Geht die Menschheit und seine Umwelt am Kapitalismus zugrunde?

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6 Antworten

Ich denke mal, in jeden System sehe es so ähnlich aus. Damit das aufhört, braucht es die Vernunft jedes Einzelnen. Da sehe ich das größte Problem.

Ob die Menschheit an ihm zu grunde geht, ist schwer abzuschätzen, möglich isses ja schon. Eines ist jedoch gewiß, der Kapitalismus gräbt den Boden und die Arbeiter unter sich, so ein Ausspruch von Marx. Gemeint ist, dass dieses System sowohl die Natur als auch die Lohnabhängigen ruiniert.

berkersheim 23.02.2017, 05:30

Jawohl ja, nur dass seit Marxens und des Kapitalismus Zeiten die Menschheit nicht in Elend abgenommen sondern sich frescherweise auch noch gut verzehnfacht hat ohne die vorausgesagte Verelendung.

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voayager 23.02.2017, 09:30
@berkersheim

Vor Kurzem erst kam ein Bericht an die Öffentlichkei, der die hohe Kindersterblichkeit in Afrika anmahnt und anprangert.

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berkersheim 23.02.2017, 10:31
@voayager

Die hohe Kindersterblichkeit in Afrika gehörte zur Wirtschaftsentwicklung , mit der man dort gerade noch zurecht kam. Die hohe Kindersterblichkeit wird von Hilfsorganisationen beklagt, die daran verdienen und keine Lösung haben, welche Zukunftsperspektive diese "Geretteten" in ihren Gesellschaften haben. Sie landen als Bootsflüchtlinge in Nordafrika und riskieren ihr gerettetes Leben, um nach Europa zu kommen. Es ist menschliche Hybris, partiell in Gesellschaften eingreifen zu wollen ohne die Gesamtperspektive und Kultur dieser Gesellschaften in Rechnung zu stellen. Du nimmst auch nur die Statistiken, die Dir in den Kram passen.

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voayager 23.02.2017, 10:34
@berkersheim

Du findest entsprechende Perspektiven nicht nur bei Linken, sondern auch bei humanitären bürgerlichen Organisationen, so z.B. bei Oxfam.

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Lieber Kajawizu, machst Du mal wieder antikapitalistische Agitation? An allen Fakten vorbei, Hauptsache Ideologie verkündet und Punkte gesammelt in der antikapitalistischen Agitationsgruppe? Seit wir ab der Zeit der Industriealisierung und der Überwindung des feudalistischen Merkantilismus durch die aufgeklärte demokratische Bewegung von einem kapitalistischen Wirtschaftssystem sprechen, hat sich die Menschheit verzehnfacht! Sehen so die Zeichen des Untergangs aus? Dir fehlt die Phantasie, Dir Dein eigenes Gejammere vorzustellen, wenn die Menschheit nur von 7 Milliarden auf 1 Milliarde Menschen schrumpfen würde! Und dann könnte man immer noch nicht von "zugrunde richten" reden!

Der Kapitalismus ist von Geldhörigkeit geprägt. Viele würden ihre Großmutter verkaufen (wenn sie es nicht bereits gemacht hätten). Viele haben auch keine Moral, dafür haben Andere eine doppelte.

Man sieht es am Raubbau der Natur, dass der sog. Kapitalismus, sicher genauso wie andere Systeme, sehr wohl seine Umwelt zerstört und damit letztlich langfristig sich selbst.

Ich sehe durchaus die Vorteile die Geld mit sich bringt, aber so wie es in diesem Umschaufelsystem gehandhabt wird, wodurch nicht umsonst die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, ist es m. E. falsch. LG.

berkersheim 23.02.2017, 05:27

Die Klage hör ich wohl. Doch nichts davon war in der Zeit vor dem Kapitalismus anders oder gar besser! Was anders war: Früher haben evtl. 700 Millionen Menschen die Erde leer gefressen, jetzt sind es 7000 Millionen. Wenn man einem mit Kapitalismus bezeichneten Wirtschaftssystem einen Vorwurf machen kann, dann, dass seit Beginn der Industrialisierung die Menschheit sich verzehntfacht hat, weil mit der höheren Effektivität mehr Menschen ernährt werden konnten, ohne dass die Menschen ihr Verhalten geändert haben.

