Geht es beim Suizid nicht eher um....?

7 Antworten

Der Überlebenswille ist im menschen verankert. Ein "unzufrieden mit dem Leben sein" reicht mehr als häufig nicht für die Selbsttötung. Jeder Mensch hat mal eine schlechte Lebensphase, sieht sein Leben als wertlos an, doch dadurch sollte der Überlebenswille nicht beeinträchtigt werden.

Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Auslöser für Suizid:

  • Hilfeschrei. Bei Hilfeschreien (besonders bei Jugendlichen) geht es primär um Aufmerksamkeit (soll nicht negativ klingen), da ihre psychische Situation zu wenig Beachtung findet oder schlichtweg ihre schlimme Verfassung unterschätzt wird. Es ist eine eindringliche Art zu sagen "helft mir entlich". Das Problem dabei ist, dass diese Suizidversuche daneben gehen bzw. wirklich ausgeführt werden können.
  • Kurzschlusshandlung. Inbesondere beim überraschenden Verlust von geliebten Personen neigen einige zu einer Kurzschlusshandlung. Der Verlust tut so weh und das Leben wird so unvorstellbar ohne diese Person, dass man den Impuls hat sich selbst zu töten. Also einen Suizid aus dem Affekt.
  • Depressionen. Die mit Abstand am häufigsten Suizide finden durch Personen statt, welche an schwersten Depressionen erkrankt sind. Einerseits weil der Impuls sich etwas anzutun ein Symptom dieser Krankheit ist, andererseits weil sie diese schrecklichen Qualen nicht mehr aushalten.

Deine Frage also ist relativ einfach zu beantworten. Der Impuls zu Überleben ist in jedem von uns verankert. Dies ist eine biologische sowie psychologische Tatsache. Dieser Impuls wird meist nur dann ausgeschaltet, wenn der Mensch unter einen medizinisch relevanten Krankheit wie z.B. einer Depression leidet.

4: Menschen die gesund sind aber deren Leben trotzdem abartig schlecht ist.

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@WastedYout

Das schlechte Leben ansich reicht nicht um den Überlebensimpuls auszuschalten. Ansonsten ist es ein Hilfeschrei.

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Meist passiert vor einem Suizid eine Zeit des immer mehr eingeengt seins. Das bedeutet, meist sehen die Menschen immer weniger Wege zur Lösung ihres Problems oder ihrer Probleme. So dass der Suizid wie als einzige Lösung gesehen wird.
Aus diesem Grund sind Suizidhotlines, telefonische Krisendienste oft sehr hilfreich.
Eine Aussenstehende Person kann helfen, dass sich für den Menschen auch andere Möglichkeiten auftun.
Die Suizidraten haben sich aufgrund der vielen Hilfsangebote reduziert. In Österreich ist leider die Suizidrate trotzdem immer noch höher als Unfalltote.

Wenn man sich umbringt, dann hat das schon so seine Gründe.
Psychisch gesunde Menschen würden dies nie tun und können sich nur schwer vorstellen wie es Betroffenen kurz vor ihrem Tod wohl erging.
Das heißt schon, dass das Leben für sie eine Quahl ist und dass sie keinen Sinn mehr darin sehen. Sie deswegen zu beschimpfen und zu verurteilen wäre jedoch falsch, da es die Lage meist verschlechtert.

Es gibt aber auch Menschen, die sich aus Neugier das Leben nehmen.

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