Geht es nur mir so oder meint ihr auch dass die gesellschaft den bach runter geht?

14 Antworten

Na eben aber verwechselst du alles und vergleichst Äpfel mit Birnen.

Zum einen kann man Deutschland und Amerika gar nicht miteinander vergleichen. Tatsache ist, dass jedes Land Vor- und Nachteile hat.

Als ich mir im Fernsehen die Interviews mit den amerikanischen Bürgern auf der Straße in verschiedenen Bundesstaaten ansah, bin ich teilweise erschrocken. Da waren ja Städte/Dörfer, die sahen aus wie in den Western früher. Ich habe bloß noch darauf gewartet, dass der Sheriff angeritten kommt und hinter sich ein Pferd herzieht, auf dem ein gefasster Bankräuber in Handschellen sitzt. Da ist die Zeit ja wirklich in den 60er/70er-Jahren stehen geblieben.

Einerseits ein Land aus dem sehr viel Technik und Entwicklung kommt, andererseits noch Stromleitungen über der Erde, Holzhäuser (bei ständiger Orkangefahr) usw. Umweltschutz und Klimaveränderung ist für sie ein Fremdwort. Auch Trump leugnete den Klimawandel im Wahlkampf noch.

Dann hast du 35jährige Menschen gesehen, die Lücken im Zahngebiss haben, sich aber über ein Krankenkassensystem aufregen. Sind die Amerikaner teilweise so dumm oder tun sie nur so dumm?

Noch kurz zu Donald Trump: Nicht die Medien haben über Donald Trump selbst berichtet, sondern die Medien haben nur das wiedergegeben, was Trump im Wahlkampf so sagte. Ich möchte mal sehen, was hier in Deutschland los gewesen wäre, wenn Frau Merkel, Herr Gabriel oder Herr Trittin sich über einen Journalisten mit Behinderung lustig gemacht hätten, wenn Herr Steinmeier gesagt hätte, dass es jeder Frau in Deutschland gefallen würde, wenn er ihnen zwischen die Beine greift und alle noch jubeln würden, selbst wenn er jemanden auf offener Straße erschießt. Die Folge wäre doch der RÜCKTRITT noch am selben Tag!

Warum verurteilt man dann den ÜBERBRINGER der schlechten Botschaften und NICHT den "VERSENDER" dieser Botschaften? Warum geht man mit einem deutschen Politiker anders um als mit einem amerikanischen? Stelle mir gerade vor, wie Frau Merkel Kinder im Kanzleramt empfängt und vor laufender Kamera zu Kindern sagt: "Ich habe Negerküsse für euch! Wer möchte Negerküsse haben?"

Da müsste sie wohl kurz danach dem Bundespräsident ihren Rücktritt schriftlich erklären!

Ein Präsidentschaftskandidat der sich eben mit solchen primitiven und niveaulosen Parolen im Wahlkampf präsentiert, kann nun mal nicht erwarten, dass die Presse das, wie so manch andere Hirnlose, bejubelt!!!

So, kommen wir wieder in unser schönes, geordnetes, aber dennoch, von einigen oft verkanntes und verhasstes Deutschland, die gerne dumpfe Parolen wiederholen, ohne vorher darüber nachzudenken. Denn für alles gilt immer: Ursache und Wirkung!

Stellen wir fest, dass es auch bei uns Städte und Gemeinden bzw. Regionen gibt, die wie die Bankenstadt Frankfurt a. M im Rhein-Main-Gebiet., München, Hamburg, Stuttgart doch ein hohes Stellenangebot mit verhältnismäßig guter Bezahlung zu bieten haben. Dazu eine hervorragende Infrastruktur, allerdings mit extrem hohen Mietpreisen und Eigenheimpreisen. Da kostet ein neues Reihenhaus auch schon mal 800.000 €, das in der Region Duisburg vermutlich für 260.000 € zu kaufen gäbe.

Guckt man dann aber nach Nordrhein-Westfalen in Städte wie Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum, Essen usw., hat man es mit Regionen zu tun, die unter hoher Arbeitslosigkeit leiden, da dort diverse Industriezweige verloren gegangen sind, um nur einmal den Bergbau, Opel in Bochum und Nokia zu nennen. NRW ist das einzige Bundesland mit einem Wirtschaftswachstum von 0 %. "Herzlichen Glückwunsch" Frau Hannelore Kraft!

