Gehen wir mit der Ehe für alle ein schritt zu weit?

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21 Antworten

Da ich selber noch nie Kontakt zu Schwulen und Lesbische paare hatt kann man nicht zu mir sagen das ich Rasistisch bin

Abgesehen davon, dass es hier nicht um Rassismus geht: Was ist das denn für ein Argument?

und das die Bevoelkerung nicht einmall desbezueglich gefragt wurde.

Das ist genau das Konzept der deutschen parlamentarischen Demokratie. Die Bevölkerung wählt Abgeordnete, und diese machen die Gesetze, ohne bei jeder Entscheidung das Volk befragen zu müssen. Deutschland ist nun mal nicht direktdemokratisch.

muss ich Angst haben das auch bald eine Ehe für Kinder in Deutschland entsteht ?

Die Öffnung der Ehe ist ein bereits seit Jahren breit diskutiertes Thema und wurde in diversen Ländern bereits umgesetzt. Eine "Ehe für Kinder" hingegen steht überhaupt nicht zur Debatte. Insofern sehe ich keinen Grund, weshalb du da Angst haben müsstest.

Was du hier betreibst, ist eine Dammbruchargumentation. Weil A eingetreten ist, wird bald auch B folgen, dann C, .... und am Ende die ganze Welt im Chaos versinken.

Früher durfte man erst mit 18 ein Auto führen. Mittlerweile dürfen sogar schon 17-jährige (in Begleitung) ein Auto führen. Wo soll das noch hinführen? Dürfen bald schon Neugeborene ein Auto führen?

Dass beschlossen wurde, dass auch Homosexuelle eine staatlich anerkannte Ehe führen dürfen, heißt, dass jetzt auch Homosexuelle eine staatlich anerkannte Ehe führen dürfen. Und nicht mehr. Eine Ehe für Kinder ist eine ganz andere Diskussion und es gibt trifftige Gründe dagegen.

Das ganze Ding steht schon seit Jahren auf der Agenda im Bundestag. Es wurde über 30 mal eine Abstimmung verschoben. Die eingetragene Lebenspartnerschaft gibt es seit 2001. Hier ging nichts zu schnell. Hier ging es etwas zu langsam. In Umfragen befürwortet eine breite Mehrheit die Eheöffnung. 

Was ging denn hier zu schnell?

Das Gesetz ist seit Jahrzehnten überfällig. Es ist einfach ein Gebot der Fairniss und Gerechtigkeit.

Und hierfür kann man sich aussprechen, ohne die vom Regelungszweck des Gesetzes Betroffenen persönlich kennt.

Ich selbst habe auch wenig Kontakt zu Homosexuellen gehabt (soweit ich das weiß!), kann aber doch erkennen, wenn etwas richtig ist.

Das "Volk" hätte dieses Gesetz schon viel früher beschlossen. Die Meinungsumfragen waren hier eindeutig. Es ist aber Kern der parlamentarischen Demokratie, dass Parlamente Entscheidungen treffen, ohne das "Volk" dazu zu befragen. Und das ist meistens auch ganz gut so.


muss ich Angst haben das auch bald eine Ehe für Kinder in Deutschland entsteht ?

Entweder spricht hier die Provokation oder die Dummheit. Was hat das bitte miteinander zu tun?

Die Ehe für Homosexuelle unterliegt den gleichen Anforderungen an die Ehefähigkeit wie bei Heteros. Zwei erwachsene Menschen entscheiden sich für eine gemeinsame Zukunft.

Kinder hingegen sind bei uns nicht ehefähig. Das wird sich auch nicht ändern.

Die Ehe für alle ist ein Gebot der Vernunft und Moral. Niemand erleidet dadurch einen Nachteil, Niemandem wird etwas weggenommen.

Sich dagegen zu stellen, ist missgünstig, kleingeistig, unmoralisch und kurzsichtig.

Ich find's eher lächerlich, dass darüber überhaupt noch diskutiert werden musste. Es geht hier um erwachsene Menschen, die sich lieben. Ich sehe keine Grund warum die nicht auch eine normale Ehe führen dürfen.

Kinderehen sind ein ganz anderes Thema. Die sind in Deutschland nicht erlaubt und das wird auch so bleiben.

