Geheimtipp Gebrauchtwagen bis 2000?

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Geheimtipp Gebrauchtwagen bis 2000?

Den gibt es und das ist ein Mercedes C180, Baureihe W202. Bei "günstigen Gebrauchten" denken die wenigsten an einen Mercedes. Der ist aber dennoch günstig, da es noch viele auf dem Markt gibt und weil die alle schon relativ alt sind. Entscheidend ist aber nicht, wieviele Jahre die hinter sich, sondern wieviele Jahre die noch vor sich haben.

Was war bisher euer bester gebrauchter über einer langen Zeit?

Das ist genau das Modell. Habe mir vor 2 Jahren einen gekauft, BJ 2000, Kombi, 165.000 km, neuer TÜV, neue Bremsen, genau 2000,-. Inzwischen steigen die Preise allerdings so langsam wieder an. Bin jetzt 12.000 km gefahren und war vor 2 Wochen beim TÜV: bestanden ohne Mängel. Der Prüfer meinte, das waren noch richtig gute Autos.

Also ein Auto, mit dem ihr eventuell sogar noch nie in die Werkstatt musstet.

Bis auf den Reifenwechsel war der nie in der Werkstatt. Habe selber einmal den Luftmassenmesser ausgebaut und mit Bremsenreiniger gereinigt (geht ganz einfach, rund 1 h miit allem), zwei neue Gasdruckdämpfer für die Heckklappe im Internet gekauft (Stück 9,95) und selber eingebaut (1/2 h) und ein neues Radio eingebaut. Das wars. De W202 ist berühmt für seine langlebige Mechanik, Elektrik und Innenausstattung. Daimler empfiehlt den Wechsel der Duplexsteuerkette alle 500.000 km, es entfällt also auch ein teurer Zahnriemenwechsel. Mehrere 100.000 km sind für die Motoren kein Problem, wenn man sie oderntlich behandelt (Ölwechsel, sorgfältig warmfahren, nicht dauernd voll treten). Die Innenausstattung siehz auch nach 20 Jahren noch fast aus wie bei einem Jahreswagen. Nichts ist abgewetzt, verzogen oder verfärbt. Nichts klappert oder quietscht. Schwachpunkte: Rost. Da muss man länger und weiträumiger suchen, um eine gutes Exemplar zu finden, am besten gut gepflegt aus Renterhand. Was kommen kann, sind die vorderen Traggelenke, wenn das Auto oft überholprige Straßen fuhr. Die waren bei mir aber auch noch volll ok. Jedenfalls bin ich mit Kosten über alllem incl. Wertverlust noch nie so günstig und dennoch komfortabel, problemlos und zuverlässig Auto gefahren wie mit dem. Das ist ja zum Glück noch kein Computer auf Rädern, bei dem vieles kaputt gehen kann und teuer repariert werden muss und wenn doch mal, ist das noch Technik, die jeder Hobbyschrauber oder Hinterhofwerkstatt hinkriegt. Ersatzteile gibts reichlich im Internet auf dem Preisniveau von Kleinwagen.

sollte nicht wesentlich mehr als 2000€ kosten.

Genau das ist der aktuelle Preisbereich.

Beispiele:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=289090000&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&fuels=PETROL&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=17200&makeModelVariant1.modelGroupId=6&maxFirstRegistrationDate=2000&maxMileage=200000&maxPrice=2500&pageNumber=1&scopeId=C&sfmr=false&sortOption.sortBy=searchNetGrossPrice&sortOption.sortOrder=DESCENDING&searchId=6e6bec95-45d3-d35a-f5ab-728afb47a258

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=289458306&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&fuels=PETROL&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=17200&makeModelVariant1.modelGroupId=6&maxFirstRegistrationDate=2000&maxMileage=200000&maxPrice=2000&pageNumber=1&scopeId=C&sfmr=false&sortOption.sortBy=searchNetGrossPrice&sortOption.sortOrder=DESCENDING&transmissions=MANUAL_GEAR&searchId=590561a0-7d3c-0f5c-2432-63a500fd68c4

Da gibt es so einige. Ältere Japaner fielen mir spontan ein (Toyota Corolla / Mazda 323 / 626, Honda Civic, sowas in der Richtung). Technisch schier unzerstörbar, aber leider recht rostanfällig. Wenn es rostresistenter sein soll, dann eher so Richtung Audi 80 ab 1986. Der ist und bleibt Vorreiter in Sachen Korrosionsschutz (vollverzinkte Karosserie). Auch Fahrzeuge wie BMW E36, E39, E46 und Mercedes W124 und W202 sind außerordentlich gut und haltbar.

