Gekündigt wegen eines Diebstahls obwohl ich nur ein Gegenstand in denn Pausenraum verlegt habe?

6 Antworten

Aufgrund des Sachverhalts, den du hier geschildert hast, ist eine Bewertung der Rechtslage schwierig.

Von deiner Sicht der Dinge ausgehend, dürfte ein Kündigungsgrund eher nicht gegeben sein. Jedenfalls dürften formaljuristisch die Voraussetzungen für einen Diebstahl erst gar nicht vorliegen. Der Arbeitgeber hätte ich hier eher eine Verdachtskündigung aussprechen müssen. Da du von einer Anhörung nicht berichtet hast, wäre auch eine solche unwirksam.

Im Zweifel bleibt dir nichts anderes als zumindest eine Erstberatung bei dem Arbeitsrechtler deines Vertrauens einzuholen. Letztendlich muss besprochen werden, ob du Kündigungsschutz hast und was dein Klageziel ist. Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Bist du Mitglied einer Gewerkschaft? Nach einer solchen Erstberatung solltest du einen profunden Überblick über deine Situation haben. Anbei noch ein Link mit Überblick über die rechtliche Lage nach Erhalt der Kündigung

http://www.kanzlei-mudter.de/die-kuendigung-im-arbeitsrecht-11-fragen.html

auf jeden Fall Kündigungsschutzklage einreichen & das vortragen. Entweder über Gewerkschaft oder über einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, nötigenfalls mit Beratungshilfe-Prozeßkostenhilfe.

Du hättest das evtl. einem Mitarbeiter übergeben sollen. Das Teil ist dort nicht mehr aufgetaucht ?

Kündigungen wurden ausgesprochen für das Laden eines Handys mit Firmenstrom, für den Diebstahl im Altenwohnheim mit 2 Maultaschen, für einen Pfandbon, den die Kassiererin selbst eingelöst hat usw.

Bei der Handyaufladung war das auch erst einmal fristlos. Bei 2 Watt sind das bei 0.25 € / KwH dann unter 1 Cent

https://www.pcwelt.de/news/Ruhrgebiet-Fristlose-Kuendigung-wegen-Handyaufladen-ausgesprochen-430662.html

Neuester Fall mit einem Key-Logger. Dh. die Tastatureingaben werden vom Arbeitgeber geprüft. Nach Privatnutzung hat der Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen

Wenn die Arbeitgeber kündigen wollen, machen sie das auch erst einmal

Hallo,

dein Fehler war, das du rein niemand darüber in Kenntnis gesetzt hast.

Offensichtlich ist der Lautsprecher auch verschwunden, sonst gäbe es diesen Vorwurf ja erst nicht.

Wenn der Meister nicht mehr anwesend war, hättest du ebenso einen Zettel hinterlassen können. Du hast dich in keinster Weise irgendwie abgesichert.

Man kann doch nicht irgendwo was gefundenes deponieren, keinem was sagen und dann annehmen, das es schon irgendwie gefunden wird.

Auf die Kameras vertrauen ist ja schön in die Hose gegangen. Die haben nur das aufgezeichnet was offensichtlich war.

Ich rate dir die Rechtsberatung deiner zuständigen Gewerkschaft in Anspruch zu nehmen. Zumindest wenn du clever genug warst auch Gewerkschaftsmitglied zu werden.

Die können dir ggf. weiter helfen.

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