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PicaPica 23.02.2017, 08:35
@berkersheim

Sehr richtig, und leider hat sich mit der Menschenzahl die Vernunft nicht mit vermehrt. Ich denke, das wäre ein nicht unwichtiger Hebel, da anzusetzen. China ist diesen Weg schon gegangen, allerdings trifft sie jetzt das Generationenproblem mit voller Härte.

Es stimmt, dass die Menschen ihr Verhalten ändern müssen. Aber da sehe ich genauso wenig Hoffnung. Nicht umsonst gelten die Sprüche alter, vor hunderten von Jahren gestorbener Meister bzw. großen Führer, nach wie vor. Die Menschheit lernt nichts und ich kenne kein Tier, das so permanent an dem Ast sägt, auf dem es sitzt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, wenn sie sich so krampfhaft nach weiteren Planeten umsehen, auf denen Leben möglich sein könnte. Die armen Planeten kann ich da nur sagen, die wären in kürzester Zeit genauso zugebaut und vermüllt, wie jetzt die Erde, aber wie haben sie herausgefunden - es gibt ja glücklicherweise jetzt schon wieder sieben Planeten mehr, die man nach Leben erforschen kann.

Der Mensch ist eine böse Mischung aus hoher Intelligenz, aber, wie gesagt vieel zu wenig Vernunft. Und ganz böse wird es, wenn die Dummen fleißig werden... LG.

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berkersheim 23.02.2017, 10:22
@PicaPica

Na ja. Immer wieder dieses alles oder nichts. Die Menschheit sind z.Zt 7 Milliarden Menschen mit Tendenz nach oben. Sowas verschwindet nicht einfach. Und wie Menschen sich verhalten, welche  Lösungen sie entwickeln, wenn eine schwere Krise entstehen würde, kann niemand voraussagen. Insoweit sind solche Befürchtungen, dass sich die Menschheit mit einem Mal auslöschen würde, ziemlich unrealistischer Quatsch. Das heißt nicht, dass man alles, was jetzt läuft, für gut finden muss. Aber wir sitzen im kleinen Deutschland, knallen unsere 80 Millionen gerade mal um noch einige Millionen aus Afrika voll, dass die wieder Platz bekommen, noch mehr Kinder in die Welt zu setzen, und wir riskieren hier eher einen Bürgerkrieg. Aber selbst Anfang des 17. JH hat es 30 Jahre gebraucht, dass die damalige Bevölkerung von knapp 17 Millionen Menschen auf 8 halbiert war. Und das war ein grausamer Krieg bei zusätzlich hoher Kindersterblichkeit.

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Was ist eigentlich "Kapitalismus"?

Es ist ein kommunistischer Krampfbegriff. Deswegen gibt es auch 380 "Kapitalismus"-Definitionen.

Aber der Reihe nach:

Es gibt in der klassischen Volkswirtschaftslehre drei Produktionsfaktoren:

Arbeit (Arbeitnehmer), Kapital (Unternehmer) und Boden (Grundeigentümer).

Da die Unternehmer für den Faktor Kapital zuständig sind, hat man sie früher auch als "Kapitalisten" bezeichnet.

Das war aber völlig wertneutral und unpolitisch. Politisch wurde es erst durch den Kommunismus.

Denn der Kommunismus will das freie Unternehmertum und die Marktwirtschaft abschaffen und durch die Planwirtschaft ersetzen.

Also haben sie den Begriff "Kapitalismus" erfunden, um ein Feindbild aufzubauen.

Aber was bedeutet "Kapitalismus" eigentlich?

Es bedeutet Marktwirtschaft und eine Währung, die durch reale Werte gedeckt ist.