Hallo!

Das ist bei mir das Modell, das Hamburger02 erwähnte: Ein Mercedes C180, Baujahr 1997, mit aktuell 247.000 Kilometern. Ich habe den am 19. April 2013 gebraucht gekauft, fahre also eher sieben als sechs Jahre damit durch die Gegend, und bin in der Zeit rund 65.-70.000 Kilometer damit gefahren.

Unter Berücksichtigung der eingehaltenen Werkstatt-Termine für Kundendienste und Ölwechsel, Bremsöl, Glühbirnen (zwei bisher^^) sowie einmal Bremsen rundum und Reifen (also Verschleiß) habe ich bisher lediglich einmal in eine Batterie, einmal in den Luftmassenmesser (rund 300 Euro bei Mercedes, ist aber erst ab Baujahr 1996 ein Schwachpunkt) und einmal in Spurstangenköpfe (kommen alle 80.-90.000 Kilometer) beiderseitig vorn investiert, außerdem einmal in den Geber für die Kühlmittelstands-Anzeige, der mit Montage irgendwas um die 40 Euro gekostet hat (übrigens auch bei Mercedes). Einmal hat mir ein unfähiger Kfz'ler den Stern abgebrochen nachdem er meinte, die Haube gehe auf wenn er den Stern hochzieht (!) ------> Stern kostete 30 Euro, das Auto konnte da ja nix für.

Das Auto ist wirklich günstig in der Unterhaltung, sehr zuverlässig, robust und groß genug für den Alltag, aber klein und sparsam genug für die Stadt. Ich bin sehr zufrieden - würde sofort wieder einen W202 kaufen und gebe meinen auch nicht mehr her. Rost ist ein Thema, aber es gibt Gute, auch meiner ist noch sehr gut - und es gibt viele gepflegte "Rentnerautos", der Schrott ist längst im Ausland oder im Hochofen verschwunden.

Ansonsten empfehle ich typische langweilige "Klischee-Rentnerautos", das ist ein gutes Stichwort. Empfehlenswert sind Japaner wie der Mitsubishi Carisma (hatte mein Bruder), der Mazda 626 wenn sich einer ohne Rostbefall findet oder auch diese angeblich so unzuverlässigen Franzosen namens Peugeot 406 und Citroen Xantia, die technisch PSA-Zwillinge sind und absolut rostresistent und grundsolide. Aus Deutschland ist der Opel-Vectra B ein Klassiker, es gibt tolle Autos "vom Opa", aber bitte nur als 1,6-16V mit 100 PS, alle anderen Maschinen machen keinen Sinn, sind entweder träge oder durstig oder tendenziell schlimme Ölfresser wie der 1800 Kubik Benziner. Ein älterer Audi A4 (B5) macht auch nur als 1,6-Liter Sinn, ist aber ein braver Dauerläufer (fährt mein Bruder seit 2016, ersetzte den Carisma), ebenfalls kann man über einen Audi 80 (B4) mit 90 PS nachdenken - alt, aber nicht veraltet. Der 1996 eingeführte VW-Passat 3B 1,6 mit 100 PS als Stufenhecklimousine mit diesem Kuppeldach ist als gepflegtes "Rentnerauto" auch mehr als ein Geheimtipp, was auch für ältere Ford-Mondeo gilt. So einen Mondeo hatte ich vor dem C180; ein langweiliger, aber guter Wagen mit angenehmem Fahrkomfort und durchdachter Ausstattung, die beim Fahren sehr entlastend war und entspanntes Gleiten bei top Fahrleistungen ermöglichte auch auf lange Distanzen. Im Rückblick ein Auto, das seiner Zeit voraus war und zu Recht ein großer Erfolg.

https://www.youtube.com/watch?v=P_9jX_3ep54

Billig sind die alle, weil sie niemand will - und durchaus gut.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Aus Deutschland ist der Opel-Vectra B ein Klassiker, es gibt tolle Autos "vom Opa", aber bitte nur als 1,6-16V mit 100 PS, alle anderen Maschinen machen keinen Sinn...

