Geht ein Psychologe auch zum Psychologen?

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8 Antworten

Zu einer guten Psychotherapieausbildung gehört auch eine Lehrtherapie, d.h. man ist selbst längere Zeit Patient.

einfache Sachen kann dann ein ausgebildeter Psych.therapeut an sich selbst "behandeln." Ich selbst bin z.B. vor ca 4 Wochen im Gelände sehr böse von meinem Pferd gestürzt. Das Scheuen von meiner Stute kam unvorhersehbar, wie aus dem Nichts. Abgesehen von meinen körperlichen Problemen, ein Sturz auf knüppelhartem Feldweg steckt man nicht einfach so weg   wusste ich, dass ich ein kleines Trauma davon getragen hatte. Ich hatte danach erst mal Angst. Und da ich, fachlich gesehen, wusste, wie ich nun vorgehen musste, damit es schnell und folgenlos weggeht, habe ich das auch gemacht: ich bin jeden Tag ausgeritten, bin nicht in ein Vermeidungsverhalten gegangen, habe die Stelle, wo ich gestürzt bin, absichtlich immer wieder angeritten. etc... Ich habe mich der Angst gestellt, bin quasi durch sie hindurch geritten, und ich wusste, wie man die inneren Filme vermeidet.  Auf die Art habe ich das Trauma innerhalb ca 3 Wochen überstanden. Ein Laie wäre vielleicht erst mal ins Vermeidungsverhalten gegangen, hätte also Bodenarbeit gemacht oder wäre nur in der Halle geritten. Was dann alles schlimmer gemacht hätte.

Schwerere Sachen kann man aber nicht selbst behandeln und ein guter Psychotherapeut wird dann natürlich selbst Therapie in Anspruch nehmen.  Warum auch nicht. Oder darf z.B. ein Arzt nicht krank werden? Macht ihn eine Grippe oder auch Krebs gleich zu schlechten Arzt?

Zudem hat jeder Psychotherapeut, der etwas taugt, immer auch regelmäßig Supervision.

Und noch eins: Ich würde niemals zu einem Psychotherapeuten gehen, der eine komplett glückliche Kindheit hatte. Wie sollte der seine Patienten verstehen können?

Im Übrigen würde ich jedem raten,der einen Therapeuten/Therapeutin braucht, zu einem zu gehen,der regelmässig Supervisionen mitmacht und sich auch permanent fachlich fortbildet.

Dahika 14.07.2017, 09:57

Das ist Pflicht!

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SoulandMind 14.07.2017, 12:12
@Dahika

Ist es,aber nur wenige Leute wissen dies und nicht alle Therapeuten halten sich daran!

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Dahika 14.07.2017, 14:45
@SoulandMind

approbierte Psychotherapeuten wissen das und sie müssen es nachweisen, sonst verlieren sie ihre Approbation.

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SoulandMind 14.07.2017, 15:04
@Dahika

Dies wiederum wissen die wenigsten Klienten. Alles gut!

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Hallo Benni,

für Therapeuten ist es üblich selbst zu Therapeuten zu gehen. Das nennt man Supervision. Da wird dann entweder über eigene Probleme oder Schwierigkeiten gesprochen, oder über Situationen in denen es mit Patienten schwierig ist. Es geht darum, dass der Therapeut sich selbst und seine eigenen Gefühle gut wahrnimmt, überdenkt und auch seine Vergangenheit reflektiert und in Bezug zur Gegenwart setzt.

Natürlich kann ein Psychologe auch zu einem Psychologen gehen, wenn er psychische Probleme hat. Sich selbst zu therapieren ist nur sehr eingeschränkt möglich.

LG, Hourriyah

Wenn er Probleme hat, die anders nicht lösbar sind, sicher doch.

diese Frage stelle ich mir auch. Genauso ob ein Arzt zum anderen Arzt gehen würde

Dahika 14.07.2017, 14:47

harmlose Sachen behandelt natürlich ein Arzt selbst. Aber ich kenne keinen Arzt, der sich selbst eine Vorsorgedarmspiegelung macht. ;-)

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eni101 14.07.2017, 15:12
@Dahika

jaa stimmt schon. Die expliziten Sachen natürlich nicht 😃

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Hallo,

einfach deshalb schon, wenn er Probleme hat, muss es die Krankenkase wissen und annehmen. Sonst bezahlt die weder die Behandlung noch andere Auslagen!!

Grüße aus Leipzig

Das ist ein gute Buch zu dem Thema....  ;-)

 - (Arzt, Psychologie, Menschen)
DirWil 14.07.2017, 00:45

Oooops. Sorry, Bild ist verdreht...

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Schau nach unter supervision

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