Gehen Mensch und Umwelt an Marktwirtschaft und einer Währung, die durch reale Werte gedeckt ist, zugrunde?

Nein.

Die grösste Armut und Umweltzerstörung gibt es in Planwirtschaften, also im Kommunismus.

Siehe auch hier:

http://ef-magazin.de/2015/02/26/6483-index-der-wirtschaftlichen-freiheit-2015-freie-maerkte-bringen-wohlstand-planwirtschaft-macht-arm

Kajawizu 22.02.2017, 18:40

Kapital im Sinne davon, dass es dem übertriebenen Gewinn weniger Wirtschaftsprofiteure dient und nicht zu erster Linie der gesamten Gesellschaft: 1. Stelle, den Wohl des Menschen und seiner Erhaltung, und danach der seiner Umgebung; belebter und unbelebter Natur

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Karlchen6969 22.02.2017, 19:04
@Kajawizu

Kapital sind Geld und Güter.

Was ist ein "übertriebener Gewinn"?

Wenn Du z.B. eine sehr gesunde und wohlschmeckende Limonade erfindest und dadurch Milliardär wirst, wärst Du dann auch ein "Wirtschaftsprofiteur", der einen "übertriebenen Gewinn" macht?

Fortschritt und Wohlstand kann es nur geben, wenn man Gewinn machen darf. Auch sehr viel Gewinn.

Und davon profitieren dann alle. Auch diejenigen, die nicht soviel Geld haben.

Ein gutes Beispiel ist Aldi. Die Aldi-Gründer haben eine Möglichkeit gefunden, gute Lebensmittel für wenig Geld anzubieten.

Dadurch sind sie Milliardäre geworden. Aber auch Menschen mit weniger Geld profitieren davon, weil sie sich gute Lebensmittel für wenig Geld leisten können.

Und die Umwelt wird am besten geschützt und erhalten, wenn es Privateigentum und starke Eigentumsrechte gibt.

Nur dort, wo man keinen Gewinn machen darf, wo es kein Privateigentum und keine Eigentumsrechte gibt, gibt es sehr viel Armut und Umweltzerstörung.

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voayager 22.02.2017, 23:09

Da du dsbzgl. recht unwissend bist, empfehle ich dir mal ein wenig im Internet zu recherchieren.

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kevin1905 22.02.2017, 23:15
@voayager

Ich empfehle dir nicht jeden hier anzugehen sondern mal deine eigenen Standpunkte durch Fakten zu untermauern.

Im Internet zu recherchieren fördert leider auch eine Menge postfaktischen Mülls zu Tage.

Ich empfehle stattdessen ein Studium der Ökonomie.

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Kapitalismuskritik nervt langsam echt.

Man sucht einen Schuldigen für oft die eigene Unzulänglichkeit. Der Kapitalismus hat einen Wohlstand geschaffen wie keine andere Wirtschaftsform vorher.

Die absolute Armut ist auf den niedrigsten Stand der Geschichte und er treibt Innovationen.

Ein System ohne Fehler, ohne Menschen die versuchen werden durch Manipulation sich selbst zu bevorteilen und es auszunutzen gibt es nicht.

Welche Alternative würde dir denn vorschweben? Sozialismus, damit es allen gleich schlecht geht und alle gleich unfrei sind wie in der DDR?

LumenWildblume 23.02.2017, 10:34

Aha.

Selten so einen Blödsinn gelesen. Dass wir hier in so einem Wohlstand leben und zum Beispiel einfach mal massenweise Essen wegschmeißen können liegt daran dass dafür in anderen Ländern Leute verhungern. Aber das scheint dir wohl ziemlich egal zu sein. Hauptsache du kannst deinem Geld beim fließen zusehen.

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lesterb42 23.02.2017, 11:44
@LumenWildblume

Wenn das Blödsinn ist, woher kommt denn der Wohlstand deine Meinung nach her?

Ohne Kapital würdest du doch mit einen Holzeimer dein Wasser vom nächsten Teich holen. Oder wie entsteht das Gerät in das du gerade siehst?

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