Geld geerbt - was soll ich nun damit machen?

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Das Ergebnis basiert auf 12 Abstimmungen

sparen 41%
Immobilien, weil... 33%
Gold, weil... 16%
Aktien, weil... 8%
ausgeben 0%

25 Antworten

Die erste Frage an Dich ist doch, ob Du mit dem Geld konkrete Ziele verfolgen willst (Auto kaufen, neue Wohnungseinrichtung pp) und, wenn Du es vermehren willst, auf welchen Zeitraum und mit welcher Risikoneigung Du drangehst.

Ich halte Deine Alternativen für schlicht verfehlt und teilweise sogar widersprüchlich. Ist Anlage in Aktien, Immobilien und Gold nicht auch eine Form des Sparens?

Der 6-stellige Bereich beginnt ab 100.000 Euro. Dafür bekommst Du in Ballungszentrem gerade mal ein größeres Appartement bezahlt. Dann fällt alles anderes flach. Es ist keinerlei Risikostreuung möglich. Wenn sich das Erbe im kleineren sechsstelligen Bereich hält, dann Hände weg von Immobilien.

Gold als Anlage ist in den letzten 30 Jahren so gut wie die mieseste Investition überhaupt gewesen. Das muß man sich nicht antun.

Unmittelbare Aktienanlage ist nur was für Sachkenner.

Bei einen Anlagehorizont von 10 Jahren würde ich Dir einen Mix aus Aktienfonds und Mischfonds empfehlen und einen nicht unerheblichen Teil als Barreserve auf dem Tagesgeldkonto halten.

Das hier ist tatsächlich die mit Abstand beste Antwort. Am wichtigsten aber ist, dass du dich im realen Leben an einen erfahrenen Berater wendest. Laufe nicht einfach zu deiner Bank und frage nach, wer das machen könnte. Informiere dich vorher so gut wie möglich, wähle mehrere Berater, höre dir an was sie zu sagen haben, und entscheide dich anschließend für einen von ihnen. Du brauchst viel Erfahrung, um selbst gute Entscheidungen hinsichtlich deiner Geldanlage zu machen. Und du brauchst ganz sicher nicht die Meinungen all derer auf dieser Plattform, die innerhalb von Sekunden irgendeine deiner vorformulierten Antworten wählen.

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Gold, weil...

Mein nächste Antwort befasst sich mit dem Thema Immobilien.

Immoblien sind eine sehr beliebte Anlageklasse. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die meisten Länder der Welt. Die deutsche "Eigentumsquote" (Anteil des Wohnungseigentums am gesamten Wohnraum) ist sogar nicht besonders hoch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern.

Eine selbstgenutzte Immobilie hat zwei faszinierende Vorteile:

  • Eine abbezahlte eigene Wohnung kann ein hervorragender Teil der Altersversorgung sein. Selbst mit einer kleinen Rente kann man noch immer ohne die Grundsicherung zurecht kommen, wenn der Wohnraum nicht aus der Rente bezahlt werden muss.
  • Das Wohnen im eigenen Haus bewirkt, auch in der Zeit, in der es noch nicht abbezahlt, eine deutliche Steigerung der Lebensqualität. Man kann sich selbst "verwirklichen" in dem Sinne, dass man keinen Vermieter zu fragen braucht, ob und welche Art von Tieren man in der Wohnung halten darf, ob man Wände abreißen darf oder neue einziehen, ob man ein neues Heizungssystem einbauen darf. Auch alle Verbesserungen und Reparaturen, die man am Haus vornimmt, gehen "auf die eigene Kappe".

Bei der Entscheidung zwischen einem eigenen Haus und einer Eigentumswohnung ist meine Empfehlung ganz klar, ein Haus zu erwerben. Die Eigentumswohnung kombiniert, überspitzt gesagt, die Nachteile des Eigentums an einer Immobilie mit den Nachteilen einer Mietwohnung. Man hat Nachbarn (oben, unten, daneben), die einem Einschränkungen abfordern, man muss sich mit den Miteigentümern über den Verwalter einigen, es fallen laufende Kosten an (das Hausgeld, vielfach missverständlich als "Wohngeld" bezeichnet), auf die man keinen oder nur geringen Einfluss nehmen kann usw. Selbst ein Doppelhaus statt eines frei stehenden Hauses hat seine Nachteile, die allerdings nicht so schwer wiegen. Aber, ganz klar: Mein Favorit ist das frei stehende selbstgenutzte Haus.

