Gehirn Wissen Intelligenz Logisches Denken

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2 Antworten

Hallo!

Wenn wir von reinem Wissen ausgehen, nein. Logik ist die Kunst zu folgern. Zum bloßen Wissen folgert man nicht, insofern trainiert es auch nicht die Logik.

Die Logik beschäftigt sich mit Folgen, also mit Dingen, die auf andere aufbauen.

Reden wir aber von Wissensgewinnung und Logik im praktischen Sinne, so können beide durchaus zusammenfallen. Das kommt dann aber ganz darauf an, wie Du lernst: Lernst Du nämlich ohne Ordnung und System, trainiert das nicht unbedingt Dein logisches Denkvermögen. Folgst Du aber einer Methode oder einer Strategie, kann es durchaus Deiner Logik zugute kommen.

Ein Beispiel: Wir lernen die Aussprache französischer Wörter.

  1. Wir lesen für jedes Wort nur die Lautschrift, um zu wissen, wie es ausgesprochen wird, dann sehen wir, daß "canapé" wie kanapee, und "gelée" wie jeleee ausgesprochen werden. Reines Lernen.

  2. Jetzt erkennen wir aber das System dahinter: alle é klingen wie ee. Also schließen wir daraus, daß passé, allé, télé genauso ausgesprochen werden. Das wäre Lernen nach einem logischen Muster.

Eine wirkliche Herausforderung ist das aber nicht, insofern würde ich schon eher sagen, daß man wirklich logische Probleme löst, um sich zu üben.

Spiel doch Sudokus oder Schach. Das hilft mit Sicherheit.

Nein. Logisches Denken erwirbt man nicht, das ist angeboren. Hast Du schon einmal unlogische Kinderfragen oder Kinderantworten gehört? Das unlogische Denken ist eine kulturelle Errungenschaft, das kann man sich aneignen, man kann es auch bleiben lassen. Das Unübel unlogisches Denken, d.h. nicht-folgerichtiges gedankliches Schließen, wird in den bürgerliches Geistes- und Sozialwissenschaften als Tugend gepflegt. Dagegen hilft also keine Bildung.

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