Geht es wirklich nicht eine Arbeit fair zu verteilen?

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3 Antworten

Ich vermisse die Sonderregeln für besonders "fruchtbare" oder unübersichtliche Bäume, Ausgleichszahlungen für längere oder kürzere Arme oder gekletterte Höhenmeter!

Und natürlich einen "Schiedsrichter", der sicherstellt, dass auch beide "Bereiche" gleich ergiebig/ anstrengend sind.

Zudem sollte jedem Angestellten ein Anwalt zur Verfügung stehen, um Unstimmigkeiten qualifiziert beilegen zu können.

Und selbstverständlich auch ein eigener Buchhalter - so eine kirschengenaue Abrechnung funktioniert nur, wenn Experten sich damit beschäftigen.

Mal abgesehen davon, dass bei deinem "System" vermutlich die meisten Kirschen auf dem Baum verschimmeln, während unten noch über "Gerechtigkeit" debattiert wird, kann sich auch die geernteten am Ende keiner mehr leisten...

Ja - so eine Sonderregel könnte man einführen - die Angestellten haben natürlich eine Feedback-Möglichkeit wo sie diesen Vorschlag unterbreiten können... und das kann dann auf die jeweiligen Kirschbäume so genau wie möglich angepasst werden...

Sofern es öfter zu Problemen kommen sollte, wird ein Schiedsrichter nötig sein... sollte für beide Angestellten aber alles passen wie es ist, ist das nicht nötig... --> kann man auch im Feedback-Bogen angeben ob man sich das wünschen würde....

Kommt auf die Angestellten an... wenn diese wirklich so kleinlich in diesem Bereich sind, dann wird man sich intensiv über jedes kleinste Problem unterhalten müssen - ja... um alles solange weiter zu optimieren bis es so perfekt wie nur irgendwie möglich ist.

Falsch - die Kirschen werden zuerst unter den Bedingungen oben gepflückt - danach haben sie die Möglichkeit für Feedback und es kann daran gearbeitet werden dass es beim nächsten Mal ein bisschen fairer zugeht als beim ersten Mal.. Es ist nicht so, dass das alles sofort ausdebattiert wird - das geht sich so nicht aus... 

So wäre das doch prima umsetzbar?

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@DBKai
"... wenn diese wirklich so kleinlich in diesem Bereich sind, dann wird man sich intensiv über jedes kleinste Problem unterhalten müssen"

DU bist derjenige, der hier mit kleinlichen Vorschlägen anfängt.

DU bist derjenige, der versucht, jede noch so kleine "Ungerechtigkeit" von Anfang an zu verhindern.

DU bist derjenige, bei dem Obsternte zum mathematischen, sozialen und juristischen Problem wird.

DU scheinst zwei "normalen" Menschen nicht zuzutrauen, so zusammenzuarbeiten, dass hinterher keiner gefrustet ist.

Ich habe schon viele Jobs gemacht, und noch nie ging es irgendwo so zu, wie du es als "fair" bezeichnen würdest.

Trotzdem arrangieren sich die meisten Menschen irgendwie und achten einfach darauf, dass alles funktioniert, statt ständig Gründe zu suchen, warum sie möglicherweise benachteiligt sein könnten...

Wenn du meinst, solche Regeln zu brauchen, um an dein Recht zu kommen, lies dir mal das hier durch:

https://www.psychotipps.com/opferrolle-aufgeben.html

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@DODOsBACK

Ja - ich wünsche mir Fairness und ich bin davon überzeugt, dass sich das auf lange Sicht jeder Mensch wünscht...  außer natürlich er profitiert von Unrecht...

Ich werde beim Obsternten zum Problem? Glaube ich kaum - denn die Leute arbeiten zuerst unter den gegebenen Bedingungen aber haben die Möglichkeit den Arbeitsvorgang täglich/monatlich zu verbessern/verändern.. Feedback-Möglichkeit... Dadurch sorge ich eher dafür dass sich viele Probleme für immer in Luft auflösen als das ich Probleme schaffe...

Zwei normalen Menschen traue ich es schon zu, dass sie da zusammen arbeiten können... aber wie gesagt - solange es Menschen gibt die von Unrecht profitieren kann es zu Lüge und Sabotage kommen... 