Selbst aber auch in den Bundesländern gibt es starke Gefälle. Nehmen wir Bayern im Vergleich mit München (BMW, Siemens usw.) und die Region Nürnberg/Fürth, die die letzten Jahre Arbeitgeber wie Grundig, Triumph-Adler und Quelle verloren hat.

In all den genannten Fällen, sind halt auch die LANDESregierungen mal GEFORDERT und nicht immer die Bundesregierung.

Kommen wir nun zu den Milliarden, die die deutsche Bundesregierung in Griechenland unnötig versenkt! Dazu sollte man sich mal fragen, welche Produkte, Autos, LKW, Maschinen, Computer, Kleidung, Möbel die Griechen denn herstellen?

Sollte den Kritikern jetzt nicht gleich eine griechische Automarke oder ein griechisches Computermodell einfallen, liegt es daran, dass Griechenland so etwas gar nicht produziert und im Ausland, AUCH IN DEUTSCHLAND, kauft. Damit werden dann Arbeitsplätze bei Firmen wie VW, Opel, Siemens, Kärcher, VORWERK, Miele, Bosch uvm. finanziert und gesichert. Was ich damit sagen will, ist, dass das Geld wieder positiv zurückkommt.

Würde man Griechenland absaufen lassen, könnte das die Deutsche Industrie vielleicht 250.000 Arbeitsplätze kosten, die dann wiederum arbeitslos wären und staatliche Hilfe bekommen würden, aber auch nichts in das Krankenkassen- und Rentensystem einzahlen könnten. Da kommen dann mal ganz schnell ein paar läppische MILLIARDEN auf Dauer zusammen.

Ach ja - und die Commerzbank wurde ja noch von dieser "dämlichen" Bundesregierung mit Milliarden gestützt! Man hätte die doch auch absaufen lassen können! Alles schön und gut......

Aaaaaber, wehe wenn einer der Kritiker seine Ersparnisse von 40.000 € da liegen gehabt hätte, wäre montags zur Commerzbank gekommen und der Insolvenzverwalter hätte sie freundlich begrüßt und erklärt, dass das Geld verloren ist, hätten die SELBEN Schreihälse und Parolenwiederholer geschrien: "Wieso hilft in einer solchen Situation nicht die Bundesregierung und schaut zu, wie Hunderttausende von Commerzbank-Kunden ihr Geld verlieren! Für UNS hat Frau Merkel wieder kein Geld gehabt!"

Da das Geld dieser Schreihälse nun aber sicher ist, lässt es sich so hindrehen, als wären die Bankmanager gerettet worden. So kann man natürlich auch schlechte Stimmung verbreiten und die Tatsachen verdrehen.

Getreu dem Motto: "Nachdem ich meine Stinkefüße gewaschen habe, rege ich mich über die Stinkefüße der anderen auf!"

Du hast am Ende allen geraten, die Dinge zu hinterfragen. Nein, man muss die Dinge auch hinterleuchten, so wie ich das an einigen Beispielen gemacht habe! Warum bist du nicht zumindest deinem eigenen Rat gefolgt?

Ok, ich soll hinterfragen. Das tue ich dann mal: du schreibst "das hier in deutschland alles scheße ist" - woran machst du das fest? So wie du das schreibst, kann ich das nicht nachvollziehen.

"Unterbodenneon" - wieder was dazu gelernt. Das kannte ich bisher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies nun das Thema Nr.1 in Deutschland wäre. Die Differenz zwischen "alles" und "Unterbodenneon" ist immerhin bemerkenswert. Aber gut, machen wir weiter...

"Angela Merkel lässt Ausländer rein" - na so was aber auch. :) Ich würde eher sagen, dass wir (auch schon vor Merkel) offene Grenzen haben (wie auch andere Länder in Europa). Soll ich jetzt darüber spekulieren, dass du vermutlich meinst, dass dies negativ war?  Ich soll ja hinterfragen: also was genau möchtest du uns damit nun sagen?