Ein paar Worte zur Finanzierung: Man könnte denken, dass, wenn ausreichende flüssige Mittel (durch eine Erbschaft oder durch einen Lottogewinn) zur Verfügung stehen, es das Beste ist, die Immobilie ohne Kredit zu kaufen. Das ist falsch, so lange man mit Geld mehr verdienen kann als einen der Kredit kostet. Für mich ist keine Frage, dass man mit Geld, das man sich für 2,75 % (Festschreibung 30 Jahre) leihen kann, mehr verdienen kann als 2,75 % plus Abgeltungssteuer. Das natürlich nicht mit Festgeld bei der Bank, sondern ... aber das wäre ein anders Thema. Siehe meine Antwort zu "Aktien". Meine Empfehlung wäre also, mit der Beleihung so hoch zu gehen, wie der Darlehensgeber bereit ist zu mitzugehen. Zum Thema Finanzierung gehört auch die Frage, wie teuer die Immobilie überhaupt sein darf. Diese Überlegungen sind wichtig, weil sie einen davor bewahren, in eine Falle zu laufen durch Verpflichtungen (Zins und Tilgung), die man nicht mehr tragen kann. In solch einem Fall drohen große Vermögensverluste.

Nehmen wir an, es soll ein Haus angeschafft werden, dass 500.000 Euro kostet. Die Zinsen für Kredite mit 30-jähriger Festschreibung der Zinsen liegen zur Zeit bei 2,75 Prozent. Es besteht kein Zinsrisiko, wenn der Kredit in 30 Jahren getilgt wird, sog. Volltilgung. Die erreicht man mit einer anfänglichen Tilgung von 2,18 Prozent.

Nehmen wir an, dass das Haus voll kreditfinanziert ist. (Das ist nur eine kalkulatorische Annahme, damit sich auch das Eigenkapital angemessen verzinst.) Dann sind jährlich an Zins und Tilgung 24.650 aufzubringen, das sind monatlich 2.054 Euro. Der Kaufpreis ist also etwas mehr als das 250-fache der monatlichen Belastung. Das sind die Fixkosten für die nächsten 30 Jahre. Wenn man nun noch annimmt, dass in den nächsten 30 Jahren eine jährliche Geldwertminderung (Preisinflation) von mindestens 2 % stattfindet (das ist sogar, aus Gründen, die ich für aberwitzig halte), kann man diese kalkulatorische Belastung ruhig etwas niedriger ansetzen. Aber selbst ohne Inflation (das wäre die vorsichtigere Rechnung) ist ein Preis "richtig" (= sicher tragbar), wenn er weniger als das 250-fache dessen beträgt, was man als Miete für diese Immobilie akzeptieren würde.

Wenn man merkt, dass man für eine selbstgenutzte Immobilie ein bisschen mehr "Vergleichsmiete" akzeptieren würde, was ich (siehe oben) auch täte, muss man vorsichtigerweise sich auch die Frage stellen, zu welcher Miete man die Immobilie tatsächlich an einen anderen vermieten kann. Da kann man sich dann keinen Zuschlag erlauben, weil der Mieter ja dann nicht den ideellen Nutzen des Eigentümers hat.

Aber: Wenn man tatsächlich einen Teil der Immobilie vermieten kann, ist die erzielte (oder zu erzielende Miete) der "Vergleichsmiete" zuzuschlagen. Wenn ich also für eine Immobilie bereit wäre, 800 Euro Miete zu bezahlen, und 600 Euro von einem Mieter zusätzlich erzielen kann, läge meine "Vergleichsmiete" bei 1.400 Euro und würde so einen Kaufpreis von 350.000 (das 250-fache) rechtfertigen würde.

[Fortsetzung folgt]

Zum Schluss ein paar Worte zur Auswahl des Objektes:

Der angebliche Rat der angeblichen Fachleute ist ja schon sprichwörtlich: Die drei wichtigsten Auswahlkriterien sind Lage, Lage, Lage. Dagegen kann man kaum etwas sagen außer, dass Immobilien in Spitzenlagen auch sehr teuer sind und deswegen nicht leicht zu veräußern.