Es ist auch meine Erfahrung dass es bisher noch nirgends fair abläuft... es war in der Vergangenheit aber auch schon mal noch unfairer als heute und es kann weiterhin immer fairer werden - wenn sich Menschen für diese Veränderung stark machen.. und sobald die Mehrheit von Recht profitiert wird es wohl auch soweit kommen... 

Es gibt eindeutiges Unrecht - da braucht man nicht erst einen Grund suchen weswegen man benachteiligt sein könnte - da ist man es ganz klar... Wenn jetzt jemand nach Gründen sucht warum er ev. benachteiligt sein könnte, kann man analysieren inwiefern die Person damit richtig liegt... Wo fühlt sie sich benachteiligt? Was müsste anders sein, damit es für sie fair wäre? 

Das mit der Opferrolle ist gut geschrieben... Das Problem sieht einfach so aus, dass es in meinem Fall komplett davon abhängt ob die Mehrheit von Recht profitiert oder von Unrecht... Solange die Mehrheit noch von Unrecht profitiert ist eine schicksalsbedingte Verschwörung gegen mich im Gange - hab ich auch schon gerafft... denn man braucht ja nur zu lügen... Jeder Mensch ist schon auch von anderen Menschen abhängig... Wenn ich z. B. morgen in den Supermarkt gehe und dann kommen 2 Polizisten daher die mich ohne jeden Grund mitnehmen und einsperren und keiner sagt und macht etwas gegen das Unrecht und alle Leute sagen, dass ich irgendjemand mit einem Messer bedroht hätte obwohl das nicht stimmt - kann ich nix machen... = die Mehrheit ist dann gegen mich - da bin ich dann ausgeliefert. ich bin abhängig davon, dass meine Mitmenschen sich ehrlich verhalten - sich mir gegenüber in der Regel so verhalten, wie es für sie umgekehrt auch ok wäre... 

Schwätzer und Macher... das kann man so regeln, dass es einen klaren und in der Regel erfüllbaren Arbeitsauftrag gibt und der soll gemacht werden... wenn es wo Probleme gibt und man etwas nicht hinkriegt kann die Person schon zeigen, was nicht klappt und wieso... und der Chef setzt sich dann mit dem Problem auseinander... Z. B. bei den Kirschbäumen kann es so sein, dass eine Person die Kirschen pflückt und die andere gar nicht damit beginnt weil sie einen Schwächeanfall hat... oder bei allen Kirschbäumen findet dass die Leiter nicht sicher angelehnt werden kann (obwohl die andere Person das aber schon hinkriegt) - ok - da hilft nur das Gespräch... Schwächeanfall - kommt das öfter vor? Was kann man tun damit es beim nächsten Mal klappt? Demonstrieren wie man die Leiter anlegen kann und selber rauf klettern - die Person fragen ob sie sich das zutraut oder ob ein anderer Job besser für sie wäre? Und dann stellt man eben eher die Leute ein, die diese Arbeit gewöhnlich auch insgesamt gut hinkriegen... Und für die Person die damit überfordert ist wird eine leichtere Tätigkeit gesucht... 

Was ist wenn jemand körperlich gesund aussieht aber jeden Tag in der Arbeit einen Schwächeanfall oder sonst was hat und so gut wie keine Arbeit machen kann + keine Besserung in Sicht? Ab hier wird es schwierig - denn wenn alle Menschen so wären, dann könnte keiner mehr am Leben erhalten werden... irgendjemand müsste dann ja täglich dafür mitsorgen dass auch diese Person etwas zu futtern bekommt... Was tun? Wenn sie sich auf nix einlässt und vielleicht auch krank sein "will" ist man da etwas aufgeschmissen...Solange unser System noch eher schlecht ist, müsste die Person im schlimmsten Fall verhungern... denn angenommen sie bekommt dieses Mindestgeld, dass ein Bettler bekommt aber ist selbstständig nicht dazu fähig Essen im Geschäft für sich zu besorgen... und da ist niemand der das für sie komplett übernehmen kann oder ihr dabei helfen kann, dann wäre sie verloren...Kann sie das alles wirklich nicht oder spielt sie es nur vor? Wie auch immer - jemand der so schwach ist sollte nur das absolut Notwendige bekommen was man zum Leben braucht.. Essen + Platz zum Schlafen + Hilfe bei den Dinge, die nicht alleine gehen... + Hilfsangebote zur Besserung des Zustandes, die sie annehmen kann oder nicht... Sofern die Person nun ein besseres Leben haben möchte, sollte sie die Möglichkeit haben an sich zu arbeiten - einer Arbeit nachzukommen und sich ein deutlich schöneres Leben aufzubauen... Auswahl beim Essen.. eine schöne kleine Wohnung für sich allein...+ Geld um sich etwas zu gönnen oder was zu unternehmen...So in etwa?