Niemand hat Nachteile durch die Ehe für alle. Adoptiert Kinder werden nicht darunter leiden. Wer Menschen mobben will findet immer was, unabhängig von der Sexualität der Eltern. Und es ist auch egal bei welchem Geschlecht das Kind aufwächst. Es wird mit Sicherheit nicht nur dieses Geschlecht kennen, ein(e) Tante/Onkel oder Freund (in) reicht völlig aus. Letztendlich geht es auch nur darum ob das Kind geliebt uns gut behandelt wird. Deutschland ist hier weiter gegangen, aber keineswegs zu weit.

Zum einen ist gar noch gar nichts entschieden. Ich kann mir gut Vorstellen, dass das nur eine Taktik war, um die schon lange währende Diskussion nun ohne schnell absehbare Entscheidung auf Eis zu legen, und den "Schwarzen Peter" von der CDU weg zu schieben. Nun Soll die Entscheidung beim Gericht liegen. Die Bevölkerung wurde übrigens befragt, Frau Merkel hat das schon mit Berechnung gemacht, da die meisten Leute in der BRD einer Ehe für alle zustimmen und sie mit ihrer Position dagegen natürlich keine Stimmeinbußen hinnehmen will. Darum hat sie auch auf der einen Seite gesagt, sie hat das noch mal überdacht (rofl) und auf der anderen Seite dann doch dagegen gestimmt.

Zum Anderen haben wir einige Nachbarstaaten, in denen die Ehe für alle bereits seit etlichen Jahren funktioniert, und dort ist auch nicht die große Katastrophe hereingebrochen.

Letztlich sind deine Gedankengänge, bewusst oder unbewusst, nur Hetze, da du dir alle möglichen schlimmen Dinge zusammenfantasierst, und die Eheöffnung, als Auslöser dafür hinstellst. So nach dem Motto, wenn wir "den" in unser Haus einziehen lassen, dann sind bald alle Wände beschmiert und die Briefkästen aufgebrochen.

Zum einen ist gar noch gar nichts entschieden.

Doch, ist es. Der Bundesrat hat gestern zugestimmt, nur wir Steinmeier das unterschreiben und im Oktober tritt das Gesetz in Kraft.

Wenn ein moralisch verblendeter Spinner wie Volker Kauder meint, er müssen sich nun aufspielen und mit dem Verfassungsgericht drohen, ist das nur das Zucken eines toten Gauls.

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@realsausi2

Das Verfassungsgericht kann aber das Gesetz noch ändern. 

Leute die das nicht glauben zucken selber bald auf dem Arm ihrer Mutter. U 

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@WeibExperte

Das Verfassungsgericht kann aber das Gesetz noch ändern. 

Da ist nicht mit zu rechnen.

Leute die das nicht glauben zucken selber bald auf dem Arm ihrer Mutter.

Hä?

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Ich habe die Antworten, die hier bisher gepostet wurden nicht durchgelesen aber ich möchte dir gerne ein paar einfache Fragen zu dem Thema stellen: 

Haben nicht alle Menschen ein Recht darauf verdient, mit dem Menschen, den sie lieben zusammen zu sein? Und das vor allen rechtlichen und weltlichen Instanzen? Wieso soll es einem Menschen verwehrt sein, seine Liebe auszudrücken und Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen - ein Leben lang? 

Zu dem Thema Familienbildung: Meinst du die Menschheit hat es noch nötig sich zu vermehren, wenn wir eh schon so viele Menschen auf dieser Erde sind? Und sollte heterosexuellen Paaren, die sagen, dass sie keine Kinder bekommen möchten, das Recht auf eine Ehe aberkannt werden? Und wieso sollte für homosexuelle Paare das Adoptionsrecht gelockert werden aber nicht das Recht auf Ehe? Dann sollten homosexuelle Paare also 'ausbaden' was ein heterosexuelles Paar nicht hinbekommen hat? 

Meiner Meinung nach sind wir alle lebende und empfindende Wesen, die ein Anrecht auf Liebe und Glück haben. Also wieso sollten wir dieses Recht davon abhängig machen, welches Geschlecht jemand liebt? Gönnen wir es doch jedem sein Glück mit jemand anderem zu finden.

Homosexuelle Paare kämpfen schon so lange gegen Diskriminierung (und müssen das auch jetzt noch) und für Gleichberechtigung also ist es wohl kaum überstürzt endlich für die Ehe für alle zu stimmen. 

"Haben nicht alle Menschen ein Recht darauf verdient, mit dem Menschen, den sie lieben zusammen zu sein?"