Meine eigene Erfahrung sagt mir, dass es zwei Dinge sind, die man im Auge haben sollte:

  • Man sollte nur eine Immobilie kaufen, die anderen gefällt.
  • Der Kauf einer "notleidenden" Immobilie lohnt sich oft.

Zum ersten Punkt:

Im Gegensatz zu vielen Entscheidungen, die im Leben anstehen, wie Wahl des Partners, Wahl des Berufes / Studiums, Wahl des Lebensstils usw. kommt es bei der Auswahl einer Immobilie nicht darauf an, was einem selbst gefällt, sondern darauf, was anderen gefällt. Es ist ein bisschen so, wie beim Antiquitätenhändler: Er darf beim Ankauf eines Stückes nicht (jedenfalls nicht nur) darauf schauen, ob es ihm gefällt, sondern vor allem, ob es jemandem gefällt, der ihm bereit ist, Geld, am besten ziemlich viel Geld, dafür zu geben.

Erfolgreiche Kunstsammler scheinen das anders zu machen. Ein Bekannter, der mit großem Erfolg Bilder von unbekannten jungen Malern gekauft hat, kauft nur danach, was ihm selbst gefällt. Das funktioniert offenbar genügend oft, dass ein schöner Gewinn übrig bleibt. Aber beim Kauf einer Immobilie gilt es eben nicht, vor allem, weil ein Immobilienkauf meist nur einmal in einem Leben vorkommt.

Der Gefallen anderer (Freunde, Familie, Besucher) an der in Aussicht genommenen Immobilie ist ein erster, oft ganz verlässlicher, Indikator dafür, dass man die Immobilie eines schönen Tages, der nicht erwünscht, aber dennoch möglich ist, auch wieder leicht und zu einem guten Preis verkäuflich ist.

Zum zweiten Punkt:

Was oft übersehen wird ist, der Kauf einer notleidenden (soll heißen, stark renovierungsbedürftigen) Immobilie. Der sog. Reparaturstau (es ist lange nichts mehr gemacht worden) schreckt viele Leute ab, weil sie befürchten eine "Baustelle" zu kaufen. Aber das ist die Chance. Wenn Mitbewerber abgeschreckt sind, drückt das die Preise.

Es hilft natürlich, dass man

  • einen Sachverständigen hinzieht, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt,
  • junge tüchtige Handwerker kennt (und selbst Hand anlegen kann),
  • selbst schon viele notleidende Objekte besichtigt hat und so ein Gefühl für die Preise entwickelt hat,
  • Spaß an der Sache hat. "Der Kauf eines renovierungsbedürftigen Hauses ist eines der letzten großen Abenteuers unsere Zeit." Das stimmt wohl. Und es gibt nur Weniges, das einem ein solches Hochgefühl (Stolz) verschafft, wenn's klappt.

Nur am Rande: Ich empfehle übrigens nicht, ein neues Haus außerhalb einer gewachsenen Wohngegend zu kaufen, da weiß man oft buchstäblich nicht, in welche Gegend man zieht, weil sich die Neubaugegend ganz anders entwickelt, als man sich das vorgestellt hat.

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Gold, weil...

Ich möchte als nächstes das Thema Aktien behandeln.

Aktien stehen in einem schlechten Ruf. Leute, die davon nichts verstehen, sagen: "Nein, keine Aktien, das ist zu riskant". Andere sagen: "Aktien sind nur etwas für Leute, die etwas davon verstehen."

Beides ist falsch. Ja, Aktien sind riskant. Mit einer Aktie kauft man ein Teil der Realität für etwas, das es im Grunde nur auf Papier gibt, nämlich das sog. Papiergeld. Papier kann man nicht essen, man kann nicht darin wohnen, man kann damit nichts produzieren, man wird damit nicht klüger. Das einzige, was man damit machen kann, ist es zu verleihen oder etwas dafür zu kaufen. Beim Verleihen bekommt man Zinsen (heutzutage allerdings so wenig, dass sich das Verleihen kaum lohnt) und wenn man etwas kauft, wandelt man sozusagen Papier in reale Güter um, die man essen kann, in denen man wohnen kann, mit denen man etwas produzieren kann und (Thema Bildung) durch die man "klüger" wird.