"gefühlt 90%" Und? Inwiefern ist "dein Gefühl" nun relevant bei der Debatte? Wenn ich mir die aktuellen Umfragewerte bezüglich Merkel anschaue, kann ich dieses Gefühl nicht so ganz teilen.

Über Griechenland könnte man viel schreiben, das würde den Rahmen sprengen. Du weißt schon, dass es sich dabei größtenteils um Kredite handelt? Es reicht nicht, nur die Summen zu lesen, man muss da mehr lesen und auch hinterfragen.

Ich habe gar kein Problem damit, dass du Trump toll findest. Ich habe sogar einen tollen Vorschlag: bewirb dich für eine Green Card
https://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Permanent_Resident_Card
Ohne Verwandte in den USA (und ohne eine hohe Investitionssumme) wäre es natürlich gut, wenn du entsprechend hoch qualifiziert wärst, und schon einen Arbeitgeber in den USA hättest. Ein Kollege von mir (naja, nun Ex-Kollege) fängt nächstes Jahr in den USA seinen neuen Job an. Ist doch prima.

Du siehst: selbst die USA lassen Ausländer rein. (Kanada übrigens auch, dort gibt es sogar Syrer - na so was aber auch... diese Schlingel...)
Und bitte vorher recherchieren, ob es Unterbodenneon in den Staaten gibt.

 

Meines Erachtens ist das Hauptproblem, dass sich die jüngere Hälfte der Bevölkerung hier in Deutschland systematisch von der Politik übern Tisch ziehen lässt.

Wo gibt es beispielsweise mal spürbaren Gegenwind gegen die Sozialpolitik, die immer stärker von Jung nach Alt umverteilt?

Warum merkt niemand, dass im internationalen Vergleich die europäische Technologiepolitik total wirtschaftsfeindlich ist? (Nur mal so als Beispiel: während Trump noch vor Antritt seiner Präsidentschaft schon milliardenschwere Investionen in die USA mit ausländischen Geldgebern klarmacht, z. B. Softbank), fabuliert man in Deutschland über stärkere Regulierung von Herstellern von IoT-Gerätschaften. Man sieht den Unterschied ganz deutlich: in den USA wird den innovativen Unternehmen Handlungsspielraum gegeben, sich gut zu entwickeln. Hier werden sie totreguliert. Und anschließend wundern wir uns, warum Deutschland und die ganze EU im internationalen Wettbewerbsvergleich weiter zurückfallen.

Dann diese ganzen Dinge wie staatlich gestützte Kartellwirtschaften, angefangen von der Gesundheitsmafia bis hin zum Rundfunk"beitrag", den wir alle zahlen sollen. Da werden unglaublich viele Pfründe einzelner weniger geschützt, die von der Gesamtgesellschaft im Kollektiv getragen werden sollen. Wenn es genau in diesen Bereichen dann auch noch stete Kostensteigerungen gibt, während das Gesamtwirtschaftswachstum - bereinigt um die Bevölkerungszahl - stagniert, dann liegt auf der Hand, dass für fast alle unterm Strich immer weniger übrig bleibt.

Das große Faß ohne Boden mit Namen "Migrationspolitik" will ich hier erst gar nicht aufmachen. Die Diskussion darüber könnte zu hitzig werden.

Das Thema "EU" ist ähnlich toll gelagert: da wird die EU-Kritik allerorts immer größer, und was macht Brüssel? Denkt über die nächste Phase der Osterweiterung nach, Stichwort Serbien.

Der Euro ist auch so'n Katastrophenfall: war ja gut gemeint, ist aber leider nicht gut gemacht. Jetzt bald ein Jahrzehnt Dauerfinanzkrise. Und die wird sich nicht mit dem 25. Rettungspaket für sonstewen auflösen, sondern erst dann, wenn man die nicht tragfähigen Konstrukte, die da gestützt werden, einfach mal vor die Wand fahren lässt. Ökonomen reden in einer Konstellation, wie wir sie haben, von einer sogenannten Fehlallokation von Ressourcen. Die (Geld-)Ressourcen, die da in Stützung überkommender Konstrukte oder Investments gesteckt werden, fehlen halt an anderer Stelle, wo sie volkswirtschaftlich produktiv wirksam sein könnten. Das Ergebnis spüren wir dann im Geldbeutel: kaum wachsender Spielraum, kaum Wirtschaftswachstum, und durch den Nebeneffekt der EZB-Nullzins-Geldpolitik wird eine ganze Generation auch noch der Möglichkeit um sinnvolle Altersvorsorge beraubt.