Nein denn dann duerften Pedofile auch kinder heiraten denn wie du es sagst were es ja erlaubt weil sie nach ihre liebe aus gehen,

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@KleineFee887

Gerne konkretisiere ich das für Sie: "Haben nicht alle erwachsenen Menschen ein Recht darauf verdient, mit dem erwachsenen Menschen, den sie lieben und der sie zurück liebt zusammen zu sein?"

Es tut mir sehr leid, wenn meine Worte für Sie so missverständlich waren. Es ist schade, dass Sie Menschen mit einer psychischen Störung (Pädophile) gleichsetzen mit Menschen, die einer persönlichen und in der Natur vorkommenden Präferenz (Homosexuelle) gleichsetzen und das eine immer wieder bei dem anderen Thema heranziehen. Das macht mich persönlich ein wenig traurig und betroffen. 

Ich wünsche jedem Menschen so viel Liebe und Glück in seinem Leben, dass er/sie dieses Gefühl auch anderen Menschen gönnt, der damit keinen anderen Menschen verletzt oder ausbeutet. 

Viel Erfolg auf Ihrem persönlichen Weg, KleineFee887 und mögen Sie auch dieses Glück finden und anderen gönnen :) 

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In einer repräsentativen Demokratie wird nicht für jede Gesetzesentscheidung eine Volksbefragung durchgeführt.

Die "Ehe für alle" ist jetzt keine so fundamentale Fragestellung wie z.B., ob man als Staat in der EU verbleibt oder aussteigt (wie in Großbritannien der Brexit).

Durch die eingetragene Lebenspartnerschaft hatten eingeschlechtliche Lebenspartner sowieso schon weitgehend gleiche Rechte wie heterosexuelle Eheleute. Lediglich beim Adoptionsrecht gab es noch bedeutende Unterschiede.

Der Bundestag hat ich also nur zusammengerissen und vor dem Start in die heiße Phase des Wahlkampfs ein Thema abgehakt, das schon viele Jahre lang immer diskutiert worden war.

Dadurch entfallen dann unnötige Wahlkampf- und Koalitionsverhandlungs-Positionierungen, welche Partei nun mit welcher nur dann zusammenregieren würde, wenn die andere auch die "Ehe für alle" befürworten würde.

Du musst nun keinerlei Befürchtungen hegen, dass in Deutschland jemals die "Kinderehe", also Ehe zwischen minderjährigen Personen erlaubt würde, oder es auch nur ansatzweise eine Liberalisierung in dieser Richtung geben würde.

Nach § 1303 BGB sind Personen erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres ehemündig. Es gibt jedoch eine kleine Ausnahme, wenn ein Partner schon 16 Jahre, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.

"(1) Eine Ehe soll nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden.

(2) Das Familiengericht kann auf Antrag von dieser Vorschrift Befreiung

erteilen, wenn der Antragsteller das 16. Lebensjahr vollendet hat und

sein künftiger Ehegatte volljährig ist.

(3) Widerspricht der gesetzliche Vertreter des Antragstellers oder ein

sonstiger Inhaber der Personensorge dem Antrag, so darf das

Familiengericht die Befreiung nur erteilen, wenn der Widerspruch nicht

auf triftigen Gründen beruht.

(4) Erteilt das Familiengericht die Befreiung nach Absatz 2, so bedarf der

Antragsteller zur Eingehung der Ehe nicht mehr der Einwilligung des

gesetzlichen Vertreters oder eines sonstigen Inhabers der Personensorge."

Nun wird aber überlegt, dass diese Ausnahme des § 1303 BGB abgeschafft werden soll, und wirklich

beide

Partner immer schon mindestens

18 Jahre

alt sein müssen, wenn sie heiraten wollen.

Wurde sie nicht, es wurde lange dafür gekämpft.

Und ich finde es eigentlich gut so. Nur kann ich mich dann mit dem Wort EHE doch nicht so anfreunden. Ehe ist für mich was zwischen Mann und Frau. Und wird es trotz aller Toleranz immer bleiben. Ich fände ein anderes, aber dann nicht abwertendes Wort gut. Ähnlich wie bei Mensch: da kann man dann ja auch noch mal Unterteielen: weder Mann oder Frau ist ja dann abwertend gegenüber Mensch gemeint.