Beim Verleihen muss man übrigens aufpassen, dass man das verliehene Geld überhaupt wiederbekommt. Wenn man also ganz sicher sein will, dass man mindestens das Papiergeld behält, ist es wohl das Beste, das Bargeld unter die Matratze zu legen. Selbst eine Bank kann pleite gehen oder der Inhalt eines Bankschließfaches wird vom Staat konfisziert ...

Aber zurück zu den Aktien: Indem man Aktien kauft, wandelt man Papiergeld, d.h. Papier, von dem nur alle glauben, dass es etwas wert ist, d.h. dass man sich dafür etwas Wertvolles kaufen kann, um in einen Bruchteil eines Unternehmens. Wenn dieser Glaube schwindet, kann das Papiergeld ziemlich schnell wirklich nur noch den Brennwert wert sein, d.h. man kann damit heizen, aber fast nichts mehr kaufen. Alles schon mal da gewesen, 1923 in Deutschland.

Wenn die gekaufte Aktie an der Börse gehandelt wird, kann man sie in sehr kurzer Zeit wieder verkaufen, so dass man praktisch "flüssig" ist. Ich empfehle deswegen auch nicht, einen Notgroschen in bar oder auf einem Bankkonto (viel ist die Rede von sog. Tagesgeldkonten) vorzuhalten, wenn man ein Aktiendepot (eine Anzahl von Aktien) besitzt, die man schnell zu Geld machen kann. Warum sage ich später.

Diejenigen, die Aktien für "zu riskant" halten, haben natürlich insofern recht, dass das Leben, d.h. die Realität, an schon riskant ist. Es treten Todesfälle und erhebliche Krankheiten bei einem selbst, bei Freunden und Verwandten auf, man kann jeden Tag einen schweren Unfall erleiden, Flugzeuge stürzen ab, Ehepartner laufen davon, Häuser stürzen ein oder werden überflutet, die falsche Partei gewinnt bei Wahlen ... Es ist nicht klug, alle Risiken zu vermeiden (da müsste man den ganzen Tag im Bett verbringen, aber selbst da kann einem die Decke auf den Kopf fallen!), sondern nur kleine Risiken einzugehen, die nach Möglichkeit voneinander unabhängig sind, d.h. dass der Fall, dass alle negativen Ereignisse auf einmal eintreten, sehr unwahrscheinlich ist. Dieses Prinzip nennt man Risikostreuung oder (anlagetechnisch) Diversifikation.

Was ich also empfehle ist, Aktien zu kaufen, am besten ganz "konservative", d.h. solche mit einem leicht verstehbaren Geschäftskonzept (keine Banken!) und einem qualifizierten vertrauenswürdigen Management. Dazu zähle ich alle DAX-Werte (das sind die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften), außer Banken. Die tendieren zum Zocken und sind nicht vertrauenswürdig.

Zum Thema: Man muss aber etwas von Aktien verstehen, um das zu machen, ist nur zu sagen, dass es sehr handliche Produkte gibt, in denen auch Menschen in Aktien investieren können, die nichts, aber auch gar nichts, von Aktien verstehen. Das sind insbesondere Fonds und zwar solche, die leicht handelbar sind und wenig Gebühren kosten. Die heißen ETF (Exchange Traded Funds = an Börsen gehandelte Fonds). Einer dieser ETF investiert z.B. in den DAX, d.h. kauft alle Aktien, die im DAX sind. Die WKN (Wertpapierkennnummer) die man beim Kauf wissen muss, ist 593393.

Es gibt auch ein Unternehmen, d.h. eine Aktiengesellschaft und damit Aktien, in dem dasselbe Prinzip verwirklicht ist, das ist die Berkshire-Hathaway. Hier ist nicht ein Index, wie der DAX, abgebildet, sondern zu B-H gehört eine Vielzahl von Unternehmen, die der Meisterinvestor Warren Buffett, ausgesucht hat. Die WKN von B-H lautet: A0YJQ2.

Ich rate Dir deswegen, die Häfte Deiner Anlage in Aktien in den DAX-ETF und die andere Hälfte in Aktien der Brekshire-Hathaway zu investieren.