Merkel wird im nächsten Jahr wieder als Kanzlerkandidatin antreten. Und das tut sie mit dem erklärten Ziel, Bestandswahrerin zu sein. Also nichts im großen Stile zu verändern, sondern die bestehende Ordnung zu behalten. Das bedeutet im Klartext: diejenigen, die von der aktuellen Ordnung nicht profitieren, werden mit weiteren vier Jahren Merkel, so sie denn kommen sollten, noch mehr verlieren.

Ich kann nur jedem empfehlen: politischer werden! Meinung kundtun! Und nicht einschüchtern lassen von den ganzen "political correctness"-Tabus, mit denen alle vom GroKo-Mainstream abweichenden Positionen immer verteufelt werden.

Deutschland sieht oberflächlich betrachtet "stabil" aus. Das wird gefeiert, ist aber gleichzeitig auch das Problem. Denn ohne Veränderung geht's hier so richtig nachhaltig den Bach runter für alle, die heute unter 50 Jahre alt sind.

Um mal einen Punkt herauszugreifen:

Du empfiehlst, sinngemäß im Euroraum statt "Rettungspakete" zu schicken, mal "Fehlallokationen" scheitern zu lassen. Wie stellst du dir das vor? Soll dann z. B. Griechenland einfach mal sich selber überlassen werden?

Auf der einen Seite ergäbe das eine humanitäre Katastrophe, den Zusammenbruch der Grundversorgung der Bevölkerung, der gesellschaftlichen Ordnung im Allgemeinen, und danach Bürgerkrieg.

Und auf der anderen Seite passiert das sowieso schon deshalb nicht, weil dann Banken auf ihren Forderungen sitzen bleiben. Wenn uns die jüngere Geschichte eines gelehrt hat, dann, dass sogenannte Rettungspakete nicht die Empfänger retten sollen, sondern die Gläubiger noch ein Weilchen länger vor Forderungsausfall schützen sollen! Jeder der ein wenig rechnen kann, weiß, dass eine Rückzahlung ohne Schuldenschnitt nie möglich ist, aber dann verlöre die betreffende Bank an Kapital, bekäme Schwierigkeiten mit der eigenen Zahlungsfähigkeit, und die Kettenreaktion ginge wieder los.

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@BeratorKator

Meines Erachtens sollte man tatsächlich Griechenland vor die Wand fahren lassen. Und wenn da ein paar Banken bei draufgehen, ist das meines Erachtens nicht so tragisch. Natürlich gibt sowas kurzfristig ein Beben, aber es ist wie beim Wetter und drückender Schwüle, der ein schweres Gewitter folgt: danach ist die Luft wieder sauber...

Gegen eine innergriechisch drohende Katastrophe für die Menschen müssen in erster Linie die griechischen Politiker was tun. Und das tun sie seit Jahren erwiesenermaßen nicht. Es kann und darf nicht sein, dass wir das zu unserem Problem hier machen. Die sollen sich um ihren Kram bitteschön selbst kümmern. Zumal sie oft genug kommuniziert haben, dass sie keine Einmischungen in viele Dinge wollen.

Den Bürgerkrieg sehe ich in Griechenland im übrigen nicht. Eher einen Euro-Austritt, Einführung einer neuen nationalen Währung, einhergehender Staatspleite, nach der sich aber innergriechisch dann wieder ein monetäres System entwickeln kann, was zumindest die Grundbedürfnisse im Inland ausreichend stützt.

Klar: ausländische Investoren, bzw. Halter von Schuldtiteln, gucken dann halt in die Röhre.