Und die Kinderehe? Es wurde auch eben DAGEGEN ein Gesetz beschlossen das Ehen unter 18 ungültig sind. Ausnahme: 16 und 17 jährige nach eingehender Prüfung können dann für ehefähig erklärt werden. Ist nach meinem Geschmack dann aber auch nicht nötig.

Eingetragene Lebensgemeinschaft - das war doch passend für Klaus und Peter.

Aber gut ist eben, dass auch Karin und Rosemarie die gleichen Rechte UND Pflichten haben, wie Max und Sarah.

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Nur kann ich mich dann mit dem Wort EHE doch nicht so anfreunden.

Warum? Es wäre doch euphemistisch, hier eine andere Bezeichnung zu erfinden.

"Ehe" ist die verwaltungsrechtliche Definition einer Beziehung  von zwei Menschen zueinander und zur Gesellschaft. Genau darum geht es auch bei der Ehe für Homosexuelle.

Zwei Erwachsene Menschen entscheiden sich, ihr Leben miteinander zu verbringen und treten dazu zueinander und zur Gesellschaft in gewisse Rechte und Pflichten ein.

Da gibt es keinen sachlichen Unterschied zur Ehe von Heteros. Eine abweichende Bezeichnung wäre eine Diskriminierung.

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@realsausi2

Muss nicht sein. Und sollte es auch nicht sein. Dann schon lieber doch Ehe.

Aber es ist halt was anderes. Nichts schlimmes,  nichts (für mich) negatives.

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Für die sehen für alle wird schon seit Jahren gekämpft. Und die Bevölkerung wurde zwar nicht gefragt, aber ich glaube, dass die Politiker sich gedacht haben, dass es gut wäre, da ja auch viele deswegen auf die Straße gegangen sind, also für die Ehe für alle. Und nein, ich finde es vollkommen in Ordnung

Wie kannst du wissen das es schlecht ist wenn Homosexuelle heiraten können, wenn du noch nicht einmal welche kennst? 

Außerdem sind laut Umfragen schon seit Jahren ca 75% der Deutschen für die Ehe für Alle, die einzigen die sich bisher dagegen gesträubt sind: der größte Teil der Muslime in Deutschland, Hohe christliche Geistliche, die CDU/CSU und die NPD/AFD.

Kinderehe wurde vor wenigen Tagen komplett abgeschafft, Ehen mit Kindern unter 16 sind ungültig zwischen 16 und 18 wird sie nur in Spezialfällen gewährt

Bevor du solche Fragen stellst, solltest du dich besser informieren:


wurde und das die Bevoelkerung nicht einmall desbezueglich gefragt wurde.

Eine überaus große Mehrheit der Bevölkerung hat sich in Umfragen für die Ehe ausgesprochen.

Offenbar weißt du (noch) gar nicht, dass die Regierung vom Volk gewählt wurde und somit seine Vertretung ist.

Willst du hier Stimmung gegen Schwule und Lesben machen?

Bevor du solche Fragen stellst, solltest du dich besser informieren:

Mich deucht, dass genau das der Zweck der Frage ist.

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Nein, gehen wir nicht! Das war längst überfällig.

Und die Kinderehe wird es nicht geben. Das ist was völlig anderes.

Ich finde in der Sache soll jeder Glücklich werden wie derjenige/diejenige es für richtig hält!

Ich finde es längs überfällig, da im Artikel 1 Grundgesetz (Menschenrechte) niemand benachteiligt werden darf. 

Warum hast Du ein Problem damit? Tun Dir schwule oder lesben etwas? 

Nein, Du bist nicht rassistisch.

Du bist homophob.

Die Ehe für Kinder (Ehe ab 16) ist gerade dabei abgeschafft zu werden. Und du wärst nicht rassistisch sonder homophob.

Und die Bevölkerung hat doch den Druck gemacht, damit die Ehe für Alle umgesetzt wird. Also hat die Regierung sich nicht irgendetwas erlaubt.

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es ist nicht jeder homophob der nicht in jubel ausbricht wenn er schwule siehht. dazu darf jeder seine eigene meinung haben

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@martinzuhause

Wer ihnen die gleichen Rechte verwehren will (und das geht aus der Fragestellung hervor), der ist homophob und muss sich auch gefallen lassen so genannt zu werden.

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Ich habe auch nicht gesagt, dass er/sie homophob ist. "du wärst" ist konjunktiv. Aber exxon hat recht.

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