Auch wenn Du in dieser Weise "breit streut", kann es zu Wertveränderungen kommen. Die würde ich aber als zufällig betrachten und versuchen "auszusitzen". Auf keinen Fall würde ich verkaufen, wenn die Aktienkurse gerade gesunken sind. Das ist der übliche Fehler der Ahnungslosen. Im wirklichen Leben meint man ja, dass etwas, das teuer ist, gut ist und dass man es deswegen kaufen sollte. Bei Aktien ist es gerade umgekehrt. Aktien sollte man kaufen, wenn sie billig sind, und verkaufen, wenn sie teuer sind. Erfahrungsgemäß, das zeigt sehr eindrucksvoll der Finanzcrash von 2008, werden

[Fortsetzung]

... die großen Kursverluste in einem solchen Fall wieder aufgeholt.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn man Aktien gerade dann verkaufen soll, wenn man, z.B. in einem Notfall, Geld braucht. Dennoch rate ich, wie oben gesagt, keine Notfallreserve in bar vorzuhalten, die größer ist als, sagen wir, 1 Prozent des Gesamtvermögens. Noch ärgerlicher ist es nämlich, dass man z.B. 10 Prozent als Notfallreserve hält und damit die Chance vertut, mit Aktien die 10 Prozent zu verdoppeln, was in 5 bis 10 Jahren immer mal wieder passiert.

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Du solltest verschiedene Anlagen einrichten. Am besten lässt Du Dich nicht von einer Bank sondern von den "fairen Bankern" beraten. Die beraten unabhängig von Banken.

Aktien, weil...

Auch wenn man in Deutschland dazu neigt den Großteil seines Geldes in Immobilien zu stecken sollte man in einem Ausgewogenen Vermögensportfolio nicht mehr als 10% für dies Anlageklasse vorsehen. Das hängt dann damit zusammen das eine Immobilie für sich allein schon recht riskant ist, zb. kann die dir einfach wegbrennen. Dann streitest du dich für Jahre mit der Versicherung bis die dir dann einen mindest Wert auszahlen. Die Versicherung selber ist natürlich auch ein permanenter Rendite Killer (Rechnung: Wie viel kann so ein Haus realistisch im Wert steigen – Versicherung über den gleichen Zeitraum = wenn du Glück hast 0). Außerdem gibt es jede Menge Faktoren die du nicht beeinflussen kannst (die Stadt entscheidet sich dazu aus deinem Stadtteil ein Industriegebiert zu machen oder platziert eine Müllkippe nebenan etc. ).

Ich würde dir eher empfehlen das Ganze in ein ausgewogenes Aktienportfolio zu stecken. Die Wahrscheinlichkeit das die Fabriken aller DAX Konzerne auf einmal abrennen ist eben eher gering. Zumindest bei den größten Unternehmen ist es ebenso Unwahrscheinlich das es zur Insolvenz kommt. Mach einen großen Bogen um Tech und Telekommunikationsfirmen und Such dir ansonsten Unternehmen die schon einige Jahrzehnte am Markt sind und Dinge liefern die jeder brauch.

Und dann natürlich weit streuen (30% US, 30% DE, 20% EU, 20% Risiko). In einem guten Portfolio dürfen auch durchaus mal Werte im Minus sein, alles andere würde bedeuten das du nicht diversifiziert genug bist. Wenn du auf einerseits sichere Unternehmen mit trotzdem passable Dividende setzt kannst du dich mit einem mittleren 6 stelligen Betrag theoretisch auch schon zur Ruhe setzen, in Süd Ostasien kommt damit gut über die Runden ;)

Gold, weil...

Eine sehr interessante Denksportaufgabe. Ich stimme für Gold, aber nur, weil ich meine, dass ein bestimmter Anteil des Gesamtvermögens, d.h. nicht nur der Erbschaft, aber vielleicht ist die Erbschaft ja das "Gesamtvermögen", in Gold investiert sein sollte. Meiner Meinung nach mindestens 20 Prozent, aber besser noch 30 bis 40 Prozent.