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Wenn beide unter den gleichen persönlichen oder körperlichen Voraussetzungen daran gehen, denke ich schon dass das eine faire Aufteilung wäre!

Jetzt aber mal so rein aus Interesse, wieso fragst du das? ^^

Weil mir öfter gesagt wird, dass Fairness subjektiv ist... und es keine objektive Fairness gibt - was ich aber nicht so sehe...

Ist klar - jemand der im Rollstuhl sitzt kann diese Arbeit nicht machen - das geht nur wenn beide insgesamt gesunde Beine und Arme haben.. und wenn sie die Sprache gut genug können um den Arbeitsauftrag zu verstehen.

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naja ich denke das kommt darauf an worum es geht! Ich denke in deinem Beispiel kann man schon von ferne sprechen und wenn du sechs Äpfel auf zwei Personen verteilen willst ist zumindest was die Anzahl betrifft die fairness auch nicht so subjektiv, aber es gibt bestimmt Situationen, wo man schon unterschiedlich bewerten kann, was fair ist!

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@ninchens

Kann sein... wenn man sich uneinig ist müsste man eben darüber reden und die Situation genau analysieren und eine faire Lösung suchen.... geht nicht immer sofort und von heute auf morgen - aber so nach und nach meist schon.

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Das denke ich auch. Wenn allen Beteiligten daran gelegen ist, eine Lösung zu finden, dann klsppt das auf lange Sicht!

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Auch an dem Kischenbeispiel kann man das fest machen. Solange niemand festlegt wer welchen Baum bekommt, versucht jeder sich den besten auszusuchen, da ja das umstellen der leiter Zeit=Geld kostet.

Natürlich kann man im Einzelfall sagen sie sprechen sich ab. Die Erfahrung zeigt aber, eine Tages geht einer her und erntet alle Bäume und der andere schaut in die Röhre.

Google mal Spieltheorie, darüber gibt es massenweise Literatur.

Die Kirschbäume sind etwa gleich groß - und wenn sich beide unbedingt einen bestimmten Baum zum pflücken wünschen - müssen sie den eben 50/50 machen/teilen... der eine von rechts - der andere von links...

Das wäre unfair, wenn einer alle Bäume erntet (außer den anderen stört es nicht)- es sind ja extra 2 Leute angestellt worden... das müsste er mit dem anderen zuvor besprechen... wenn einer sagt, dass er 16 Bäume machen will und der andere 14 bekommt und das für den anderen OK ist, dann passt es... wenn der andere aber sagt, dass er das unfair findet, dann wird es auf 15/15 raus gehen... 

Alles lösbar... oder?

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@DBKai

Ja, das alles ist lösbar, aber nur unter der Prämisse, dass beide fair seien wollen. Dann kann man sowas schon gerecht aufteilen.

In der praxis ist der Eine oder der Andere dann aber doch auf seinen Vorteil aus und sei es nur um vorm Chef zu glänzen.

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@DBKai

Auf 15 - 15 könnte man es zur Not auch festlegen.. wenn es sonst immer unnötig Drama/Streit gibt...

Man kann auch festlegen welche 15 Bäume der eine und welche der andere bekommen soll... im schlimmsten Fall kann man hier auch das Los entscheiden lassen, wer welche 15 Bäume bekommt...

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@michelmayer70

Das sind dann aber eher anstrengende und unsympathische Angestellte... wenn die bei jeder Kleinigkeit unfair sein müssen und unnötig Ärger machen... 

Da stellt man beim nächsten Mal lieber Leute ein die da unkomplizierter sind... 

Zur Not kann es eben auch festgelegt werden wer für welchen Bereich zuständig sein wird - durch das Los... 

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