Gehört mir was von der Wohnung?

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5 Antworten

Im Falle einer Scheidung hast Du keinen Anspruch auf die Wohnung. Du hast aber Anspruch auf den Zugewinnausgleich in Form von Geld; und zwar 50 % auf den Zugewinn.

In der Ehe ist die Zugewinngemeinschaft der Normalfall (es sei denn Du schließt mit Deinem Freund einen Ehevertrag ab). 

Dazu schaut man sich an, wie Euer gemeinsames Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung und wie Euer gemeinsames Vermögen zum Zeitpunkt der Scheidung wäre. Die Differenz ist der Zugewinn. 

Wohnung (100.000 €) minus Restschuld (30.000 €) =  Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung (70.000 €)

Die Restschuld wird während der Ehe abgezahlt.

Wohnung (100.000 €) = Vermögen zum Zeitpunkt der Scheidung (100.000 €)

Zugewinn (30.000 €) -> Ausgleichsanspruch (15.000 €)

Solltest Du allerdings selbst einen Zugewinn haben wird der natürlich dagegen gerechnet. Außerdem gilt die Rechnung nur dann, wenn der einzige Vermögensgegenstand ist.

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Kenn ich irgendwoher ... was dir gehört gehört mir und was mir gehört geht dich nichts an!

Im grunde sollte alles für beide Parteien schon mal angesichert sein, damit im falle des falles nur niemand ohne was da steht.

In einem Forum habe ich mal eine Traurige Storry gelesen. Es war ein Verheiratetes Paar, die Frau hatte keine Familie, der Mann hatte zwar auch keine Eltern mehr, dafür aber eine 18 Jährige Tochter sie Kauften sich ein Haus auf das sie beide hin gespart haben. Der Mann kam bei einem Autounfall ums leben und das Haus wurde seiner Tochter überschrieben weil er seine Frau weder mit eintragen lies, noch sie als allein Erbe angab.

Die Tochter war so dreist und setzte ihre Stiefmutter, ohne mit der Wimper zu zucken auf die Strasse.

Ich weis nicht wieviel davon der Wahrheit entspricht, aber mich Persönlich regt die Geschichte zum Nachdenken an.

Warum immer darüber Sprechen ... wenn wir uns scheiden lassen gehört das und das mir?
Ihr habt doch nicht geheiratet um euch dann wieder Scheiden zu lassen!
Ihr seit eins!

Denkt doch lieber darüber nach wie ihr euch gegenseitig absichert im falle (ich möchte es nicht hoffen) eines unerwartetem ableben.

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Kommentar von Xipolis
05.09.2016, 02:37

In dem von Dir geschilderten Fall gehört der Ehefrau das Haus zu 50 % und in dem Moment als der Mann gestorben ist, ist sie mit mit der Tochter zu jeweils 1/2 gesetzliche Erbin geworden, so dass der Ehefrau 75 % gehört haben und der Tochter 25 %. 

Sollte in einem Testament nur die Tochter als Erbin genannt worden sein, hätten der Ehefrau dennoch 50 % des Hauses gehört und sie hätte gegen die Tochter noch einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von 1/4 (= 12,5 %).

Warum die Ehefrau sich dass von der Stieftochter hat gefallen lassen bleibt ihr Geheimnis. 

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Wenn er die Wohnung zum Alleineigentum gekauft hat, dann ist er das auch und die Ehe ändert nichts daran. Außer ihr hättet z.B. Gütergemeinschaft vereinbart. Was dir bei einer Scheidung zustehen könnte, ist der Zugewinn, der durch die Wohnung, z.B. durch Wertsteigerung während der Ehe entsteht.

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Kommentar von Xipolis
05.09.2016, 03:06

Auch das Abzahlen der Restschuld ist ein Zugewinn an Vermögen.

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Wenn er alleine im Grundbuch steht, hast du kein Anrecht darauf, nur auf den Zugewinn

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Korrekt erkannt.
Nennt sich Zugewinn, also nach der Ehe...
Kauft er vorher 'ne Wohnung ist das seine, jedenfalls nicht Deine.
Zahlt er vorher 30.000€ sind das nachher seine 30.000€, jedenfalls nicht Deine.

Eine Ehe beginnt bei theoretisch 0, was hinzukommt ist Zugewinn, sonst hieße das nicht so.

Ergo wird nach der Ehe, das voreheliche Vermögen entnommen und dann die "0" gebildet, der Rest wird hernach geteilt.

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