Bezogen auf den letzten Absatz Deines Kommentars noch ein Hinweis: Deine Argumentation bzw. Beobachtung ist natürlich völlig korrekt. Aber gleichzeitig beschreibst Du doch auch das Dilemma, in dem sich diese Banken und weiteren Gläubiger befinden: solange diese Papiere auf ewig bis zum Sanktnimmerleinstag mit eher schlechter Bonität in den Büchern stehen, sind die jeweiligen Institute auch handlungsgelähmt. Umso mehr, seitdem bei uns zur Vermeidung weiterer "Bankenkrisen" die Kreditvergaberichtlinen weiter verschärft wurden bezogen auf unterliegendes Eigenkapital.

D. h. wenn wir diesen ganzen Quatsch auf Ewigkeiten stützen, dann beatmen wir quasi handlungsunfähige "Zombie-Banken" mit ständig frischem Geld. Und genau dieses Geld, was da konstant reinfließt, wird fehlallokiert. Würde es nämlich in wirtschaftlich produktive Unternehmen fließen, könnte es volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Zombie-Banken künstlich zu beatmen (während deren Manager sich immer noch fleißig Boni abschöpfen) ist hingegen völliger Schwachsinn aus gesamtgesellschaftlicher Sicht. Wenn man nicht gerade selbst Banker ist und sich jedes Jahr seine fetten Boni abholen darf, dann sollte man dagegen sein, diese Praxis weiter fortzuführen.

Ich bin im übrigen für einen Austritt Deutschlands aus der Eurozone. Weil das meines Ereachtens sowohl für Deutschland wie auch für die Rest-Eurozone besser wäre wegen des heute bestehenden starken Ungleichgewichtes.

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@dan030

Ich stimme dir insofern zu, als dass diese Zombiebanken, oder das leicht beschönigende Erschaffen von "Bad banks" nichts anderes ist, als das Problem hinauszuzögern, aber die Ursache dafür verkennst du, wie ich meine.

Keine Währung in Europa, und noch viel weniger in Amerika, besitzt noch einen Gegenwert, eine Reserve, eine Bestandsgarantie. Das Geld ist genau so viel wert, wie die, die es benutzen, glauben. Keinen Pfifferling mehr. Zentralbanken erschaffen Geld aus dem Nichts, und reduzieren damit immerfort den Wert des vorher schon vorhandenen Geldes. Geschäftsbanken sind noch immer nicht verpflichtet, die Kredite, die sie vergeben, zu 100% mit Eigenkapital zu decken. Was bedeutet, auch sie erschaffen Geld aus dem Nichts.

Aus all dem folgt, dass Banken im Geflecht gegenseitiger Kredite alle voneinander abhängig sind, und wenn eine von ihnen insolvent ist und aufgelöst wird, ergibt sich ein Vielfaches ihres Kapitals an Forderungsausfall bei anderen Banken. Sobald die Öffentlichkeit davon Wind bekommt, rennen die Kleinsparer ihnen die Türen ein und holen in Massen ihr Erspartes nach Hause. Weitere Banken, die mit virtuellem Geld gespielt haben, gehen in die Pleite. Am Ende bricht das Währungssystem als solches zusammen.


Diese Katastrophe ist es, die schon vor Jahren hätte passieren müssen, und die nicht passiert, weil Merkel und Co. immer wieder Beruhigungspolitik betreiben. "Das Ersparte ist sicher", predigen die Politiker, während den Banken das Wasser bis zum Hals steht. Und die Leute glauben es. Und schon ist wieder alles in Ordnung.

Und deshalb kann man keine einzelnen Banken oder Staaten vor die Wand fahren lassen. Man kann nur entweder das ganze tote Gebilde aus heißer Luft permanent weiter beatmen, oder etwas generell umkrempeln, den Banken ein für alle Mal ihr Spiel versauern, zum Beispiel mit einer Besteuerung von Spekulationserlösen. Dann käme das Steuergeld, was Banken und Konzerne an allen Ecken und Enden systematisch den Staaten, den Gesellschaften, aus der Tasche gezogen haben, wieder da hin, wohin es gehört. In die Hand einer politischen Führung, deren oberste Aufgabe es ist, das Leben und die Würde der Menschen zu gewährleisten, die sie gewählt haben.

