Geht Gesundheit vor Geld oder Geld vor Gesundheit?

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7 Antworten

Ganz so einfach ist die Geschichte nicht, weswegen es zurzeit auch ein sehr vorsichtiges Austarieren der Interessen gibt; ob wir dabei alles richtig machen, wissen wir vermutlich erst in ein paar Jahren.

Es geht nicht um "Gesundheit" oder "Krankheit", sondern um gesundheitliche Risiken. Und es geht auch nicht um "Geld", sondern um Risiken für die Wirtschaft weltweit.

Der gegenwärtige Stillstand würgt ganze Branchen ab und mehrere Hunderttausend oder gar Millionen Arbeitslose und wirtschaftlich ruinierte Menschen sind nicht unwahrscheinlich. Auch Armut und Perspektivlosigkeit machen krank. Nur dass diese Krankheiten dann nicht Covid-19 heißen, sondern Depression, Mangelernährung oder Suizid.

Der Staat und die Staatengemeinschaft tun sehr gut daran, im Augenblick gigantische Hilfspakete zu schnüren um ein völliges Abschmieren der Wirtschaft zu verhindern. Was das anrichten kann, hat die Weltwirtschaftskrise von 1929 gezeigt, in der die Staaten dem wirtschaftlichen Niedergang tatenlos zusahen und keinerlei Hilfsmaßnahmen ergriffen, mit der Folge von Abermillionen an Arbeitslosen.

Seither hat die Weltwirtschaft schon mehrere Einbrüche erlebt, die rein prozentual die Krise von 1929 deutlich übertrafen, aber bei weitem nicht diese Auswirkungen hatten.

Ob wir das jetzt mit ein paar Prozent Inflation erkaufen (momentan kosten die Zinsen eh fast nichts), ist bedeutungslos gegen die Auswirkungen eines unkontrollierten Abschwungs. Jetzt aber die Wirtschaft gnadenlos abzuwürgen, hilft nicht unbedingt der Gesundheit, sondern geht an die Wurzeln unseres Wohlstands, der uns auch ein Gesundheitssystem ermöglicht, von dem andere Länder nur träumen können.

Pauschal kann ich das nicht sagen. Es kommt stark auf den Einzelfall an. Bei schweren Krankheiten hat die Gesundheit überragendes Gewicht. Bei kleinen Sachen eher weniger. Aber und das sage ich auch und gerade weil ich als Asthmatiker ein Risikopatient bin, als Risikopatient hat man auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber und sollte versuchenh, dass andere unter den eigenen Gebrechen wenigstmöglich leiden müssen. Das heißt für mich ganz klar, dass ich theoretisch mehr Einschränkungen hinzunehmen habe, als gesunde. Den Lockdown für gesunde, junge Menschen zurückzufahren, während er für Risikopatienten weitergeht halte ich für nicht gerade schlecht, da und das ist der zweite Punkt, Gesundheit funktioniert nicht ohne Geld, wir greifen jetzt massiv die Rücklagen der Sozialsysteme an, die wir aufgebaut haben, ohne zu wissen, wie das weitergehen soll. Ich persönlich halte es für nicht unrealistisch, wenn auch nicht für sehr wahrscheinlich, dass der Lockdown die Sozialsysteme kollabieren lassen könnte. Dann wird die Gesundheit auch sinken, wenn weniger Geld für Medikamente, Behandlungen... zur Verfügung steht, das kann auch tödlich werden.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es auch junge Leute treffen könnte? Jung sein ist nicht wirklich ein Schutz, nur die Wahrscheinlichkeit auf Komplikationen ist geringer.

Fändest du es toll, wenn du ohne intensivmedizinische Betreuung qualvoll ersticken müßtest, weil es nicht mehr genug Intensivplätze gibt?

An Krankheiten aller Art sterben auch junge Menschen. Und z.b. an Abtreibung sterben nur die Jüngsten. Weltweit viel mehr als alle Coronaerkrankte. Aber wen interessiert das schon?

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@PEPPERONIHARRY

Du denkst einfach nicht mit. Das große Problem ist, das massenhaft Menschen innerhalb kurzer Zeit erkranken und dringend ärztliche Hilfe brauchen, die sie nicht mehr bekommen können, weil die Krankenhäuser sozusagen überrannt werden. Das kannst du nicht mit den üblichen Sterberaten innerhalb eines Jahres vergleichen.

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Was hast du von deinem vielen Geld wenn du krank wärst ? 🤪

Natürlich Gesundheit vor Geld.

Ohne Gesundheit machste nix mit deinem Geld.

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