Gehört zu jeder wissenschaftlichen Umfrage ein Signifikanztest?

2 Antworten

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1.) Warum statt Signifikanzen? Du kannst auf festgelegtem Signifikanzniveau testen, ob der Regressionskoeffizient oder der Korrelationskoeffizient 0 ist. Statistikprogramme machen das automatisch.

2.) Humboldt ist anerkannter Wissenschaftler, auch Galilei oder Kopernikus, die kannten keinerlei Statistik. Keplers (oder einer der anderen beiden) Hypothese, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, hat sich ohne jeden Signifikanztest durchgesetzt.

3.) OK, Du redest von Umfragen in der heutigen Zeit. Ist Dein Problem vielleicht, dass Du nicht unbedingt 0 als Nullhypothese haben willst, sondern eine positive / negative / schwache / starke Korrelation, und nicht weißt, welche Zahl Du da nehmen sollst? Da helfen nur Literatur oder andere Quellen, also frühere Studienergebnisse, aus denen Du ein Gefühl für plausible Werte bekommen kannst. Anderenfalls kannst Du nur eine hypothesengenerierende Studie durchführen, und in einer weiteren ähnlich angelegten Studie die dabei entstandene Hypothese überprüfen.

ja, es gibt auch studien, die rein beschreibend sind. im extremfall wäre das ein einzelfalldarstellung, wie man sie durchaus in der medizin findet.

aber du kannst deine studie nicht danach gestalten, was dir schwierigkeiten bereitet oder nicht. und schon dreimal nicht, wenn du einen qualifikationsnachweis = bachelor-/masterarbeit schreibst; falls das so wäre, dann lasse dich zur formulierung deiner hypothese(n) lieber beraten z.b. beim betreuer deiner arbeit.

ps: auch bei korrelation und regression gibt es signifianzen.

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