Geht man im Buddhismus von einem freien Willen aus?

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2 Antworten

Geht man im Buddhismus von einem freien Willen aus?

Ich bin Buddhist und finde diese Frage sehr interessant.

Es ist im Buddhismus nicht so, das alles durch einen Gott, oder ein Schicksal vorherbestimmt ist. Daher haben wir einen freien Willen.

Allerdings ist unser Bild von der Welt immer subjektiv und auch unser Handeln wird durch unsere Konditionierungen beeinflusst.

Beispielsweise haben die Eltern immer erzählt, dass ein bestimmter Gegenstand "hässlich" oder "unnütz" sei - und dieses Vorurteil prägt uns.

Wir sind also nicht Opfer eines Schicksals - aufgrund unserer festgefügten geistigen Konzepte aber auch nicht gänzlich frei in unserem Handeln.

Wenn du zB einen Gegenstand als "hässlich" bewertest, dann gehst du anders mit ihm um, als etwa mit einem Objekt, das du "schön" nennst.

Du denkst gar nicht bewusst drüber nach und triffst eine Willensentscheidung, sondern deine Abneigung führt zu einem bestimmten Verhalten.

Durch Meditation soll es aber möglich sein, diese Bewertungen abzulegen und damit freier und bewusster in unserem Handeln zu werden.

Ich hoffe, die Antwort war hilfreich.

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„Handlungen geschehen, aber es gibt keinen Handelnden - Buddha

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Kommentar von Jim1788
20.08.2016, 20:19

Und wie ist das gemeint?

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