Der Grund ist, dass Gold als einzige Anlage sich seit über 5.000 Jahren als stabiles Mittel zur Vermögensaufbewahrung erwiesen hat. Beispiel: Für die Menge Gold, für die man sich zur vorigen Jahrhundertwende (um 1900) einen Liter Benzin kaufen konnte, kann man heute immer noch einen Liter Benzin kaufen, obwohl der US-Dollar seitdem auf einen Bruchteil seines Wertes um 1900 gesunken ist. Der nominale Wert des Goldes, also der Betrag, den man beim Kauf bezahlt und beim Verkauf erhält, hat immer wieder geschwankt. Ich sehe es allerdings nicht als Zeichen einer Fehlinvestition, wenn der Preis fällt, sondern als Versicherungsprämie gegen Totalverluste in anderen Anlageformen.

Fast alle Experten, denen ich traue, sind sich sicher oder befürchten zumindest, dass unser heutiges Geld- und Wirtschaftssystem nicht auf ewig durchzuhalten sein wird. Es ist nicht möglich, auf Dauer ein Wirtschaftssystem zu betrieben, in dem die Reichen, der Staat und die Zentralbanken (und die Chinesen den Amerikanern) Geld verleihen, von dem sie genau wissen, dass sie es niemals zurückerhalten werden. Es steht also eine völlige Neudefinition des gesamten Systems an, die mit dem Start des Nachkriegssytems (Bretton-Woods) verglichen werden kann.

Niemand weiß genau, wann das geschehen wird, und vor allem, niemand weiß, wie das "neue Wirtschaftssystem" genau aussehen wird, aber dass Neuanfang gemacht werden muss, ist den Sachverständigen klar. Eine gewisse Gold könnte Dich vor dem Schlimmsten bewahren, wenn es nicht vom Staat konfisziert wird. (Deswegen - nicht im Banktresor einschließen, sondern lieber an unbekannter Stelle im Garten vergraben.)

Deine Alternativen (Immobilien, Aktien) sind natürlich ebenfalls sinnvoll, würden aber längere Erklärungen erfordern, die ich in den nächsten Tagen als Kommentar zu dieser Antwort geben will.

Ich schreibe doch lieber einzelne Antworten.

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Du solltest ganz einfach stückeln, vor allem bei den Aktien die Käufe breit streuen um das Verlustrisiko zu mindern und nur Aktien wählen, die eine Dividende von 4 % und darüber bringen, z,B, Telekom, Siemens, BMW, Daimler. Auch wenn Du billige Grundstücke bekommen kannst wäre ein Kauf zu überlegen. Ich gehe davon aus, dass Du persönlich bereits eine Wohnung im Besitz hasst, sonst wäre natürlich eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung erste Wahl.

einer bekannten hat eine gute freundin, die bei der bank arbeitet, empfohlen ihr geld in ein schliessfach zu legen, da ist es sicher.

es gibt spezielle finanzberater, die dir verschiedene modelle vorstellen, die beratung kostet etwas, aber du weisst dann welche analgemöglichkeiten es gibt und was sicher und was risikoreich ist.

ich persönlich würde einen teil aufs sparbuch legen und einen teil anlegen. ich glaube, es gitb momentan 2 %, 4% wenn du mehr risiko verkraftest.

darüber, kannst du es auch aus dem fenster werfen und wieder aufsammeln.

ich sage momentan, zuhause können es die mäuse anfressen oder gar auffressen, bei de rbank gibt es wenigstens keine mäuse. auch wenn es nur wenig zinsen gibt

sparen

Ich würde das Kapital aufteilen.

  1. Kurzfristige Liquidität. (einige Tausend Euro als Reserve - Tagesgeld ca. 10. 000 €)
  2. Mittelfristige Liquidität (Auto, Hausreparatur oder sonstiges - Festgeld und Mischfonds ca. 20.000 €
  3. Langfristige ein gut diversifiziertes Aktienfondsportfolio.

Aktienfonds sind Sachwerte und unterliegen damit nicht der Inflation. Aktienfonds stellen ein Sondervermögen dar und sind bei der Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. Kein Insolvenzverwalter kommt an die Kundengelder. Aktienfonds schwanken, das hat aber nichts mit Sicherheit tun. Man kann Aktienfonds auch mit einem dynamischen Trailinglimit absichern. Das bedeutet, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus dem Aktienfonds in einen Geldmarktfonds und bei steigenden Märkten wieder zurück in den Aktienfonds. Durch die intelligente Kombination der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order kann man Kursverluste reduzieren und- Kursgewinne mitnehmen. Durch den Einsatz des Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt in Sparplänen erst richtig zur Geltung. Es fällt kein Ausgabeaufschlag beim Tauschen an.

