Gehört die Hälfte der Firma meines Mannes mir?

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5 Antworten

Jemand hat mir gesagt, dass die Hälfte der Firma mir gehört, durch unsere Hochzeit.

Sofern ihr nicht bei einen Notar die Gütergemeinschaft vereinbart haben, was in diesen Fall EXTREM unsinnig wäre, ist dem nicht so.

und dass auch ich mit allen persönlichem vermögen haften würde

Tun sie ebenfalls nicht, solange sie nicht explizit eine Bürgschaft abgeben, oder die Gütergemeinschaft vereinbart haben, was Sie gerade desshalb kaum tun werden.

Die Ehe ist eine Zugwinngemeinschaft, d.h. beide Ehegatten haben getrennte Vermögen. Durch die Hochzeit hat sich also zunächstmal Nichts geändert.

Einzige Ausnahme ist die sogenannte Schlüsselgewalt (§1357 BGB), d.h. sie dürfen angemessene Geschäfte des alltäglichen Lebens auch für den anderen Ehegatten besorgen. Eine selbsttändige oder gewerbliche Tätigkeit fällt da aber gerade nicht darunter.

Zugewinngemeinschaft bedeutet das der Zugewinn am Ende der Ehe ausgeglichen wird, bzw werden kann. Der Ehegatte der Einen geringeren Zugewinn hat, hat einen Anspruch in Geld gegen den Ehegatten mit den höheren Zugewinn. Insoweit partiziperen sie wertmäßig an der Firma, wenn die Ehe geschieden wird. Mitgesellschafter werden sie dadurch aber nicht.

Früher war es so, das das Anfangs und Endvermögen beim Zugewinnausgleich nicht negativ werden konnte. Diese Regelung wurde abgeschaft um quasi eine Mithaftung von Ehegatten zu erreichen, wenn diese nicht aufpassen. Der Zugewinn ist nurmehr durch das Endvermögen des Ausgleichspflichtigen Ehegatten begrenzt. Allerdings können, eine notarielle Güterstandsvereinbarung machen, in der das geregelt wird.

Wenn du im Fall einer Pleite haften musst, gehört dir wohl auch die Hälfte des Guthabens, wenn du dich trennst.

Lass dich da bloß gut beraten.

kommt drauf an, wann er die firma gegründet hat

Also deine Fragen machen einem echt Angst , hast du vor deinen Mann in näherer Zeit umzubringen ?

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