und 18 Jahren gilt man in Deutschland als nur "beschränkt geschäftsfähig", d.h. daß diese Geschäfte (und wohl auch eine Spende) immer erstmal "schwebend unwirksam" sind, es sei denn das Geld wurde Dir von Deinen Eltern dafür zur Verfügung gestellt. Hier geht`s aber vornehmlich um Taschengeldgeschäfte, natürlich ist das rechtswirksam, wenn Du an der Kinokasse eine Karte kaufst.

Deine Eltern sind nun aber gegen diese Spende. Das macht ja erstmal nichts, überweisen kannst Du natürlich, die Bank (werden ja wohl nicht Tausende Euros sein, oder..?) oder den Empfänger kümmert das nicht, Deine Eltern könnten aber wohl im Ernstfall das Geld zurückfordern.

Keine Garantie, bin kein Anwalt ;-)

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