Das sehe ich anders. So ist der X16 SZR auf jeden Fall haltbarer als der X16 XE, vor allem was den Zahnriemen betrifft. Dank langer WR - Übersetzung ist man mit diesem Motor auch äußerst sparsam unterwegs für Benziner - Maßstäbe. Dass der 1,8 er Big Block (den meintest Du doch, oder) ein Ölfresser sein soll, wäre mir neu. Lediglich den GM - 2,2 er, den V6, sowie die Dieselmotoren würde ich im Vectra B meiden - sowie eigentlich alle Motoren ab dem Facelift, weil die ein unglaublich schlecht abgestimmtes E-Gaspedal bekommen haben. Da hat man teilweise eine Sekunde, innerhalb derer der Motor seine Drehzahl beibehält oder nicht annimmt, außerdem gab es fortan auch nur noch die CR - "Sportgetriebe", die nicht autobahntauglich sind und den Verbrauch hochtreiben.

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Mein erster war ein Golf 1 GTI, als ich den gekauft habe war ich um die 15-16 Jahre alt. Habe den mit meinen Schwager zusammen bis zum 18. Geburtstag von mir restauriert und wieder fit gemacht. Also sah er fast nur die Werkstatt.

Habe den dann 1 Jahr lang gefahren und wollte ihn dann eigentlich ganz los werden weil ich ein Alltagsauto bevorzugte. Aber mein Schwager zog ein wunderbares Angebot über einen Cadillac an Land ;). Im Austausch gegen den Golf von mir bekam ich einen 1970er Cadillac Deville.
Dieser war eigentlich fahrtüchtig und es war nicht sooooo viel zu tun damit der Tüv bekommt, aber ich habe bis Ende Herbst diesen Jahres daran gearbeitet damit er besser wird. Also auch wieder fast 1 Jahr.

Zudem hatte ich mir im Januar diesen Jahres (direkt nachdem ich den Golf weg gegeben habe) einen Neuwagen gekauft, da ich ja ein Alltagsauto wollte. Der hat jetzt auch schon über 24.000km gelaufen!

Also das Fazit wäre:

Was war bisher euer bester gebrauchter über einer langen Zeit?

Womöglich der Cadillac, wobei ich den Golf auch mochte.
Allerdings bin ich den Cadillac bisher nur zu Probefahrten unter roter Nummer gefahren, den Golf immerhin ein ganzes Jahr.

Also ein Auto, mit dem ihr eventuell sogar noch nie in die Werkstatt musstet.

Seit ich den Golf fahren konnte, war er nie in der Werkstatt :D mein Neuwagen aber ebenso nicht.

sollte nicht wesentlich mehr als 2000€ kosten.

In der Anschaffung kostete der Golf 300€, hat aber einen deutlich größeren Betrag verschlungen.
Ich würde dir außerdem ungerne ein Auto unter 2000€ empfehlen, ich denke das gute Gebrauchte erst ab 4000-5000€ anfangen.

Woher ich das weiß:Hobby – Großes Interesse an Autos, gerade an älteren.

Die sicher gut gemeinten Ratschläge haben leider keine praktische Bedeutung sondern sind eine charmante Plauderei, die das Thema streifen.

Es gibt Experte, die auch unter 2.000 € brauchbare Exemplare finden. Wenn du nicht zu diesen gehörst, handelst du dir eine Möhre mit einem brutalen Reparaturstau ein.

So und nicht anders ist es 👍🏻

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