Geld geerbt &Hartz 4

3 Antworten

Wenn du das Erbe auf dein Konto bekommst,dann zählt es als dein einmaliges Einkommen,da spielt es keine Rolle,dass es normalerweise deiner Tochter gehört,dann wird dieses auf euren gemeinsamen Bedarf angerechnet !

Würde das Erbe jetzt z.B. durch eine notarielle Verfügung so vererbt worden sein,dass deine Tochter bis zum 18 Lebensjahr keinen Zugriff auf das Geld hat,dann würde gar nichts angerechnet werden können.

Das Erbe muss schon auf ein Konto deiner Tochter gehen,dann hätte deine Tochter keinen Anspruch mehr und auch du würdest weniger bekommen,weil dann das Kindergeld auf deinen Bedarf angerechnet würde.

Denn das braucht dein Kind dann zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr,du könntest dann,vorausgesetzt du hast kein anderes Einkommen auf welches du schon Freibeträge geltend machst,die 30 € Versicherungspauschale absetzen,so das nur 154 € Kindergeld auf deinen Bedarf angerechnet würden.

Weiter kommt es darauf an,wie hoch das Erbe ist und was deine Tochter für einen Bedarf bei dir in der Wohnung hat,also wenn du mit ihr alleine wohnst,würden zum Regelsatz von 234 € noch 50 % der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) kommen.

Bekommst du auch noch Unterhalt,würde hier die Höhe auch entscheidend sein oder halt Unterhaltsvorschuss in Höhe von 133 € vom Jugendamt.

Deine Tochter müsste dann ihren Kopfanteil ( 50 % ) der KDU - aus diesem Erbe / Unterhalt / Unterhaltsvorschuss bestreiten und natürlich ihren Regelsatz von 234 €.

Der monatliche Bedarf deiner Tochter würde dann durch das Erbe geteilt,also für 6 Monate Bezugszeitraum,weil das Erbe die monatliche Leistung vom Jobcenter übersteigt.

Würde dann nach dem Leistungsausschluss nach diesen 6 Monaten noch etwas vom Erbe übrig sein,dann würde zumindest ein Teil Schonvermögen,wenn sie bis jetzt noch nichts angespart hat oder schon erreicht hat,auf einem eigenen Konto oder Sparbuch.

Dann könnte vom übrigen Erbe 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen auf ein eigenes Konto / Sparbuch eingezahlt werden und erst danach hätte sie wieder Anspruch auf ihren Bedarf,sollte dann nicht noch etwas über dem Schonvermögen liegen.

In diesem Fall würde ich dann vor erneuter Beantragung ( im Monat vor der Beantragen,weil der Antrag auf den 1.des Antragsmonats zurück greift ) zwingend Notwendige Dinge kaufen und Belege aufbewahren.

DU musst dich nicht abmelden, aber du bekommst für deine Tochter kein Geld mehr vom Amt. Sie muss sich vom geerbten Vermögen unterhalten. Wohnt ihr zusammen, muss sie davon natürlich ihren Mietanteil und Essen und Nebenkosten zahlen.

Wenn du es ausgibst ja, sonst nein.

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