Immobilien, weil...

Immobilien, weil... Betongold die stabilste Währung ist.

Immobilien, weil...

Hallo,

dauerhaft sinnvoll sind nur Immobilien, da sie sichere Renditen abwerfen. Aber auf eine gute Lage achten!!!

sichere Renditen

Wenn sie denn nicht leerstehen und verfallen, wenn man sich keine Mietnomaden einfängt...

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@Funship

Hallo, Immobilien in guten Lagen stehen nicht leer und Mietnormaden sind in diesen Gebieten auch eher selten.

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@DerGeodaet

Wäre ich Mietnomade würde ich mich genau für so eine Gegend entscheiden. Wenn betrügen (was ich nie tun würde), dann doch richtig.

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Erstmal Steuern zahlen! Ich würde eine Immobilie, oder wenn das Geldbetrag mehr ist zwei oder gleich drei Immobilien kaufen. Ein Teil in Gold. Ein Teil (bisschen) aufs Konto. Aktien würde ich begrenzt kaufen, also eher so relativ große Aktien-Unternehmen z. B. Siemens.

Den Rest kannst du Ausgeben, Schulden tilgen, Unternehmen aufbauen oder einfach in eine schönes Leben investieren :-)

Immobilien, weil...

Auf jeden Fall anlegen, sparen wäre kein Fehler. Aktien finde ich zu riskant, aber Immobilien werden immer teurer, deshalb würde ich Immobilien kaufen.

Immobilien werden nicht immer teuerer. Das kommt sehr auf die Lage an. Es gibt auch in Deutschland große Gebiete, in denen Immobilien auch in gutem Zustand so gut wie unverkäuflich sind( z. B. Nordhessen, Südniedersachsen).

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Immobilien, weil...

Erst mal mein Beileid.

Kauf Dir ein Mietshaus/ Mehrfamilienhaus in einer einigermaßen gefragten Gegend. (Also keinen leerstehenden Plattenbau im Osten, die schon so viele Deppen in den 90ern gekauft haben.) Von den Mieteinahmen solltest Du dann je nach Miethöhe einigermaßen leben können.

Alles Andere ist ausgemachter Blösinn. Aktien sind viel zu riskant, Gold braucht kein Mensch zum Leben, für's Sparen kriegst Du keine Zinsen... Was meinst Du wohl, warum derzeit so viele Leute ihr Geld in "Betongold" anlegen?

in Alkohol wie Bier anlegen. Nirgends bekommste so günstig 6 - 10%
( Alkohol )

Edelmetalle, Uhren von Rolex und Patek Phillipe, Whiskey und Fender Gitarren bringen die geforderten Dividenden.

mfg

sparen

Musst du ja selber wissen. Ich würde es erstmal sparen

sparen

Hallo !

Da sich Deutsche Staatsanleihen heutzutage nicht mehr lohnen, aktuell < 1 % Zinsen bei einer Anlagezeit von 10 Jahren, einfach ganz normal sparen.

LG Spielkamerad

Gold, weil...

GOld weil: Eine 6 stellige summe ist viel geld, in einer krise wäre das am besten mit gold aufgehoben ;)

Und ohne Krise kann man jahrzehntelang zusehen, wie das Zeug an Wert verliert.

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sparen

Das bespricht man nicht hier mit einer farbigen Umfrage, sondern fragt bei seiner Bank nach. Das letzte wären für mich Immobilien, und dann mit Mietern herum ärgern, oh nein. Aktien ist eine tolle Geldvernichtung, wenn die Kurse fallen. Zur Zeit ist nur Festgeld ok.

Ich wollte mir hier Ideen suchen und keine Endgültige Entscheidung fällen. Natürlich lasse ich mich noch von meinem finanzberater beraten, aber wollte mit einem gewissen Vorwissen in das Gespräch gehen, deswegen informiere ich mich hier.

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