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@BeratorKator

Spekulationsgewinne werden auch heute schon besteuert, wenngleich auch wg. Abgeltungssteuer zu günstigeren Konditionen als per Arbeit verdientes Einkommen. Das ist eine Ungerechtigkeit, ohne Frage. Bzgl. Deiner restlichen Sachstandsanalyse stimme ich Dir im wesentlichen zu.

Allerdings glaube ich tatsächlich, dass "Crash und Neustart" auf längere Perspektive (d. h. mal auf Blick 1 Jahrzehnt und noch viel länger) gedacht für die Durchschnittsmenschen in den aktuell von Krisen gelähmten Gesellschaften besser wäre, als die künstliche Beatmung eines ohnehin eigentlich schon toten Systems.

Dabei würde natürlich erstmal viel geschrieen und viele Werte (die eigentlich keine sind) würden erstmal entwertet. Aber man hätte mittels Währungsreform und Bereinigung der "Bullshit-Ökonomie" speziell im Finanzwesen die gute Situation, dass anschließend für die Rekapitalisierung (ggf. mittels Währungsreform) die Gelder zielgerichteter in ökonomisch produktive Bereiche gelenkt werden können. Und das ist meines Erachtens Voraussetzung dafür, dass es überhaupt mal wieder breitflächige Wirtschaftswachstümer geben kann. Die wiederum brauchen wir aber, wenn wir auch Wohlstandsgewinne haben wollen. Und erst recht brauchen wir ökonomische Zugewinne, wenn es da auch noch eine Politik gibt, die meint, sich mit deutschem Geld für die Belange von Menschen aus der ganzen Welt einsetzen zu wollen.

So wie es aktuell läuft, haben wir meines Erachtens Siechtum auf Raten ohne jegliche positive Perspektive. Und wenn wir (als EU- und Eurozonen-Mitglied Deutschland) da nicht allmählich mal aktiv werden, sondern ständig in der Reaktionsrolle mit "hinter-verschlossener-Tür-Mauschelfeinjusterierungen" zu bleiben, dann werden letztlich andere im großen Bild die Ordnung gestalten. Und dann sind wir irgendwann wieder nur diejenigen, für die die Reste übrig bleiben.

Ich kann die Leier vom "reichen" Deutschland nicht mehr hören. Griechenland beispielsweise hat kaufkraftbezogen im Durchschnitt eigentlich eine wesentlich bessere Situation für die Bevölkerung zu bieten. Leider nur theoretisch, weil die Ressourcen im Land extrem ungleich verteilt sind. Aber das kann nur die Politik vor Ort korrigieren - oder es bleiben lassen. Es ist jedenfalls absurd, dass wir als zwar vom pro-Kopf-BIP her reiche, aber vom kaufkraftbereinigten Nettohaushaltseinkommen her ziemlich schwach dastehendes Land die Südstaaten retten müssen. Da ist das rechnerische Vermögen der Haushalte nämlich in örtlicher Kaufkraft deutlich besser als bei uns. Das liegt schon an der deutlich höheren Wohneigentumsquote in diesen Ländern.

So flächige Altersarmut beispielsweise, wie sie bei uns in ein paar wenigen Jahren droht, wird es in Südeuropa in dieser Schärfe schon wg. des meist vorhandenen Wohneigentums nicht geben können. D. h. ein griechischer Rentner kann eben im Zweifelsfall von 300-400 Euro/Monat leben, während ein deutscher Rentner erstmal viel Miete zahlt, dann eine im Vergleich teurere Krankenversicherung hat, die teuersten Energiekosten in ganz Europa zu berappen hat usw. D. h. der 400-Euro-Rentner aus Griechenland hat unterm Strich vermutlich mehr als ein deutscher Rentner an der "Armutsgrenze" von ca. 900 Euro.

Solche Dinge fallen in der öffentlichen Betrachtung leider gern untern Tisch.

"Die Systeme", wie z. B. das Bankensystem, sind kein Selbstzweck. Sondern sie sollten eigentlich mal den Menschen dienen. Das tun sie in ihrer heutigen Form nicht mehr. Also kann man sie auch politisch fallen lassen und das System im Großen reformieren.

