Gekauft wie gesehen - schlimmer Betrug - kann man nichts unternehmen?

4 Antworten

Ruhig, noch ist nicht alles verloren. Erstmal muss ich dir den Kopf waschen, denn wenn in Kaufverträgen (die man sich ja normal vorher aufmerksam durchliest, oder?) steht "Gekauft wie gesehen" sollte man sich den Gegenstand nochmal kritisch unter die Lupe nehmen und eine Probefahrt machen (bei der du es ja hättest hören müssen, bzw. ein Begleiter der eine Fahrerlaubnis besitzt).

Rechtlich ist das so: Auch, wenn sowas im KV drinsteht: Wenn dir ein Mangel "arglistig verschwiegen" wurde, also eine arglistige Täuschung vorliegt, ist der Kaufvertrag nichtig, also von Anfang an rechtlich unwirksam (=ungültig). "Gekauft wie gesehen" schließt nur offensichtliche Mängel ein, die man als Laie erkennen kann.

Du kannst den KV natürlich rechtlich anfechten, bzw. deine Eltern. Wenn du unter 18 bist, ist der KV sowieso ungültig weil du somit noch nicht voll geschäftsfähig bist und keine gültigen Rechtsgeschäfte abschließen kannst.

"Gekauft wie gesehen" ist eine verhängnisvolle Klausel. Das bedeutet, dass du keinerlei Regressansprüche hast. Dann wird ausgegangen, wenn das Fahrzeug Mängel hat, dann bist du mit diesen Mängeln einverstanden (hättest notfalls verhandeln können). Klar ist dieser Kauf sittenwidrig, nur diese Klausel garantiert den Verkäufer einen Haftungsausschluss.

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