Geld einfordern nach über 20 jahren?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Falls ein Urteil oder Vergleich vorliegt könnt ihr aus diesem 30 Jahre lang die Zwangsvollstreckung durchführen.

Hallo COSTAfernanda,

den Ausführungen von dem Kollegen jurafragen kann nur zugestimmt. Entsprechend dem § 197 Abs. 1 Nr. 3 und 4 verjähren Ihre Ansprüche nach 30 Jahren.

Des Weiteren ist § 212 BGB einschlägig.

Sofern der Schuldner dem Gläubiger gegenüber den Anspruch durch Abschlagszahlung, Zinszahlung, Sicherheitsleistung oder in anderer Weise entsprechend § 212 Abs. 1 BGB anerkennt oder eine gerichtliche oder behördliche Vollstreckungshandlung vorgenommen oder beantragt wird, beginnt die 30 jährige Frist der Verjährung von neuem.

Entsprechend § 212 Abs. 2 BGB gilt der Beginn der Verjährung von neuem infolge einer Vollstreckungshandlung als nicht eingetreten, wenn die Vollstreckungshandlung auf Antrag des Gläubigers oder wegen Mangels der gesetzlichen Voraussetzungen aufgehoben wird und gemäß § 212 Abs. 3 BGB ebenfalls nicht als eingetreten, durch den Antrag auf Vornahme einer Vollstreckungshandlung, wenn dem Antrag nicht stattgegeben oder der Antrag vor der Vollstreckungshandlung zurückgenommen oder die erwirkte Vollstreckungshandlung nach aufgehoben wird.

Zusammengefasst bedeutet das für Sie, dass die Frist noch lange nicht verstrichen ist. Sofern Sie außerdem nunmehr beantragen, in Abs. 1 des § 212 BGB vorbezeichnete Handlungen gegenüber dem Schuldner vornehmen zu lassen, beginnt die 30 jährige Verjährungsfrist erneut.

Mit freundlichen Grüßen

AnonJura

Wenn er vor Gericht einen vollstreckbaren Titel erstritten hat (was hier zu vermuten ist), kann er die Forderung 30 Jahre lang eintreiben.

Ich weiß es ne genau, aber ich glaube es ist verjährt; aber frag doch mal einen Anwalt, da gibt es seiten im Internet, die sogar kostenlos sind

jurafragen 29.08.2013, 23:17

Du glaubst falsch.

1
jurafragen 30.08.2013, 02:02
@Bronzeberg

Ein Blick ins Gesetz erleichtert - wie immer - die Rechtsfindung und erspart auch sinnfreie Kommentare. Maßgeblich ist hier § 197 (1) Nr. 3 BGB.

2

Was möchtest Du wissen?