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Ich bin auch unter 50. Aber ich sehe einen gewissen Widerspruch zu der (häufig gemachten) Feststellung, dass es viel Altersarmut gibt, und dass zu wenig für die Rentenkasse (staatlicherseits) getan wird. Ich denke, dass das (früher noch in sich konsistente) System nicht mehr rein eigenfinanziert funktionieren kann aufgrund der demographischen Entwicklung.

Zur Regulierung: beruflich bedingt kenne ich die FDA, die im Pharmabereich sehr wichtig ist. Diese reguliert auch die ganzen Software-Geschichten in dieser Branche. Der Hauptsitz ist in den USA. Auch deutsche Pharmafirmen müssen (je nachdem, wohin sie exportieren) z.T. diese Regularien einhalten. Das ist recht weitgehend, und kann mitunter zu einem riesigen Mehraufwand führen. Das ist nicht nur ein europäisches Problem, dass Regularien auch z.T. behindern können (auch wenn sie gut gemeint sind).

https://de.wikipedia.org/wiki/Food_and_Drug_Administration

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@OlliBjoern

Ok, erstmal Thema Altersarmut:

Ich sehe ein zentrales Problem darin, dass Bürger keine private, flexible Ansparmöglichkeit haben. Weder haben wir sinnvolle Zinsen (Stichwort Euro-Krise), noch haben wir ein Steuersystem, was eigenverantwortliche Vorsorge irgendwie sinnvoll ermöglichen würde. Wer Riester, Rürup o. ä. nutzen will, kann nur auf "unrentable" Produkte setzen. Wer das Geld flexibel in Cash halten will, wird bei der Einkommensteuer abrasiert. Bleibt nur die Rentenkasse, die bei steigendem Renteneintrittsalter insbesondere für Männer stark diskriminierend wirkt (bzgl. eingezahlter Beträge im Verhältnis erwarteter Restlebensdauer) und sowieso schlecht rentiert. Lösungen: Deutschland muss die Euro-Krise los werden (gern mit Euro-Austritt), Steuersystem reformieren, Rentensystem flexibilisieren. Und dann ggf. beim Rentensystem eine Lösung für Geringverdiener schaffen, denn für die bestehen faktisch im Moment gar keine Anreize, da überhaupt einzuzahlen - frei nach dem Motto "wenn's eh auf die Grundsicherung angerechnet wird, warum nicht gleich Grundsicherung komplett?"

Dann bzgl. Regulierung und FDA: Ja, die FDA ist sehr strikt, das ist bekannt. Finde ich im Medizin(technik)bereich prinzipiell auch ok. Aber wenn ich mir z. B. anschaue, was wir hier in Deutschland mit providerbezahlter TK-Überwachung, den ganzen Jugendschutzdebatten usw. haben, dann sehe ich da schon, dass allein die Art und Weise, wie reguliert wird, bei uns hier etliche Geschäftsmodelle verunmöglicht.

Stell' Dir mal so Portale wie Google (die Suchmaschine) und Youtube vor. In den USA ist sowas kein Problem. Es gibt zwar immer wieder mal Rechtsstreitigkeiten, aber letztlich lässt sich da alles bewältigen. Hätte Google seinen Sitz in Deutschland und hier seine Suchmaschine eröffnet, wäre beim ersten pornographischen Link im Suchrepertoire die ganze Plattform womöglich wg. Jugendschutzbedenken gesperrt worden. Nur mal so als Beispiel. Oder Youtoube: wäre am ersten Online-Tag von der GEMA wieder dicht gemacht worden, wenn das hier in Deutschland stattgefunden hätte.

Ich kritisiere staatliche Regulierung nicht grundsätzlich. Wohl aber die Art, wie sie erfolgt. Und leider erfolgt sie speziell in Deutschland, aber auch auf EU-Ebene, häufig auf eine Weise, dass viele Geschäftsmodelle fundamental erschwert oder verunmöglicht werden. Und dann wundert man sich andererseits, dass wir technologisch weit hinterherhinken und ganze Branchen mittlerweile aus Europa abgewandert sind.

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